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Eissturm Tristan stoppt Turnier des RV von Bredow Keppeln

Reiten : Eissturm Tristan stoppt den RV von Bredow Keppeln

Der Reitverein kann bei seinem Springmeeting am ersten Tag ein Zeichen für den Turniersport in der Corona-Krise setzen. Der zweite Tag der Veranstaltung musste dann wegen des starken Schneefalls abgesagt werden.

Es hatte sich akribisch auf dieses Springmeeting vorbereitet, das Team des Reitervereins von Bredow Keppeln um den Vorsitzenden Arnold Janßen. Der RV von Bredow wollte während der Corona-Pandemie ein Zeichen für den Turniersport setzen, auch wenn die Veranstaltung nur den Berufs- und Kaderreitern vorbehalten war. Der neue Ebbe-Flut-Boden in der Reithalle war vom Feinsten. Hiervon überzeugte sich unter anderem Karl Brocks (Osnabrück), der Bundestrainer der Ponyreiter, der in der Halle der Familie Terhoven-Urselmans auf dem Hötzenhof auch selbst an den Start ging. Zudem wollte er die Gelegenheit nutzen, die Reiter seines Kaders, die trotz der widrigen Wettervorhersage die weitesten Anreisen in Kauf genommen hatten, unter Wettkampfbedingungen zu beobachten.

Tag eins der Veranstaltung ging auch wie geplant über die Bühne, wobei der Gastgeber viel Lob von den Teilnehmern erhielt, dieses Turnier während der Pandemie auf die Beine gestellt zu haben. Das gab es auch vom Ordnungsamt der Gemeinde Uedem, das bei seinem Besuch keinerlei Beanstandungen hatte. Doch Eis­sturm Tristan, der in der Nacht von Samstag auf Sonntag begonnen hatte, über das Land zu ziehen, machte mit einem Schlag alles zunichte. Der zweite Tag des Turniers musste vom RV von Bredow Keppeln abgesagt werden.

In der Nacht zu Sonntag war Hausherr Hanno Terhoeven-Urselmans noch gegen 2 Uhr auf dem Hof unterwegs gewesen, um nach dem Rechten zu sehen. Und obwohl der Winterdienst der Gemeinde Uedem die Zufahrtsstraßen zum Hötzenhof in der Frühe zuverlässig geräumt hatte, entschlossen sich die Keppelner am Sonntagmorgen gegen 7 Uhr, den zweiten Turniertag gänzlich abzusagen. Zu heftig waren die Schneeverwehungen, so dass man die Teilnehmer nicht auf die Straße schicken wollte. „Es wird einen Ausweichtermin geben, der aktuell allerdings noch nicht festgelegt werden kann, da bis zum kommenden Wochenende starker Frost gemeldet ist“, teilte der Verein mit.

Dabei hatte bei der Veranstaltung am Samstag alles so gut begonnen, starker Pferdesport wurde geboten. Die sieben Springprüfungen am ersten Turniertag konnten Interessierte über einen Livestream verfolgen, Zuschauer waren in der Halle nicht zugelassen. Unter anderem gewann der Kranenburger Otmar Eckermann die Springpferdeprüfung der Klasse A*, in der er Old Chap Tame souverän über die von Georg Broeckmann erstellten Hindernisse lenkte und die Wertnote 8,6 erhielt. Ebenso sehenswert war der Siegritt von Tobias Thoenes (RV von Bredow), der sich mit Zero Blue mit der Note 8,6 in der ersten Abteilung der Springpferdeprüfung A** vor Otmar Eckermann mit Old Chap Tame (8,4) durchsetzte. Die zweite Abteilung ging an Kai Terhoeven-Urselmans (RV Oldenburger Münsterland) mit Coloubet Blue (8,5). Zweite wurde die Keppelnerin Carina Janßen mit Cassita (8,4).

Die höchste Wertnote bei der Veranstaltung erzielte der für den RFV Im Heidental reitende Felix Schneider, der mit Cassandra Lie (8,8) die erste Abteilung der Springpferdeprüfung L für sich entschied. Pia-Marie Schröder von der RSG Niederrhein war mit Charle Magne (8,6) in der Springpferdeprüfung M erfolgreich. Das Pony-Springen M gewann Ricarda Borgmann (Werlte) mit For Kids Lady.

„Es war eine Riesenfreude und viel Dankbarkeit für die Durchführung dieses Turniers von den Teilnehmern zu spüren. Ein besonderer Dank gilt den Helfern, die trotz Corona ebenso mitgezogen haben wie unsere treuen Sponsoren“, sagte Vorsitzender Arnold Janßen.

Ergebnisse des Keppelner Springmeetings gibt es im Internet unter www.equi-score.de.