Fußball : Fortuna eine Nummer zu groß

Verbandsliga: SV Hö./Nie. kassierte beim souveränen Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf II eine 0:5-Niederlage. Die Kilkens-Elf war ohne Chance.

Erwartungsgemäß chancenlos war der SV Hönnepel/Niedermörmter bei der Reserve von Fortuna Düsseldorf. Am Flingerbroich kassierten die Schützlinge von Trainer Jan Kilkens eine 0:5-Schlappe, die durchaus auch höher hätte ausfallen können. Dies lag daran, dass die haushoch überlegenen Gastgeber zum einen fahrlässig mit ihren Torchancen umgingen und zum anderen sich nach dem dritten Tor etwa 25 Minuten zurücklehnten. Auch wenn der Klassenprimus, der aufgrund der Niederlage von Rot-Weiß Essen II in Kapellen /Erft (1:2) seinen Vorsprung nach zwölf Spieltagen auf nunmehr elf (!) Zähler ausbauen konnte, in dieser Phase das Spiel weiter kontrollierte und Ball und Gegner geschickt laufen ließ, stieß er dabei nicht auf die Gegenliebe seines Trainers Goran Vucic. Vucic, ansonsten als ruhiger Vertreter der Trainerzunft bekannt, versuchte seine Mannen mit lautstarken Zurufen wachzurütteln. Für den Verbandsliga-Neuling waren die Fortunen „über 90 Minuten drei Klassen zu hoch“, empfand Coach Kilkens.

Hö/Nie agierte wie angekündigt defensiv. Allerdings ließen die laufstarken und technisch versierten Fortunen den Gästen auch keine andere Wahl. Von der ersten Minute an baute der Spitzenreiter enormen Druck auf. Nach zwölf Minuten konterte Hö/Nie erstmals, doch beim Zuspiel von Peter Franke soll Markus Nickel im Abseits gestanden haben. In der 16. Minute klingelte es erstmals im Kasten von André Heckens. Ivan Pusic hatte getroffen. Sieben Zeigerumdrehungen weiter erhöhte Redouan Yotla auf 2:0.

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Nachdem Yotla kurz nach Wiederbeginn den dritten Düsseldorfer Treffer erzielt hatte, schalteten die Gastgeber einen Gang zurück, ohne allerdings die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. Die Gäste kämpften und rackerten, konnten aber dennoch nicht mithalten. Mit dem ersten Torschuss der Gäste in der 73. Minute (!) rüttelte Peter Franke, dessen Flanke auf der Latte landete und von dort ins Toraus sprang, die Landeshauptstädter offensichtlich noch einmal wach. In der 81. Minute gab es die erste und einzige Ecke für Hö/Nie. Beim abschließenden Akt des Einbahnstraßenfußballs setzten Hassan Nounouh (85.) und Claus Costa (88.) die Schlusspunkte.

„Da war heute absolut nichts zu holen. Mein Team hat alles gegeben, aber wir kommen an das Niveau von Fortuna nicht heran“, machte Kilkens seiner Mannschaft keinen Vorwurf. Der nächste Gegner heißt Viersen und steht ebenfalls im Tabellenkeller.

(RP)