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Fußball: 1. FC Kleve beginnt mit Training

Fußball : 1. FC Kleve: Der Start für die Mission Oberliga

Beim Trainingsauftakt begrüßte Akpinar die Neuzugänge Michel Wesendonk und Konrad Kaczmarek. Test gegen Straelen.

Nach fast vierwöchiger Sommerpause kamen die Oberliga-Akteure des 1. FC Kleve am Mittwochabend erstmalig zur Trainingsvorbereitung zur Saison 18/19 zusammen. Bei strahlendem Sonnenschein und mit der Trauer über das deutsche WM-Aus in den Knochen ließ Übungsleiter Akpinar seine Spieler zwei Stunden in der Getec-Arena schwitzen. Noch aber war nicht die ganze Mannschaft mit von der Partie: Niklas Klein-Wiele, Nedzad Dragovic, Tim-Maxim Harwardt und Neuzugang Fatih Duran weilen nämlich noch im Urlaub. Wohl nahmen Konrad Kaczmarek, der vom Lokalrivalen SV Hö.-Nie. an den Bresserberg gewechselt war, sowie Michel Wesendonk (TuB Bocholt) an der ersten Einheit teil. Glücklich machte Torwart-Trainer Ludger Ferdenhert das Team wie in jedem Jahr mit der neuen Kleidungsausstattung. Einzig Ahmet Taner zeigte sich unzufrieden, da seine bestellten Handschuhe anfangs zu klein schienen. „Du hast die Größe 9,5 bestellt, du hast sie bekommen“, wiegelte Ferdenhert scherzhaft ab.

Zum Start ließen Akpinar und Co-Trainer Lars van Rens das Team zum Aufwärmen in zwei Kreisen das obligatorische „5-gegen-2“ spielen. Im Anschluss hatte er über das gesamte Spielfeld einen Parcours aufgebaut, der Liegestützen, Sprünge, Differenzierungsschritte und Abschlüsse mit dem Ball beinhalteten. Einzig die Torhüter Ahmet Taner und Bjarne Janßen trainierten individuell. Zum Abschluss ließ Akpinar mehrere Spielformen mit anfangs sechs, dann zwei Toren ausspielen. „Das Training war direkt sehr intensiv. Ohnehin werden die nächsten sechs Wochen bis zum ersten Ligaspiel anstrengend. Aber ich habe einen guten Eindruck von der Mannschaft – keiner kam unvorbereitet aus der Pause“, erklärte Akpinar.

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Die Stimmung unter den Rot-Blauen war ähnlich gut wie zum Abschluss der vergangenen Spielzeit. Die Neuzugänge scheinen sich ansatzlos in die Mannschaft zu integrieren: „Das Team hat mich direkt aufgenommen. Dadurch, dass ich unter anderem mit Andre Barth, Levon Kürkciyan und Tim Haal schon einige Spieler kenne, wird es mir leicht gemacht. Einen direkten Bezugspunkt habe ich natürlich auch durch meinen Bruder Pascal Hühner“, sagte Michel Wesendonk, der in der vergangenen Saison in der Bezirksliga 26 Mal einnetzte. „Das Training war schon anders als bei meinem alten Verein. Man merkt sofort, dass hier ein deutlicher Fokus auf das Pressing, das Spiel nach vorne und die taktische Ausrichtung gelegt wird“, erklärte der 30-Jährige. Akpinar rief Wesendonk und Hühner bei dem Parcours mit einem Augenzwinkern zu: „Michel wirkt schon viel fitter als du, Pascal.“ Das aber ist nicht verwunderlich, da die Saison des älteren Bruders einige Wochen länger dauerte.

Zum Trainingsaufgebot zählten nun auch Sezai Kezer und Christian Emmers, die der A-Jugend entstammen. Ein Mittelfeldspieler sowie ein Stürmer aus den Niederlanden waren ebenfalls dabei, die in den vergangenen Jahren bei verschiedenen Vereinen im Nachbarland nicht zum Stammspieler avancieren konnten und nun bis zum Ende der Woche eine Chance erhalten, sich zu zeigen. „Die Probespieler machten genauso wie unsere Jugendspieler einen guten Eindruck“, stellte Sportchef Georg Kreß fest. Womöglich werden sie auch beim Testspiel gegen den SV Straelen auf Torejagd gehen, sollte der FC eine Gastspielererlaubnis erhalten. Ob sich allerdings eine Verpflichtung realisieren lässt, ist nun noch nicht absehbar. Gegen Straelen (Anpfiff heute um 20 Uhr) aber erwartet Akpinar vor heimischem Publikum noch keine Höchstleistungen: „Wir haben dann erst zwei Mal trainiert und werden ohnehin nicht in Bestbesetzung antreten können. Auf die Ergebnisse von Testspielen lege ich auch keinen Wert.“ Diese Einschätzung teilt auch Kreß: „Natürlich ist das Resultat nicht von Relevanz. Aber die Jungs werden sicherlich alles reinwerfen.“ Das wird als Aufsteiger die Devise sein müssen.