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Früher Saisonstart im Handball-Verband Niederrhein zahl sich aus

Corona-Lockdown im Amateursport : Früher Saisonstart im Handball-Verband Niederrhein zahlt sich jetzt aus

Der HVN hat im Gegensatz zu anderen Verbänden den Auftakt nicht verschoben. Jetzt hat er einen gewissen Puffer, weil einige Spieltage bereits ausgetragen worden sind.

Der Handball-Verband Niederrhein (HVN) hatte ohnehin schon Fakten geschaffen, weil er den Spielbetrieb bis zum letzten November-Wochenende ausgesetzt hatte. Jetzt haben die Vereine nach der Entscheidung der Politik, den Amateursport im November komplett herunterzufahren, die Gewissheit, dass die Pause noch länger dauern wird. Die große Frage bleibt nur, ob es im Handball in diesem Jahr schon wieder um Punkte gehen kann. „Denn wenn die Sporthallen im Dezember wieder geöffnet werden sollten, dann muss man den Mannschaften natürlich eine gewisse Vorbereitungszeit geben, ehe die Meisterschaft fortgesetzt werden kann“, sagt Michael Girbes, Vorsitzender der Technischen Kommission im HVN, die den Spielbetrieb organisiert.

Der Verband Niederrhein ist dabei in Gegensatz zu einigen anderen Landesverbänden in einer komfortableren Situation. Denn er hatte sich entschlossen, die Saison Ende August schon beginnen zu lassen, während andere Verbände den Start verschoben haben. „Wir sind für diese Entscheidung damals auch kritisiert worden. Doch jetzt zahlt es sich aus, dass wir das so durchgezogen haben. Denn wir haben jetzt einen gewissen Puffer, weil schon einige Spieltage ausgetragen werden konnten. Wir fangen nicht bei Null an, wenn es wieder losgehen kann“, sagt Girbes.

Fakt ist, dass die Saison nach der so genannten Quotientenregel gewertet werden darf. Das heißt, dass die Zahl der gewonnenen Punkte durch die Zahl der Spiele geteilt wird, um eine Rangfolge in der Tabelle zu ermitteln. „Eine Halbserie müsste wenigstens gespielt werden, um zu einem halbwegs gerechten Ergebnis zu kommen. Das müssten wir schaffen, auch wenn die Pause länger dauern sollte“, sagt Girges. Er ist froh, dass nach der Entscheidung der Politik jetzt Klarheit herrscht. „Denn zuletzt waren in einigen Kommunen die Hallen schon geschlossen, während woanders noch trainiert und gespielt werden konnte.“

Willi Nellessen, Leiter der großen Handball-Abteilung des TV Aldekerk, zeigt Verständnis für den Beschluss der Politik, den Amateursport jetzt erst einmal herunterzufahren. „Man musste irgendwie reagieren, weil wir nun einmal die stark ansteigenden Fallzahlen haben. Die Entscheidung, die Freizeitaktivitäten, zu denen nun einmal der Amateursport gehört, einzuschränken, ist nachvollziehbar“, sagt Nellessen.