Leichtathletik  Jule Gipmann will erneut eine Medaille gewinnen

Goch · Die Diskuswerferin von Viktoria Goch startet am Samstag bei der Deutschen U-23-Meisterschaft in Wattenscheid und hofft auf einen guten ersten Versuch.

 Jule Gipmann sicherte sich 2021 in Koblenz bei den U-23-Titelkämpfen in einem spannenden Wettkampf die Silbermedaille.

Jule Gipmann sicherte sich 2021 in Koblenz bei den U-23-Titelkämpfen in einem spannenden Wettkampf die Silbermedaille.

Foto: Wolfgang Birkenstock

  Jule Gipmann hat bislang alle Ziele erreicht, die sie sich für das Leichtathletik-Jahr 2022 gesteckt hat. Die Diskuswerferin von Viktoria Goch hat bereits früh in der Saison ihre Bestleistung auf 56,60 Meter gesteigert. Dann sicherte sie sich im Berliner Olympiastadion bei der Deutschen Meisterschaft mit dem achten Rang den anvisierten Platz im Finale. Jetzt will sich die 20-Jährige am morgigen Samstag bei der Deutschen U-23-Meisterschaft, die in Wattenscheid stattfindet, ihren letzten sportlichen Wunsch fürs Jahr erfüllen. Sie will bei den Titelkämpfen erneut eine Medaille gewinnen.

Vor einem Jahr sicherte sich Jule Gipmann in Koblenz bei der U-23-DM mit 52,55 Metern die Silbermedaille hinter der souveränen Meisterin Antonia Kinzel (57,88). Die Athletin der MTG Mannheim geht auch am morgigen Samstag als klare Favoritin in den Wettkampf im Wattenscheider Lohrheidestadion, der um 15.20 Uhr beginnt. „Der Titel ist vergeben, wenn alles normal läuft. Und dann ist von Platz zwei bis sechs alles für mich möglich“, sagt Jule Gipmann.

Denn das Feld liegt eng beisammen. Die Konkurrenz ist für die Athletin der Viktoria noch ein bisschen größer als vor einem Jahr in Koblenz. Da lag Jule Gipmann am Ende nur neun Zentimeter vor der Drittplatzierten Michelle Santer (Berlin), die auch diesmal zu den Medaillenkandidatinnen zählt, und 27 Zentimeter vor Charleen Zoschke (Frankfurt). „Es wird wieder ein sehr spannender Wettkampf werden“, sagt Alex Borgers, Trainer von Jule Gipmann.

Das Duo hat in den vergangenen Wochen konzentriert auf den Höhepunkt der Saison hingearbeitet und ist jetzt guter Dinge, dass Jule Gipmann ihr großes Ziel erreichen kann. „Das Training ist so gelaufen, wie wir es geplant hatten. Die Form stimmt“, sagt Borgers. Vor allem an der Kraft und Schnellkraft wurde bei den Übungseinheiten gearbeitet. „Ich fühle mich gut und freue mich auf den Wettkampf“, sagt Gipmann.

Sie geht davon aus, dass sie eine Weite „von 54 bis 55 Meter erreichen muss“, wenn sie sich eine Medaille sichern will. Sie hofft, dass sie den ein Kilogramm schweren Diskus gleich im ersten Versuch in diesen Bereich werfen kann. Denn Jule Gipmann weiß, dass am Samstag auch viel auf die eigene Nervenstärke ankommen wird. „Ein guter erster Versuch würde deshalb schon viel Druck rausnehmen“, sagt sie. Und die Chancen auf eine Medaille erheblich erhöhen.

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