Lokalsport : Ein Duell der Kontraste

Fußball-Landesliga, Gruppe 2: DJK Arminia Klosterhardt - 1. FC Kleve (Sonntag, 15.15 Uhr). Während Kleve unangefochten an der Landesliga-Spitze rangiert, ist Arminia Klosterhardt in der Rückrunde in eine tiefe Krise gerutscht.

Der Aufstieg des 1. FC Kleve ist noch immer nicht besiegelt - es dürfte aber sehr schwierig werden, die Schwanenstädter nach 21 Siegen noch vom Landesliga-Thron zu stoßen. Zuletzt aber spielte man vor heimischem Publikum nur Unentschieden gegen den PSV Wesel. Nach schwacher erster Halbzeit, dem frühen Rückstand und dem Ausgleich von Nedzad Dragovic lautete das Endergebnis 1:1. "Wir haben einfach zu lethargisch angefangen. Wir hätten aggressiver auf die zweiten Bälle gehen müssen. Auch das Herausarbeiten von Chancen war nicht optimal", sagt FC-Trainer Umut Akpinar. Final aber wäre ein Klever Sieg nicht unverdient gewesen. Auf die analysierten Schwächen wollte das FC-Urgestein in der Trainingswoche einen besonderen Fokus legen, damit gegen Klosterhardt wieder drei Punkte auf das Klever Konto gehen. "Dann wollen wir von Beginn an wieder unser Spiel durchziehen", sagt Akpinar. Hinsichtlich der Kaderplanung konnte Sportchef Georg Kreß erneut gute Nachrichten verkünden: Nun setzte nämlich auch Angreifer Jan-Luca Geurtz seine Unterschrift unter einen neuen Kontrakt. Der 22-jährige, der in den vergangenen Monaten zum Stammspieler avancierte, spielt seit der Saison 16/17 in Kleve und traf seitdem saisonübergreifend elf Mal.

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Im Spiel gegen die Mannschaft aus Oberhausen aber wird Akpinar erneut auf Martin Tekaat verzichten müssen, auch der Einsatz des langzeitverletzten Niklas Klein-Wiele ist noch unsicher. "Der Kader wird also ähnlich aussehen wie in den vergangenen Wochen. Leider müssen wir mit nur drei Auswechselspielern auskommen. Das ist für uns sehr ungünstig", sagt Akpinar.

Angst aber braucht die erste Klever Mannschaft vor der Arminia wohl nicht zu haben. Aus den letzten sechs Spielen holten sie nur einen Punkt und verloren unter anderem gegen Sonsbeck und Wesel. Nach einer ordentlichen Hinrunde ist Klosterhardt tief in den Abstiegskampf gerutscht. Auch im Hinspiel hatten die Gäste auf dem Bresserberg wenig zu melden: 0:3 hieß das Endergebnis nach den Toren von Levon Kürkciyan, Nedzad Dragovic und Pascal Hühner damals. Zwar fielen die letzten beiden Tore erst kurz vor Schluss, zuvor aber waren die FC-Balltreter deutlich überlegen. In der Saison 16/17 stellte Klosterhardt die Klever noch vor größere Probleme. In Oberhausen nämlich verlor die damals noch von Thomas von Kuczkowski trainierte Elf mit 0:1.

"Wir treffen auf einen sehr guten Gegner, auch wenn das Hinspielergebnis so deutlich war. Sie haben uns alles abverlangt und wir haben erst spät für die Entscheidung gesorgt. Es ist eine junge Mannschaft, die sehr gut ausgebildet worden ist und es jeder Mannschaft schwer machen kann", sagt Akpinar. Tatsächlich ist der Altersdurchschnitt der Grün-Weißen niedrig. Im Durchschnitt war das Team von Trainer Marcus Behnert kaum älter als 22 Jahre. Auch Top-Torschütze Tommy Groll, der bisher fünf Mal ins gegnerische Netz traf, ist erst zarte 21 Jahre alt. Gleiches gilt für Nico Große-Beck mit 22 Jahren und ebenfalls fünf Toren. Während die erste Mannschaft in der Landesliga kickt, spielt die U19 nämlich in der Bundesliga-West. Für ambitionierten Nachwuchs ist also gesorgt. Schon seit der Saison 2004/2005 ist die Arminia fester Bestandteil der Landesliga, schloss die Spielzeiten meistens im Mittelfeld ab. Aktuell steht der nächste Klever Gegner mit sechs Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsrang auf dem 11. Tabellenplatz. Durch Nachholspiele der Konkurrenz aber könnten die Behnert-Balltreter in noch unruhigere Fahrwasser geraten. Auch die fehlende Erfahrung dürfte dazu beigetragen haben, dass sich die Arminia in den vergangenen Wochen offensiv zu zahnlos präsentierte. Die Klever also dürften drei Punkte erwarten.

(RP)