Die LTK-Herren verlieren gegen Gladbachs Zweite

Tennis : Schlosspark-Herren nutzen Chance nicht

Tennis, Herren-Niederrheinliga: Gladbacher HTC II – LTK Moyland 6:3. Die Grün-Weißen verlieren unglücklich gegen dezimierte Gladbacher. Lukas Kepsers Superstar-Kollege Nick Ferretti war auch vor Ort. Mit dem Regelhüter gab es jedoch mächtig Ärger.

Der Saisonauftakt der Schlosspark-Herren ist nicht gelungen, so viel steht fest. Zum Auftakt verlor die Mannschaft von Kapitän Lukas Kepser bereits mit 1:8 gegen den TV Osterath. Nun reichte es auch gegen die Zweitvertretung des Gladbacher HTC nicht zu einem Punkterfolg. Doch der ehemalige Superstar-Kandidat Kepser sagte unserer Redaktion bereits in der vergangenen Woche: „Die wichtigen Siege für den anvisierten Klassenerhalt müssen wir zum Saisonende holen.“ So also herrscht keine Tristesse am Moyländer Schlosspark nach der jüngsten 3:6-Niederlage.

Doch die Entstehung dieser ist in mehrerlei Hinsicht außergewöhnlich. Das Aufgebot des Landes-Tennis-Klubs ist stark dezimiert nach Mönchengladbach gereist. „Daher haben wir auch nicht mit einem Sieg gerechnet“, sagt Kepser. Der Grund: Der Meldeliste nach ist die Reserve Gladbachs eine der besten Mannschaften der Niederrheinliga. Doch was Kepser und Kollegen nicht ahnten: Auch der HTC musste auf viele Protagonisten verzichten. „Deswegen müssen wir sagen: Es wäre ein Sieg möglich gewesen“, sagt Kepser. An erster Stelle verlor Dane Chuntraruk erst im Match-Tie-Break. Er hatte einen starken Auftritt hingelegt, wie bereits in der Vorwoche aber im entscheidenden Moment Nerven gezeigt.

Ein ähnliches Schicksal ereilte auch Lars Bijsterbosch hinter Chuntraruk, der mit 6:7, 4:6 das Nachsehen hatte. Lukas Kepser verlor ähnlich knapp mit 4:6, 5:7. „Das war sehr bitter, immerhin führte ich im ersten Satz schon mit 4:1“, sagt er. Die einzigen Punkte für die Gäste fuhren Cedric Stahnke an vierter und überraschend Kai-Uwe Angenendt an letzter Stelle ein. Simon Siebert hatte ebenfalls das Nachsehen. So stand es nach den Einzelpartien 2:4 aus Moyländer Sicht. Mangels Erfolgsaussichten spielten die Moyländer die Doppelpartien nicht mehr aus und einigten sich mit Gladbach auf den Endstand von 3:6.

„Eigentlich hätten wir alle Spiele gewinnen können, aber das Glück war nicht auf unserer Seite“, sagt Mannschaftsführer Kepser. Dem 24-Jährigen nach aber war noch jemand nicht auf LTK-Seite: der Schiedsrichter. Da Kepser, der durch seine diesjährige Teilnahme am RTL-Talentwettbewerb „Deutschland sucht den Superstar“ Berühmtheit erlangte, am Samstagabend im Casa Cleve mit seinem Freund und DSDS-Vize Nick Ferretti einen Auftritt hatte, war der Neuseeländer bei der Partie vor Ort.

„Ich habe meinen Gegner gefragt, ob Nick während unseres Matches auf meiner Bank sitzen darf, damit er besser zuschauen kann“, sagt Kepser. Üblicherweise sitzt auch ein Mannschaftskollege während einer solchen Partie auf der Bank – um sportlichen Rat zu erteilen. „Der Schiedsrichter aber pochte auf die Regel, dass nicht zwei Leute auf der Bank sitzen dürfen. Und das, obwohl mein Gegner völlig einverstanden war“, sagt Kepser. Es habe ihm zu Folge den Anschein gemacht, als wollte der Regelhüter gegen den LTK wirken. Kommunikativ habe dieser jedenfalls eine unglückliche Figur gemacht. Schon der Start zwischen Schiedsrichter und Schlosspark-Herren soll schlecht gewesen sein.

Da das Tennis-Team mit Verspätung in Mönchengladbach arrivierte, soll der Unparteiische negativ eingestellt gewesen sein. „Obwohl die Verspätung für unsere Gegner überhaupt kein Problem war. Ich fand den Auftritt des Schiris unglaublich“, sagt Kepser.

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