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Fußball: Erobern die jungen Wilden die Spitze?

Fußball : Erobern die jungen Wilden die Spitze?

Viktoria Goch tritt am Samstag um 14.15 Uhr beim Duisburger SV an. Der Tabellenzweite 1. FC Kleve möchte seine Siegesserie bei Borussia Bocholt fortsetzen. Anstoß ist am Samstag um 16 Uhr.

Bevor zum Jahresabschluss in einer Woche der Duisburger SV empfangen wird, tritt die Gocher Viktoria bereits am Samstag bei einem weiteren Topteam mit dem VfL Tönisberg an (Anstoß 14.15 Uhr). Coach "Mucki" Tebeck strebt unabhängig vom Restprogramm der Hinrunde nach kräftiger Punktausbeute um die Tabellenspitze in der Winterpause nicht mit dem Fernglas betrachten zu müssen. "Es gibt da eine interne Absprache mit der Mannschaft. Wir wollen auf jeden Fall oben dranbleiben", so Tebeck. In den letzten drei siegreichen Partien wusste seine Elf wieder vollauf zu überzeugen, so dass die jüngste Spielpause fast ein wenig ungelegen kam. "Wir haben gerade einen guten Lauf gehabt und müssen jetzt ansetzten, wo wir aufgehört haben", hofft Tebeck, dass seine Schützlinge schnell wieder auf Betriebstemperatur kommen. In Tönisberg fehlen Kevin Kitzig aus arbeitstechnischen Gründen sowie Stefan Osman-Reinkens (Infekt). Tim Janz ist weiter fraglich, da ihn die Adduktorenprobleme noch leicht beeinträchtigen.

Der langzeitverletzte Paul Herbst befindet sich inzwischen im Aufbautraining. Gegner DJK/VfL Tönisberg hat mit der Gocher Viktoria einiges gemeinsam. Bei drei Zählern und einem Spiel weniger ist das Team von Siggi Sonntag tabellarisch im Grunde auf Augenhöhe. Wie die Gocher deklassierten auch die Berger in ihrer letzten Partie den TSV Wa./Wa. mit 6:1, das Spiel bei TuB Bocholt musste danach zweimal abgesagt werden. Fußballerisch gehört Tönisberg zu den wenigen Landesligisten die den Gochern das Wasser reichen können, wobei die Stärken klar im druckvollen Offensivspiel liegen. Mit 33 Treffern stellt der VfL die Torfabrik der Liga. Tobias Gorgs ragt als Anführer der Torschützenliste mit elf Treffern heraus. Hier ist also besondere Obacht gegeben.

"Tönisberg ist spielerisch mit die beste Mannschaft in der Liga. Andererseits hat sich ihr Team nicht so stark verändert und letztes Jahr haben wir sie zweimal schlagen können", gibt sich Tebeck optimistisch für das Verfolgerduell. Aber auch in Tönisberg hegt man gewisse Ambitionen. Trainer Siggi Sonntag gab das Saisonziel diplomatisch wie sein Gocher Pendant mit Platz 1 bis 5 aus, geliebäugelt wird aber durchaus auch mit dem Aufstieg.

Borussia Bocholt - 1. FC Kleve (Samstag, 16 Uhr). Nach dem denkwürdigen Heimspiel gegen FSV Duisburg, in dem die Gäste-Kicker in der Schlussphase völlig ausrasteten und sich der Schiedsrichter mit einem sehenswerten Sprint in die Kabine retten konnte, wird es am Samstag atmosphärisch vermutlich wieder ruhiger zugehen, wenn der 1. FC Kleve um 16 Uhr bei Borussia Bocholt antritt.

Die zweiwöchige Spielpause ist für FC-Trainer Thomas von Kuczkowski kein Problem, "Bocholt erging es ja auch nicht anders". Der Klever Coach kann auf einen äußerst erfolgreichen November zurückblicken, fünf Siege in Folge ließen den Rückstand auf Spitzenreiter PSV Wesel-Lackhausen auf einen Zähler schrumpfen und beförderten die Rot-Blauen zur Mannschaft der Stunde. Samstag bietet sich den jungen Wilden vom Bresserberg sogar die Möglichkeit, bei eigenem Erfolg und einem Punktverlust des Tabellenführers aus Wesel beim traditionsreichen 1. FC Bocholt die Spitze zu erklimmen.

Vor den mit Spannung erwarteten 90 Minuten fordert "Kucze" von seinen Schützlingen vor allem Zielstrebigkeit. "Wir wollen gegen den Mann arbeiten, danach kommen hoffentlich die fußballerischen Qualitäten zum Tragen", erklärt der FC-Coach, der personell aus dem Vollen schöpfen kann. Bis auf die Langzeitverletzten Timo Stock und Simon Olfen, mit deren Einsatz in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen ist, kann der erfolgreiche Trainer auf den kompletten Kader zurückgreifen. "Es wird gegenüber den letzten Spielen keine großartigen Änderungen geben", kündigt von Kuczkowski an.

Vor einigen Wochen war Bocholt quasi schon abgestiegen, doch seit dem Trainerwechsel machte die Borussia auf sich aufmerksam und verließ dreimal hintereinander als Sieger den Platz. Gegen TuB Bocholt und SV Budberg (jeweils 5:1) sowie zuletzt bei Viktoria Buchholz (2:1) war der Abstiegskandidat erfolgreich, liegt mit nunmehr zehn Zählern aber immer noch auf dem vorletzten Platz. Volle Konzentration ist am Samstag unerlässlich

(RP/ac)