Fußball : SGE-Reserve rutscht in den Keller

Kreisliga A: Im Spitzenspiel setzt sich der TSV Weeze durch. Siegfried Materborn steht mit dem Rücken zur Wand.

SGE Bedburg-Hau II – Uedemer SV 2:3 (0:0). Im Kampf um den Klassenerhalt musste die Reserve der SGE Bedburg-Hau eine bittere Heimniederlage gegen Uedem hinnehmen. Denn erst in der Schlussminute gelang Christopher Paessens der Siegtreffer für die Gäste, die nun auch rein rechnerisch die Klasse erhalten haben. Nach torloser erster Halbzeit erzielte Paessens auch die Führung für den USV. Doch die SGE zeigte wieder einmal Moral und drehte die Partie durch Alpha Bah und Sebastian Brons innerhalb von nur acht Minuten. Lukas Broekmann erzielte dann nach 65 Minuten den Ausgleich, ehe Uedem in der Schlussminute jubeln durfte. „Es waren heute nur Kleinigkeiten, die den Unterschied gemacht haben. Ein Remis wäre gerecht gewesen“, haderte SGE-Coach Raphael Erps mit dem Endergebnis. „Unter dem Strich ein glücklicher Sieg, der uns aber nun definitiv die Klasse erhalten hat“, freute sich sein gegenüber Martin Würzler.

SV Straelen II – TSV Weeze 1:3 (0:1). Im Spitzenspiel der A-Liga setzte sich Tabellenführer Weeze mit 3:1 beim Tabellenzweiten aus Straelen durch und kann nun wohl mit den Planungen für die kommende Saison in der Bezirksliga beginnen. Die Gäste kamen besser in die Partie und nach 11. Minuten erzielte Florian Feddema mit einem sehenswerten Schuss ins lange Ecke die Führung für den TSV. Den Gastgebern fehlte gestern einfach die Durchschlagskraft gegen gut sortiert stehende Weezer, die einfach engagierter zur Werke gingen.

In Minute 56 erhöhte Stefan Grothmanns nach Eckball auf 0:2 ehe Julian Kühn mit seinem 19. Saisontreffer für die laut umjubelte Vorentscheidung sorgte. Zwar erzielte Selman Sevinc noch den Anschluss, doch zu mehr reichte es für die Gastgeber nicht. „Der Sieg war auch in dieser Höhe für uns nicht unverdient. Meine Mannschaft war bissiger und hat nur wenig zugelassen.“, freute sich Weezes Trainer Marcel Zalewski. Sein Gegenüber, Trainer Friedel Baumann, musste eingestehen, dass die Gäste diese Partie verdient gewonnen hatten. „Man hat schon gemerkt, dass die Weezer mehr wollten und es geschafft haben, dass wir nicht in dieses Spiel kommen“, so der Straelener Coach

Siegfried Materborn – Blau-Weiss Herongen 1:5 (0:1). Für Siegfried Materborn gehen in der A-Liga langsam, aber sicher die Lichter aus. Die Gäste zeigten sich in allen belangen überlegen und führten nur mit 1:0 durch Tim Oploh (40.) zur Halbzeit. In Durchgang zwei agierte Herongen konsequenter und kam durch Tobias Reinders (51.,61.), erneut Oploh (74.) und Sebastian Tissen (82.) nun auch zu den verdienten Torerfolgen. Für Materborn reichte es nur zum Treffer durch Abdoul-Fawaz Bakari zum zwischenzeitlichen 1:3. „Wir haben heute nicht gut gespielt und Herongen war klar besser“, gab dann auch Materborns Trainer Ingo Pauls zu. „Nach der Halbzeit hat die Mannschaft die von mir geforderte Konsequenz dann auch endlich gezeigt“, analysierte Sebastian Tissen den Auswärtssieg.

Viktoria Winnekendonk – Blau-Weiss Auwel-Holt 1:1 (1:1). Für die Gastgeber war am Ende die Punkteteilung zu wenig, sie rutschten auf Rang 14 ab. Cedric Cain brachte nach vier Minuten Auwel-Holt in Führung, die Sascha Hoffmann in Minute 20 egalisierte. Hendrik Verheyen sah auf Winnekendonker Seite nach 40 Minuten die Rote Karte. Für den personellen Gleichstand sorgte dann auf Gästeseite Timo Ingenlath, der nach 52 Minuten Gelb-Roth sah. „Wir haben zu viele Chancen liegen gelassen und am Ende hat auch das Quäntchen Glück gefehlt“, ärgerte sich Rainer Luyven, Trainer der Gastgeber. Timo Ingenlath, der Trainer Lars Allofs vertrat, erklärte: „Wir hatten zwar etwas mehr vom Spiel aber unter dem Strich geht das Unentschieden in Ordnung.“

Union Wetten – SV Donsbrüggen 2:1 (0:0). In Halbzeit eins vergaben beide Teams hochkarätige Chancen. Fabian Basten brachte Donsbrüggen nach 72. Minuten dann in Führung. Dramatisch wurde es dann in den Schlussminuten. Donsbrüggens Torben Bucksteeg unterlief in Minute 87 ein Eigentor zum Ausgleich. Und in der Nachspielzeit sorgte David Hundertmarck für riesen Jubel auf Wettener Seite. „Das war ein überlebenswichtiger Sieg. Wir hatten endlich das Glück auf unserer Seite“, freute sich Marcel Lemmen über den Heimerfolg. „Wir haben selbst nach der Führung zu nervös agiert. Das müssen wir unbedingt abstellen“, analysierte Donsbrüggens Trainer Christan Roeskens.

SV Sevelen – Grün-Weiss Vernum 4:2 (2:1). Nicht unverdient ging Vernum in diesem Derby durch Johannes Terhorst nach 13. Minuten in Führung. Doch Philipp Langer per Strafstoß (32.) und Dustin Lingen (36.) drehten bis zur Pause die Partie. Erneut Langer baute nach 65 Minuten die Führung der Gastgeber auf 3:1 aus.

Doch die Gäste steckten nicht auf und Christoph Dickmanns erzielte in Minute 72. den Anschlusstreffer. Die Gäste warfen nach nochmals alles nach vorne doch Dennis Schmidt sorgte mit dem 4:1 drei Minuten vor Spielende für die Entscheidung. „Wir sind nicht gut gestartet, haben dann aber mehr und mehr das Spiel in den Griff bekommen und verdient gewonnen“, bewerte Sevelens Gunnar Gierschner die 90 Minuten. „Aufgrund unserer zweiten Halbzeit wäre Unentschieden verdient gewesen“, sah Sascha Heigl dies etwas anders.

Alemannia Pfalzdorf – Arminia Kapellen-Hamb 3:0 (0:0). Ein Lattentreffer der Gäste war der Höhepunkt der ersten Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel münzten die Gastgeber ihre Überlegenheit dann endlich auch in Tore durch Christian Ploenes (49.) und Domenil van Baal (64.,70.) um. „Das war am Ende ein verdienter Sieg“ beurteilte Thomas Erkens das Ergebnis und Frank Käter, Co-Trainer der Gäste sah es genauso. „Wir haben zu wenig getan und verdient verloren.

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