Sportanlage Nütterden: Es geht nur noch ums Geld

Sportanlage Nütterden : Es geht nur noch ums Geld

Es deutet nicht wenig darauf hin, dass der SV Nütterden und Leichathletik Nütterden sich über eine neue Sportanlage in dem Kranenburger Ortsteil freuen dürfen.

In einem Gespräch zwischen den beiden Vereinen, an dem auch Verwaltung und Politik teilnahmen, wurde ein Konsens gefunden, mit dem beide Vereine leben können. Das jahrelang nicht gerade von Harmonie geprägte Verhältnis zwischen den Klubs scheint sich im Hinblick auf die bevorstehende geplante neue Sportanlage positiv zu entwickeln.

Die Stimme der Vernunft sorgt offenbar dafür, dass die Vereine demnächst am Haferkamp die Sportstätte gemeinsam nutzen werden. Doch bis es soweit ist, sind noch zahlreiche Hürden zu nehmen. So ist geplant, dass lediglich die Aufwendungen für zwei Rasenplätze und eine Aschenrundlaufbahn von der Gemeinde übernommen werden. Die Mehrkosten für die Umwandlung eines Rasen- in einen Kunststoffplatz sowie der Aschen- in eine Tartanbahn müssen die Vereine selbst stemmen, dies berichtete Manfred Janssen von der Gemeinde in der jüngsten Sport- und Jugendausschusssitzung.

Insgesamt sollen sich die Kosten für die neue Anlage auf bemerkenswerte 1,6 Millionen Euro belaufen (Kunstrasen, Naturrasen, Tartan-Rundlaufbahn, Flutlicht, Schallschutzwand). CDU-Fraktionschef Joachim Janßen betonte, dass die Planungen vorbehaltlich der Finanzierungsfähigkeit zu sehen sind: "Wir müssen erst prüfen, ob wir uns das leisten können und uns auch darüber unterhalten, was es in Kranenburg zu tun gibt. Wir müssen die gesamte Gemeinde im Blick haben." SPD-Fraktionschef Jürgen Franken argumentierte in die selbe Richtung: "Sollte es zu der attraktiven Anlage in Nütterden kommen, muss die Wettbewerbssituation für den TuS Kranenburg beachtet werden. Doch besteht in dieser Frage offenbar ein großer Konsens."

Neben den finanziellen Fragen, die die Politik zunächst beantwortet haben will, ist ebenfalls noch nicht abzusehen, wann die komplette Anlage in Nütterden stehen wird. So dauert es unter anderem ein Jahr, laut Aussage des Kranenburger Bauamts, bis allein der Bebauungsplan für das Grundstück an der Antoniusstraße (sogenanntes Tabak-Grundstück) geändert ist. Auf diesem Teilstück soll den Planungen nach der Kunststoffplatz entstehen.

Einigkeit herrschte zwischen den Fraktionen auch im Hinblick auf den Ausbau der Skater-Anlage am Kranenburger Bahnhof. Für 10 000 Euro werden die Jugendlichen dort bald mehr Spaß haben. Zwei neue Geräte werden aufgebaut und das Umfeld attraktiver gestaltet.

(RP)
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