Tennis : Erfolgreich im Klassenkampf

Tennis: LTK Moyland sichert sich den Klassenerhalt und plant schon für die neue Saison 2011. Spitzenspieler Wouter Zoomer will nach seinem angekündigten Karriereende vielleicht doch noch eine Spielzeit dranhängen.

Auf die erste Herrenmannschaft des LTK Moyland ist Verlass. Mit nur einer Ausnahme (2002) spielt das Vorzeigeteam des Schlosspark-Vereins seit nunmehr 14 Spielzeiten in der höchsten Verbandsklasse, mindestens. Das wird auch 2011 so bleiben, nachdem am Ende einer durchwachsenen Saison in diesem Sommer eine 4:5-Niederlage bei Meister Blau-Schwarz Düsseldorf zum Klassenerhalt reichte. "Wir haben schon bessere Spielzeiten erlebt", gibt auch der niederländische Trainer und Topspieler Wouter Zoomer zu, "aber wer in der 1. Verbandsliga bestehen kann, der hat seinen Job erledigt."

Nolte nach Heilbronn

Das gilt vor allem für René Lepp, Moylands Nummer zwei, Landsmann von Zoomer, und mit einer überragenden 5:1-Einzelbilanz bester Akteur in "Grün-Weiß" 2010. Auch Simon Siebert spielte eine ordentliche Saison. Der 21-jährige Kalkarer debütierte in der "Ersten" und beendete die Spielzeit mit einer ausgeglichenen Bilanz. Zoomer: "Wenn man bedenkt, dass Simon zwei seiner drei Niederlagen erst im Match Tiebreak einstecken musste, wäre noch mehr drin gewesen. Aber das weiß er selbst."

Wo Licht ist, ist auch Schatten: Julian Schoofs und der beruflich stark eingespannte Thomas Nolte fanden nie ihren Rhythmus – beide holten nur einen Einzelerfolg aus sechs Spielen. Obendrein zieht es Nolte nach Heilbronn, er wird den Moyländern in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung stehen.

Ähnliches könnte auch für Christian Rickes gelten. Jahrelang als einer der besten heimischen Filzball-Artisten gelobt, hat er sich beim LTK nie richtig durchsetzen können. Auch in diesem Jahr war die 1. Verbandsliga auf rätselhafte Art und Weise eine Nummer zu groß für den Gocher, der schon nach zwei Spieltagen entnervt – und körperlich angeschlagen – das Feld räumte und fortan nicht mehr zum Einsatz kam.

"Christian kann mehr, das wissen alle, die ihn haben spielen sehen. Wir werden mit ihm sprechen und eine gute Lösung finden." Zoomer selbst hatte schon im Winter seinen Rückzug aus der Mannschaft angekündigt – wird es da nicht langsam übersichtlich, was das Personal angeht?

Noch ein Jahr

Zoomer: "Es lief ganz gut für mich dieses Jahr, vielleicht hänge ich noch eins dran. Außerdem sprechen wir bereits mit einem möglichen Neuzugang und nicht zuletzt haben wir sehr gute Jugendliche, die sich in der zweiten Mannschaft prima entwickelt haben. Kein Grund zur Sorge also."

(RP)