Eine turbulente Hinrunde ist für die Verbandsliga-Handballerinnen des Uedemer TuS zu Ende.

Handball : „Wir müssen uns nicht verstecken“

Der Trainer der UTuS-Handballerinnen lässt die Hinrunde Revue passieren.

Eine turbulente Hinrunde ist für die Verbandsliga-Handballerinnen des Uedemer TuS zu Ende. Nach einem missglückten Start trat Coach Erik Ullenboom recht zügig von seinem Amt zurück. Die Suche nach einem Nachfolger gestaltete sich schwierig. Letztlich erklärte sich Christian Dörr, der nach einer erfolgreichen ersten Amtszeit im Sommer aufgehört hatte, bereit, das Projekt Klassenerhalt zu übernehmen. Hier schildert er seine Sicht von den vergangenen Monaten.

Es war eine spannende Hinrunde für die Anhänger des Teams - wie ist die erste Hälfte der Saison aus Ihrer Sicht verlaufen?

Christian Dörr Das ist für mich nur schwer zu beurteilen, da ich erst seit ein paar Wochen wieder an der Seitenlinie stehe. Schade fand ich zunächst, dass die Zusammenarbeit der Mannschaft mit Erik Ullenboom, einem guten Freund von mir, nicht geklappt hat. Hier mache ich aber niemandem einen Vorwurf, es hat zwischen den Seiten einfach nicht gepasst. Viel schwieriger war letztlich die Zeit danach, als in der Schwebe stand, wie es weitergeht und es zwar verschiedene Kandidaten gab, von denen bei keinem aber beide Lager so richtig zusammen fanden.

So kam es dann, dass Sie schließlich wieder die Verantwortung übernommen haben.

Dörr In der Übergangszeit ohne Trainer bin ich bereits an den Wochenenden mitgefahren, um das Team zu betreuen. Da ich aber erst seit ein paar Wochen wieder Trainer der Mannschaft bin, gab es in der Zwischenzeit kein wirkliches Training, was auch in den Spielen spürbar war.

An welchen Schrauben muss jetzt in der anstehenden Vorbereitung gedreht werden?

Dörr In den vergangenen Wochen haben wir in erster Linie am Angriffsspiel gearbeitet. Aufgrund zu vieler Gegentore in einigen der letzten Spiele — wie etwa gegen Süchteln oder Gartenstadt — werden wir nun aber den Fokus auf die Defensive legen. Hier sollen Birgit Stevens-Bräuer, die immer zu den besten Torhüterinnen der Liga gehörte, und die gesamte Abwehr wieder das Niveau der vergangenen Saison erreichen.

Sind bereits personelle Veränderungen absehbar?

Dörr Die Mannschaft wird so zusammenbleiben. Neuzugänge erwarten wir mit der Rückkehr von Natascha Gutsche und meiner Frau (Steffi Dörr, Anm. d. Red.), die dem Team weiterhelfen werden und deren Fehlen in einigen Situationen zu spüren war.

Wie hat die Mannschaft die vielen Ausfälle im Verlauf der Hinrunde weggesteckt?

Dörr Positiv ist, dass wir in einer sehr engen unteren Tabellenhälfte auf einem der Nichtabstiegsplätze stehen. Es ist natürlich schwer, mit so wenig Spielerinnen, große Trainingsfortschritte zu erzielen. Ich kann aber jede Spielerin für die gezeigte Einstellung in den vergangenen Wochen nur loben, insbesondere beim Tabellenführer in Duisburg war trotz der Niederlage spürbar, wie die Mannschaft zusammengerückt ist.

Wie lauten die Ziele für die Rückrunde?

Dörr Der Anspruch ist ganz klar, die Klasse zu halten. Wir müssen uns vor niemandem verstecken. Wenn wir im Training gut arbeiten und vom Verletzungspech verschont bleiben, haben wir die Qualität, auch enge Spiele gegen in der Tabelle über uns stehende Gegner für uns zu entscheiden, in denen wir zuletzt vielleicht eher das Nachsehen hatten.