Lokalsport : Die Luft wird dünner

A-Junioren-Niederrheinliga: Der Nachwuchs der Rot-Blauen verliert beim 1. FC Mönchengladbach nach einer 1:0-Führung mit 1:4. Sonntag gastiert die Elf beim FC Kray.

"Wir gehen auf dem Zahnfleisch", beurteilte FC-Coach Lukas Nakielski nach Abpfiff der Partie gegen den 1. FC Mönchengladbach die Situation im Lager der Klever A-Junioren. "Auch heute haben wir ab der 60. Minute gemerkt, dass wir mit unserem Kader die Belastungen der vergangenen Wochen nicht mehr auffangen können. 15 Mann, von denen einige noch bei der zweiten Mannschaft mitspielen, sind für acht Partien in vier Wochen einfach nicht genug."

Nichtsdestotrotz starteten die Gäste aus der Schwanenstadt gut in die Partie gegen den Tabellendritten und gingen nach sieben Minuten durch ein Kopfballtor von Sezai Kezer verdient in Führung. Die Gastgeber fanden zunächst nur schwer in die Begegnung, kamen jedoch parallel zu zahlreich vergebenen Klever Chancen immer besser ins Spiel. Mönchengladbachs Ferhat Tam war es schließlich der nach einer halben Stunde einen Freistoß aus zentraler Position unhaltbar im Winkel versenkte und so den 1:1-Ausgleich markierte. In der Folge dauerte es nur sechs Minuten bis Gero Wolters mit einem Kopfballtor die 2:1-Halbzeitführung für den Gastgeber besorgte.

"Wir sind gut reingekommen und haben taktisch alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten", lobte Nakielski die Leistung seiner Elf. "Leider sind wir dann in allen Spielphasen durch leichte Ballverluste sowie durch verlorene Duelle, vor allem bei Standards, geschlagen worden."

Nach Wiederanpfiff erhöhte Marcel Schulz nach einer schönen Flanke von links in der Mitte per Kopf zum 3:1 (50.), ehe Robin Wolf 15 Minuten vor Spielschluss an der Klever Strafraumkante ein Kopfballduell gewann und seine anschließende Direktabnahme sehenswert über den machtlosen Bjarne Janßen im Tor der Gäste hinweg, im Netz versenkte.

Kevin Kreuzberg, Trainer des letztendlich gerechten Siegers 1. FC Mönchengladbach, resümierte: "Wir wollten ein neues System testen, was insgesamt auch ganz gut geklappt hat. Nach dem frühen Rückstand haben wir uns wieder rein gekämpft und auch ein sehr gutes Spiel gemacht, welches man am Ende vielleicht mit ein paar Toren mehr hätte beenden können." Zudem äußerte sich der 26-Jährige, der erst zur Rückrunde Benedict Weeks als U19-Coach beerbt hatte, positiv zur Leistung der Klever, die kämpferisch stark und engagiert aufgetreten wären.

Dennoch stellt die 1:4-Auswärtsniederlage einen klaren Dämpfer im Kampf um das "rettende" Ufer dar. In nun noch vier übrigen Spielen muss das Team von Nakielski und Hikmet Eroglu mindestens sechs Punkte holen, um die kleine Chance auf die Relegation zu wahren.

Am Sonntag gastiert man bereits bei Mitkonkurrent Kray, gegen die man im Hinspiel eine äußerst unglückliche 0:1-Niederlage hinnehmen musste. Im Pokal hingegen schlug man die Essener furios mit 5:2. "Das wird mindestens genauso schwierig. Wir haben nun noch mehr Spieler mit muskulären Problemen und können nicht mit der besten Elf auflaufen. Ich erwarte ein enges Spiel, in dem wir taktisch mithalten können. Bei einem unglücklichen Rückstand wird es jedoch ganz, ganz schwer", so Nakielski.

1. FC Kleve: Janßen - Winkler, Emmers, Tchamousou, Kezer (76. Ofterdinger), Diedenhofen (54. Bongers), Ebbing (54. van Bebber), Miri, Albrecht, Boßmann, Harwardt.

(RP)