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Lokalsport: Erste Niederlage nach 14 Monaten

Lokalsport : Erste Niederlage nach 14 Monaten

Bedburg-Haus Landesliga-Herren mussten sich beim Verberger TV mit 2:3 geschlagen geben. Nach erneuter Verletzung ist für Hauptangreifer Tobias Moerkerk laut Coach Stemmler die Saison wohl schon beendet.

Landesliga-Herren

Verberger TV - SV Bedburg-Hau (27:25, 20:25, 25:23, 19:25, 15:9). Der Spielverlauf und das Endresultat bestätigten die Einschätzung von Haus Übungsleiter Peter Stemmler, der vor dem Auftritt des frisch gekürten Halbzeitmeisters aus dem Kreis Kleve am Netz im Krefelder Vorort geurteilt hatte: "Die Verberger sind gefährlich!" Bereits der Auftaktsatz bestätigte Stemmlers Urteil. Der Ligaprimus startete zunächst schwach, geriet 2:8 ins Hintertreffen und lag auch noch 17:20 zurück. Haus Kampfgeist und Moral waren gefordert und der gezeigte Einsatz wurde belohnt. Geführt von Zuspieler Nikals Groß ging der Tabellenführer erst 23:21 in Führung und war danach bei 24:23 sogar mit Satzball vorn. Doch anders als im bisherigen Saisonverlauf machte das eigentlich für seine Nervenstärke und Effizienz bekannte Stemmler-Team den Punkt zum 25:23 und zur 1:0-Führung dieses Mal nicht. Darum mutmaßte Trainer Stemmler nach Spielende: "Hätten wir nach der erfolgreichen Aufholjagd diesen Satz gewonnen, dann wären wir am Ende auch als Sieger vom Feld gegangen." Das 0:1 markierte einen ersten wichtigen Meilenstein auf Haus Weg in Richtung der ersten Meisterschaftsniederlage nach mehr als 14 Monaten. Ein weiterer, vielleicht auch ein ganz entscheidender Meilenstein für Haus Titelrennen war das Geschehen im dritten Durchgang. Der gerade wieder ins Team zurückgekehrte Tobias Moerkerk verletzte sich nach einer unglücklichen Landung nach einem Block erneut schwer. Nicht nur für Haus Hauptangreifer, sondern für das ganze Team ein Schock wie auch das Endergebnis in diesem Satz. Trotz einer 23:20-Führung gelang es nicht, den Durchgang ins Ziel zu bringen. Verberg machte fünf Punkte in Serie und lag nach dem 25:23 mit 2:0 vorn. Nach schwachen Start in den vierten Durchgang war Stemmler gezwungen, seinen letzten Joker zu ziehen. Nach Einwechslung von Stephan Reinders auf der Diagonalposition stabilisierte der Ligaprimus sein Spiel und schaffte mit einem vielversprechenden 25:19 zum 2:2 den Sprung in den Tie-Break, der mit einem 4:4 eröffnet wurde. Dann blieben bis zur Zehnermarke Haus Angreifer ohne Punktgewinn. Verberg hingegen punktete in dieser Phase in Serie und behauptete den herausgeholten Sechs-Punkte-Vorsprung bis zum 15:9 und gewann 3:2. Mit 107:106 war jedoch Hau Punktsieger der Partie. Doch viel wichtiger war, dass Ligaprimus Hau für seine zwei gewonnenen Sätze in der Tabelle einen Punkt gut geschrieben bekam und so die Tabellenführung vor Verfolger VC Duisburg nicht nur wegen der besseren Satzbilanz behauptete. Ein kleines Trostpflästerchen nach Moerkerks Verletzung und der, wie Coach Stemmler sagte, "unnötigen Niederlage".

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SVB: N. Groß, Fischer, Bours, Wilke, T. Moerkerk, Herzberg, Reetz, Holtermann, Reinders,

Bezirksliga-Frauen

MTV Union Hamborn II - SV Bedburg-Hau 0:3 (14:25, 8:25, 19:25). Ein schöneres Geburtstagsgeschenk als das klare 3:0 über Hamborns oft gefürchtete "Ü30-Auswahl" hätten Haus Spielerinnen Trainerin Petra Stockhorst, die sich auf der Trainerbank durch Haus Landesliga-Trainer Peter Stemmler vertreten ließ, nicht machen können. Durch den glatten Zu-Null-Sieg hielt das Team um Zuspielerin Annika Groß Anschluss an das Spitzenduo mit dem TSV Weeze und dem SV Straelen, die ihre Partien gegen Schlusslicht Moers und den VCE Geldern III ebenso sicher 3:0 gewannen.

Nur anfangs des Duells mit Hamborn hatte der Tabellendritte Hau kurzzeitig Schwierigkeiten, die das Team aber zügig in den Griff bekam. Haus Angriffsspiel kam mehr und mehr auf Touren.

Im ersten Satz punkteten Nadine Golibrzuch und Birte Moß über Außen reihenweise. Als dann im zweiten Durchgang in der Netzmitte auch Anja Schoofs und Katrin Schumacher gute Anspiele erhielten, zeigte das Team, welch großes Angriffspotential abgerufen werden kann. Hamborn war beim 8:25 zum 0:2 chancenlos und im dritten Satz nur in der Lage, mit großen Kampfgeist den endgültigen K.O. hinauszuzögern.

"Aushilfscoach" Stemmler hielt nach dem starken Auftritt der Stockhorst-Sechs fest: "Ich bin mir sicher, die Mannschaft wird oben noch einmal angreifen."

SVB: Schumacher, Schoofs, M. Moß, B. Moß, Golibrzuch, Groß, Herzog

(RP)