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Fußball: Ein C-Ligist fühlt Viktoria Goch auf den Zahn

Fußball : Ein C-Ligist fühlt Viktoria Goch auf den Zahn

Vier Begegnungen der ersten Runde im Kreispokal finden morgen statt. Mehr/Niel und Reichswalde mit Heimrecht.

Die 1. Pokalrunde auf Kreisebene beginnt an diesem Wochenende. Die ersten vier von insgesamt 21 Begegnungen werden an diesem Wochenende ausgetragen. Zwei finden im Norden statt. Der C-Ligist SG Mehr/Niel/Wyler/Zyfflich empfängt die drei Klassen höher angesiedelte Gocher Viktoria. Der andere Schauplatz entfaltet sich auf der Sportanlage des SSV Reichswalde. Beim B-Ligisten zu Gast ist der Bezirksliga-Rückkehrer Alemannia Pfalzdorf. Auf dem Papier zwei klare Angelegenheiten für die klassenhöheren Teams - doch den Reiz des Pokals macht bekanntlich nicht die Ligazugehörigkeit aus. Wer es nicht glauben mag, der höre sich in Kranenburg um - von Mehr über Niel und Wyler bis nach Zyfflich.

 Hendrik van de Sand, Spielertrainer des C-Ligisten DJK SG Mehr/Niel/Wyler/Zyfflich.
Hendrik van de Sand, Spielertrainer des C-Ligisten DJK SG Mehr/Niel/Wyler/Zyfflich. Foto: Fupa

DJK SG Mehr/Niel/Wyler/Zyfflich - Viktoria Goch. Das Kreispokalspiel des C-Ligisten gegen den Landesliga-Absteiger ist für die Spielgemeinschaft der vier Kranenburger Dörfer nach entbehrungsreichen Jahren in der C-Liga der sportliche Jahreshöhepunkt. "Wir werden locker in die Partie reingehen. Wir haben nichts zu verlieren, denn der Druck liegt bei der Viktoria. Wir wollen nach Möglichkeit positiv überraschen, und meine junge Mannschaft, die zurzeit hervorragend im Training mitzieht, soll aus diesem Match einiges lernen. Wir hoffen, dass viele Zuschauer den Weg nach Mehr finden, denn nach dem Spiel werden Gegrilltes und kühle Getränke angeboten", erläutert Hendrik van de Sand, Trainer und Torhüter der SG, der so lange wie möglich seinen Kasten sauber halten will.

Viktoria-Coach Jan Kilkens, der in den bisherigen Testspielen immer wieder personell stark improvisieren musste, hofft erstmals auf seinen vollständigen Kader zurückgreifen zu können. Für die Neuzugänge von den A-Junioren des 1. FC Kleve Klaas Gerlitzki, Timon Janssen und Marcel Ripkens warten die Gocher noch auf die Spielberechtigung. Zudem sind mit Kevin Kitzig und Kay Tassenaar noch zwei erfahrene Akteure nach Oberschenkelverletzungen angeschlagen. "Unabhängig davon ist das für uns ein weiteres wichtiges Spiel, an das wir ernsthaft herangehen. Wir müssen da Tore schießen und weiterkommen", bringt Kilkens seine Vorstellungen auf eine einfache Formel. Da nächste Woche schon der Meisterschaftsstart wartet, sieht er die Zeit des großen Experimentierens, zu dem er bisher gezwungen war, nun vorbei. Im Kreispokal möchte er möglichst eine Formation auf den Platz bringen, die so oder ähnlich auch eine Woche später in der Bezirksliga an den Start gehen könnte.

SSV Reichswalde - Alemannia Pfalzdorf. Bezirksliga-Aufsteiger Alemannia Pfalzdorf tritt im Pokal wie im Vorjahr beim B-Ligisten SSV Reichswalde an. Die Ausgangslage ist beiden Seiten bewusst. Die Hausherren sehen sich als klarer Außenseiter, während die Alemannen als hoher Favorit gehandelt werden. "Wir wollen unserer Rolle gerecht werden, obwohl wir im vorigen Jahr gegen Reichswalde lange zittern mussten und den Sieg erst in der Schlussphase einfahren konnten. Also, wir sind gewarnt und wollen deshalb den letzten Test vor dem Saisonauftakt ohne Probleme über die Bühne bringen, sagt Alemannia-Trainer Thomas Erkens selbstbewusst. Alle Neuzugänge sind spielberechtigt. Der Kader ist vollzählig und bereit, in die nächste Runde einzuziehen.

"Wir sind klarer Underdog, wollen aber wie beim letzten Aufeinandertreffen unsere Gäste ärgern. Wir wollen so lange wie möglich hinten die Null halten, und es wäre ein Riesenerfolg, das Ergebnis vom Vorjahr zu wiederholen. Es wird ein hartes Stück Arbeit, da ich auf einige verletzte Spieler verzichten muss. Unsere neuen Akteure sind dabei, und wir wollen uns Selbstvertrauen für die kommende Saison holen", erklärt SSV-Coach Okan Güden, der ein gutes Resultat erzielen will.

(niepe)