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Fußball: Früher Treffer reicht Bösinghoven zum Sieg

Fußball : Früher Treffer reicht Bösinghoven zum Sieg

Fußball-Oberliga: Der SV Hönnepel/Niedermörmter kassiert eine weitere Niederlage und rutscht damit noch tiefer in den Tabellenkeller. Trainer Georg Mewes gesteht: "Wir haben verdient verloren."

Jetzt wird es aber ganz eng für den Fußball-Oberligisten SV Hönnepel/Niedermörmter. Gegen den TuS Bösinghoven hatte Trainer Georg Mewes einen Sieg gefordert, doch an einem tristen Novembernachmittag schlichen die Kicker in Schwarz und Gelb nach 90 Minuten mit hängenden Köpfen vom Platz. Durch die bittere Heimschlappe ist die Mannschaft, die eine Woche zuvor beim souveränen Klassenprimus KFC Uerdingen eine ordentliche Leistung abgeliefert und ein Remis nur knapp verpasst hatte, auf einen Abstiegsplatz abgerutscht.

Bereits nach drei Minuten hatte der Ex-Hö./Nie.-Akteur Florian Witte den Führungstreffer auf dem Fuß, vergab die Chance aber recht kläglich. Doch in Minute 7 war das 0:1 perfekt. Kevin Dauser ließ zwei Abwehrspieler wie Schulbuben stehen, umkurvte auch noch Torhüter Christopher Möllering und schob den Ball ins leere Tor. Während Bösinghoven vornehmlich mit langen Bällen in die Spitze operierte, versuchte der Hausherr, die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Doch es fehlte der nötige Druck, um die umsichtige TuS-Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Chancen gab es auf beiden Seiten bis zum Pausenpfiff nicht mehr. Bei Hö./Nie. blieb vieles dem Zufall überlassen, Bösinghoven kickte auch nicht wesentlich stärker und beschränkte sich darauf, den knappen Vorsprung zu verwalten. Die Zuschauer sahen eine Partie, die kein Oberligaformat hatte.

Im zweiten Durchgang erhöhte die Mewes-Mannschaft ihre Anstregungen, während die Mannen von Gästecoach Martin Stasch kaum noch Offensivaktionen zustande brachten. Die eingewechselten Uwe Sokolowski und Mike Terfloth sorgten nun für etwas mehr Spielkultur, doch mehr als eine drückende Feldüberlegenheit kam dabei nicht heraus.

Die inzwischen schon frustrierten SV-Anhänger hofften aber weiter auf den Ausgleich, der in der 74. Minute fast gelungen wäre. Terfloth setzte sich auf dem linken Flügel energisch durch und flankte in den Fünfmeterraum, wo der unermüdlich ackernde, aber glücklose Torgarant Andre Trienenjost wartete. Doch es sollte einfach nicht sein. Er kam an den Ball nicht heran, der TuS konnte rustikal klären

Dies sollte aber auch die letzte gute Möglichkeit gewesen sein. In den Schlussminuten hätten die Gäste sogar noch erhöhen können. Zunächst setzte Daniel Klinger die Kugel per Eckball an den Pfosten, dann tauchte Michael Enger allein vor dem Kasten auf, traf den Ball aber nicht richtig, so dass Möllering klären konnte. Hier hätte spätestens die Entscheidung fallen müssen. Kurz vor Schluss konnte dann Bösinghoven eine erfolgversprechende Überzahlsituation nicht nutzen. Kurz zuvor hatte es noch einen Kopfball von Daniel Boldt gegeben (87.), aber Torgefahr sieht sicherlich anders aus.

Georg Mewes: "Wir haben keine Chance nach dem Wechsel herausgespielt. Das sagt alles. Wir sind einfach schlecht."

(RP)