Forster mit Traumausgleich

Nach einer verschlafenen ersten Hälfte schaffte der SV Hönnepel/Niedermörmter gegen den SV Sonsbeck noch den 1:1-Ausgleich. Die Zuschauer sahen nach dem Wechsel eine äußerst hektische Partie.

Die Zuschauer der Fußball-Niederrheinliga kamen gestern an der Rheinstraße nach der Pause voll auf ihre Kosten. In einer hektischen Partie trennte sich der SV Hönnepel/Niedermörmter mit 1:1 vom SV Sonsbeck. Nach einer wenig erwärmenden ersten Hälfte, in der Danny Rankl den SVS in Führung brachte, wurde es später turbulenter. Fabio Forster erzielte mit einem Sonntagsschuss den Ausgleich, Manfred Wranik sah wegen Zuschauerbeleidigung die rote Karte.

Hö./Nie.-Trainer Georg Mewes war am Ende nervlich so angespannt, dass er sich zu keinem Kommentar über das Spiel hinreißen ließ. Co-Trainer Sven Schützek gab ein kurzes Statement ab: "Die erste Halbzeit war eine einzige Katastrophe. Das haben wir der Mannschaft kurz und knapp zu verstehen gegeben." Er und Mewes verbrachten den Großteil der Pause auf dem grünen Rasen.

Der erste Durchgang war arm an Höhepunkten, Sonsbeck war noch die aktivere Mannschaft, konnte aber auch kaum Chancen herausspielen. Erst nach 25 Minuten sorgte ein Kopfball von Rankl für erste Gefahr, der Ball strich aber über den Querbalken. Der Hausherr hatte nur eine kleine Chance durch einen zu harmlosen Kopfball von Uwe Sokolowski (41.). Im Gegenzug durfte die Mannschaft von Horst Riege jubeln. Nach einem Fehler von Benjamin Venekamp kombinierte Sonsbeck ungestört im Strafraum, Rankl schoss die Kugel humorlos in die lange Ecke, Christopher Möllering war völlig chancenlos.

  • Lokalsport : SV Hönnepel-Niedermörmter erreicht 1:1 beim SV Sonsbeck
  • Lokalsport : SV Hönnepel-Niedermörmter sucht dringend einen Vorstand
  • Lokalsport : SV Hönnepel muss heute gegen Sonsbeck punkten

Hö./Nie. tat sich nach Wiederbeginn weiter schwer. In Minute 50 schlenzte Rankl, der später verletzt ausscheiden musste, den Ball haarscharf am Tor vorbei, ein 0:2 zu diesem Zeitpunkt wäre wahrscheinlich bereits die Entscheidung gewesen.

Mit der Einwechslung von Pascal Hühner für Daniel Beine kam mehr Leben ins Spiel der Mewes-Schützlinge, die dann auch zu Chancen kamen. Daniel Boldt köpfte nach einer guten Ecke von Forster übers Tor (55.), dann verpasste Hühner eine scharfe Hereingabe von Sokolowski nur knapp (59.).

Der Ausgleich (64.) war die logische Folge des druckvolleren Spiels der Schwarz-Gelben. Nach einer Flanke von Venekamp legte Hühner auf für Forster, der genau in den Torwinkel traf - ein toller Treffer des diesmal als Rechtsverteidiger agierenden Allround-Spielers. Hektisch wurde es nach 72 Minuten. Sebastian Radtke lag verletzt am Boden (Verdacht auf Kreuzbandriss), Hö./Nie spielte aber weiter, weil es eine gute Chance hätte geben können. Das erzürnte Wranik, der einen Zuschauer als Affen titulierte und dafür sofort des Feldes verwiesen wurde. Kurz vor Schluss hatte Sokolowski noch das 2:1 auf dem Fuß.

(RP)