Fußball : Eine schwere Geburt

Die Gocher Viktoria blieb beim Tabellenletzten SV Budberg vieles schuldig, konnte aber die zähe Vorstellung mit 1:0 für sich entscheiden. Nach den jüngsten Rückschlägen sorgt Pierre Wetzels´ Siegtreffer für Erleichterung.

Zauberfußball war es wahrlich nicht, was die Gocher Viktoria gestern beim Landesliga-Schlusslicht SV Budberg bot, dafür wurden aber nach den Enttäuschungen in Straelen und gegen TuB Bocholt dieses Mal zumindest alle drei Zähler den Weberstädtern gutgeschrieben.

Ein Umstand, der Viktoria-Coach Manfred Tebeck über manches beim knappen Gocher 1:0-Auswärtserfolg hinwegsehen ließ: "Wir haben sicher nicht gut gespielt, aber das ist mir heute egal, Hauptsache die drei Punkte sind da. Das war das erwartete richtige Drecksspiel. Wir sind aber geduldig geblieben und letztlich belohnt worden." Eben so einen "dreckigen Sieg" hatte sich der Gocher Übungsleiter notfalls vor der Partie gewünscht, zumindest ein sehr mühevoller, wenn auch letztlich verdienter sollte es am Ende werden.

Tebeck hatte umgestellt und für den zuletzt nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzenden Dennis Hommers Stefan Osman-Reinkens in die Startelf beordert. Dies hatte einige Umstellungen zur Folge. Tim Janz rückte in die Offensivrolle hinter der einzigen Spitze Pierre Wetzels und sollte für mehr Durchschlagskraft sorgen. Doch die Verunsicherung der letzten beiden Partien ließ sich nicht so leicht aus den Kleidern schütteln.

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Hinzu kam ein engagiertes Auftreten der Gastgeber. Viele Unterbrechungen gingen zu Lasten des Spielflusses. Von einem Spaziergang wie noch beim 4:0 der Gocher an gleicher Stelle im Verbandspokal vor drei Wochen konnte keine Rede sein. Gerade einmal eine Torszene gab es in der niveauarmen Partie vor dem Wechsel auf jeder Seite zu bestaunen. Böttcher hatte Sascha Horsmann aus der Distanz auf der einen Seite geprüft (33.), Rene Hartung Schöps per Aufsetzer auf der anderen Seite (40); beide Male klärten die Torleute zur Ecke.

Nach dem Wechsel brachte Tebeck mit Dennis Hommers einen zweiten Stürmer, die Gocher erhöhten die Schlagzahl. Einen Schuss von Konstantin Nagel klärte Schöps per Flugparade (47.). Die darauf folgende Ecke verlängerte Hajo Peters per Kopf, doch Jan-Philip Maaßen bekam den Ball am langen Pfosten nicht unter Kontrolle. Budberg meldete sich zwischendurch mal zu Wort, aber Sanverdis Direktabnahme stellte Horsmann vor keine Probleme (62.). Ganz anders sein Gegenüber, der wenig später machtlos war.

Eine perfekt getimte Flanke von Maaßen setzte Pierre Wetzels per Kopf aus etwa zehn Metern unhaltbar zum erlösenden 0:1 ins Netz (72.). Während die Gastgeber mit langen Bällen ihr Glück versuchten, die Gocher Defensive aber nicht in die Bredouille brachten, versäumten es die Weberstädter zu erhöhen. Dennis Hommers fehlte gegen Schöps erneut das letzte Quäntchen (73.), Peter Janßens Schuss wurde aus Kurzdistanz noch geblockt (81.), und auch beim letzten Konter scheiterte Hommers an Schöps (85.).

(RP)