Fußball Energie ziehen aus der Niederlage

Kleve · Leistungsmäßig ließ die Gocher Viktoria trotz Derbyniederlage einen klaren Aufwärtstrend erkennen. Dieser soll am Sonntag daheim gegen den 1. FC Mönchengladbach fortgesetzt werden (Anstoß 14.30 Uhr).

 Trotz guter Leistung war die Viktoria in Kleve letztlich doch am Boden.

Trotz guter Leistung war die Viktoria in Kleve letztlich doch am Boden.

Foto: G. Evers

Während sich die Klever Akteure nach dem 4:1-Sieg im Lokalderby am letzten Freitagabend ausgiebig feiern ließen, schlichen die Gocher mit hängenden Köpfen vom Feld. Erneut war der große Wurf im direkten Duell mit dem Lokalrivalen verwehrt geblieben, zudem stecken die Weberstädter weiter in der zweiten Tabellenhälfte fest. In die Partie gegen das nächste Topteam am Sonntag, wenn die Viktoria den 1.FC Mönchengladbach im Hubert-Houben-Stadion erwarten, gehen die Schwarz-Roten dennoch mit einer gewissen Zuversicht und das hat gute Gründe.

"Was die Jungs in den ersten 30 Minuten in Kleve gezeigt haben, sah endlich mal wieder nach Fußball aus. Wenn wir da ein bisschen entschlossener unsere Chancen nutzen, nimmt das Spiel einen ganz anderen Verlauf", durfte Viktoria-Trainer Manfred Tebeck ein ganz anderes Auftreten als in den letzten Wochen bei seinen Kickern registrieren: "Diese Leistung müssen wir jetzt auch mal bestätigen, dann wird es für jeden Gegner schwer gegen uns." In der Tat mussten sich die Weberstädter dieses Mal nicht den Vorwurf machen lassen den Einstieg in ein Derby verschlafen zu haben und brachten den augenscheinlich überraschten Gegner aus Kleve mit einem couragierten Beginn gehörig ins Wanken.

Es wurde sehenswert und zielstrebig kombiniert, der Ball lief endlich mal wieder flott durch die Gocher Reihen. Am Ende setzte sich der 1. FC Kleve dennoch durch. Bei mageren 14 Punkten aus den bisherigen zwölf Spielen stehen die Gocher bis zur Winterpause unter Zugzwang. "In den drei noch anstehenden Partien muss jetzt gepunktet werden", möchte "Mucki" Tebeck möglichst schnell einen Haken hinter die derzeitige Krise setzen.

Der Rückendeckung des Vereins darf sich der ehrgeizige Gocher Coach auch in dieser ersten schwierigen Phase seiner Amtszeit in der Weberstadt sicher sein. "Wir müssen jetzt die Ruhe bewahren. Die Mannschaft hat ja am letzten Freitag angedeutet zu was sie fähig ist", blickt Tebeck optimistisch nach vorne, auch wenn mit dem 1. FC Mönchengladbach keine Laufkundschaft nach Goch kommt. Als Tabellendritter bei sechs Punkten Rückstand auf Kleve schielen die Gladbacher nach oben.

Mit einem 5:0 in Wachtendonk und einem 10:0-Kantersieg gegen Schlusslicht Fichte Lintfort am letzten Sonntag hat sich die Offensive für die Partie im Hubert-Houben-Stadion ordentlich warmgeschossen. "Das wird nicht leicht und wir müssen kompakt stehen. Mit einem dreckigen 1:0-Sieg könnte ich auch mal gut leben", hofft Tebeck trotzdem auf Zählbares. Personell muss der Gocher Coach wieder umbauen, Jan-Philip Maaßen ist nach seiner Ampelkarte gesperrt. Neben ihm fallen aber mit Marcel Sura, dessen Knie eine Reaktion auf die Belastung gezeigt hat, sowie Sebastian van Brakel und Rene Hartung "nur" die drei Langzeitverletzten aus, so dass man für die Gocher Verhältnisse in dieser Saison fast von einer entspannten Lage sprechen kann.

(RP)
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