1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve
  4. Sport Kleve und Goch

Dilek Özden wird Sportlicher Leiter bei der SGE Bedburg-Hau

Fußball : Dilek Özden wechselt zur SGE Bedburg-Hau

Der 28-Jährige, der bisher beim 1. FC Kleve für die dritte Mannschaft verantwortlich war, wird Sportlicher Leiter beim Landesligisten. Die Position wird zur Weiterentwicklung des Vereins neu geschaffen.

Mit 28 Jahren Sportlicher Leiter bei einem Fußball-Landesligisten zu sein, sei für ihn eine große Ehre, sagt Dilek Özden. Der junge Mann wechselt zur SGE Bedburg-Hau. Ab März wird er an der Schulstraße als Sportlicher Leiter aktiv. „Perspektivisch ist das der richtige Schritt. Und nach sechs Jahren beim 1. FC Kleve tut mir ein Tapetenwechsel auch einfach mal gut“, so Dilek Özden.

Die Stelle als Sportchef wird beim Fusionsklub neu geschaffen. Dilek Özden soll sich sowohl mit der ersten, als auch mit der zweiten Mannschaft beschäftigen, die in der Kreisliga B um Punkte spielt. In seiner neuen Funktion wird der 28-Jährige jedoch zuvorderst Trainer Sebastian Kaul und Teammanager Christian „Theo“ Klunder zuarbeiten.

„Wir wollen es gemeinsam sehr professionell angehen und das Aufgabenfeld erweitern“, sagt Dilek Özden, der nach Jahren in der Fußball-Szene ein großes Spieler-Netzwerk mitbringt. Zudem soll er bei den Grün-Schwarzen, die aktuell auf Tabellenplatz sieben stehen, fürs Scouting und die Gegner-Beobachtung verantwortlich sein. „Es geht natürlich auch darum, die eigenen Abläufe mal von außen zu beleuchten“, sagt Dilek Özden.

  • Bärbel Vick (links) mit zwei Ehrenamtlichen
    Spende für Obdachlose : Hilfe für die Klever Klosterpforte
  • In Bedburg-Hau kam es heute Morgen
    Opfer weiterhin in Lebensgefahr : 81-Jähriger wurde in seiner Wohnung niedergestochen
  • Siegfried Materborn (gelbe Hosen) belohnte sich
    Fußball-Kreispokal Kleve/Geldern : Siegfried Materborn sorgt für Überraschung

Seit 2016 war er für den 1. FC Kleve aktiv. Am Bresserberg betreute er die B-Jugend und führte sie sogar in die Niederrheinliga. Wenig später stand er mit Lukas Nakielski bei der zweiten Mannschaft, die in der Bezirksliga spielt, an der Seitenlinie. Für Umut Akpinar, Coach des Oberliga-Teams, übernahm er bisweilen die Spielanalyse.

Vor einigen Monaten aber trat er kürzer, die Geschicke in der Nachwuchs-Abteilung des 1. FC Kleve übergab er in andere Hände. Stattdessen gründete Dilek Özden mit Kollegen die dritte Mannschaft neu – und führte sie als Spielertrainer gleich im ersten Jahr zum Aufstieg in die Kreisliga B.

Ende Dezember hatte die RP bereits ausführlich über Dilek Özden berichtet, weil er mit Hilfe einer Magenverkleinerung 75 Kilogramm abgenommen hatte – und damit ein Vorbild für andere Menschen mit Übergewicht sein möchte.

Schon damals hatte er erklärt, durchaus auf spannende Angebote zu warten. Ein solches kam nun von der SGE Bedburg-Hau. „Es waren sehr schöne Jahre beim 1. FC Kleve. Ich bin als No-Name dahin gekommen. Der Verein hat mir die Möglichkeit gegeben, mir einen Namen zu machen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Der 1. FC Kleve hat aber auch von meinen Kompetenzen profitiert“, sagt Dilek Özden, der auch nicht länger die dritte Mannschaft betreuen wird.

Dieser Schritt sei ihm nicht leicht gefallen, der 1. FC Kleve bleibe nämlich weiter sein Herzensverein. „Ich gehe mit einem weinenden Auge und wir gehen im Guten auseinander“, sagt der 28-Jährige.

Dilek Özden ist in Bedburg-Hau aufgewachsen und wohnt noch immer in der Gemeinde. Außerdem begann er seine Laufbahn als Fußballspieler bei Eintracht Schneppenbaum. „Ich kann mit dem Verein etwas anfangen, ich kenne die Leute da“, sagt Dilek Özden, der nun unbedingt wieder in den Leistungsbereich wollte. Der Landesligist habe sich in drei Gesprächen intensiv um ihn bemüht, zudem eine sehr hohe Wertschätzung gezeigt, sagt er.

Bei der SGE Bedburg-Hau hatte Anfang der Woche bereits Trainer Sebastian Kaul seinen Vertrag verlängert, auch Co-Trainer Sebastian van Brakel und Teammanager Christian Klunder machen weiter. „Dilek soll strukturell bei uns arbeiten. Wir sind sehr froh, dass wir ihn gewinnen konnten. Ich kenne und schätze ihn bereits sehr lange und bin mir sicher, dass er neue Reize setzen kann“, sagt Sebastian Kaul.

Ähnlich blickt auch Björn Mende auf die Verpflichtung des 28-Jährigen. „Wir haben festgestellt, dass auf dem sportlichen Niveau, auf dem wir uns bewegen und bewegen möchten, gewisse Strukturen weiterentwickelt werden können und sollen. Diese zusätzliche Arbeit ist für die Ehrenamtlichen, die bereits für uns aktiv sind, schwierig zu stemmen“, sagt der Vorsitzender des Fusionsklubs.

Dilek Özden solle einen „übergeordneten Blick“ auf das sportliche Geschehen an der Schulstraße werfen. „Wir haben uns in den vergangenen Jahren immer Stück für Stück weiterentwickelt. Ohne von der ganz großen Nummer zu träumen, wollen wir nun gerne noch ein paar Dinge optimieren“, sagt Björn Mende.

Klar sei allerdings auch: An der erfolgreichen Funktionsweise der bestehenden Mannschaft wolle man nichts verändern.