Lokalsport : Die Klever Kür geht weiter

Fußball-Landesliga, Gruppe 2: VfL Rhede - 1. FC Kleve (Sonntag, 17 Uhr). Nach dem Pokalkrimi wartet ein weiterer Liga-Gegner aus dem Niemandsland der Tabelle. Fraglich ist der verletzte Mike Terfloth.

Es ist die unerschöpfliche Gier nach schnellen Kombinationen, Toren und Siegen, die die Mannschaft des 1. FC zum Saisonabschluss noch in Atem hält. Längst als Meister aufgestiegen und auch die Prüfung im Pokalkrimi gegen Lokalrivale SV Hö.-Nie. bestanden, sind die letzten Landesliga-Spiele nur noch die Kür einer überragenden Saison. Von lockerem Auslaufen aber war in der vergangenen Woche gegen den Duisburger SV 1900 keine Spur: 6:1 brillierten die Schwanenstädter. So soll es nun im zweiten Auswärtsspiel in Folge gegen den VfL Rhede weitergehen. "Wir halten die Spannung weiter hoch und erwarten einen starken Gegner", meint FC-Trainer Umut Akpinar. Im Hinspiel aber waren die Schwarz-Weißen das nicht: Souverän siegten die Bresserberg-Kicker mit 2:0 nach den Toren von Levon Kürkciyan und Jan-Luca Geurtz. "Beim Heimspiel waren wir gut drauf, in der ersten Halbzeit aber deutlich besser als in der zweiten. Doch wir haben den Zug in der Mannschaft nicht verloren - daher wollen wir unsere Serie fortführen", meint der Aufstiegscoach. Eine weitere beeindruckende Anzahl von Siegen in Folge könnte ein Ziel der Rot-Blauen sein. Doch auch für einen Spieler könnte der Saisonendspurt noch eine große Ehre bereithalten. Levon Kürkciyan nämlich hat noch die Chance, Torschützenkönig der Landesliga zu werden. Aktuell hat er auf seinem Konto 21 Treffer und damit nur drei weniger als Oguzhan Cuhaci von Sterkrade-Nord. Den zweiten Rang in der Torjägerliste teilt er sich mit dem Rhede-Akteur Simon Lechtenberg, auf den die Klever am Sonntag also besonders aufpassen sollten. Die Tendenz aber spricht für Kürkciyan. So traf er in den vergangenen drei Spielen sieben Mal; Cuhaci nur zwei Mal. Lechtenberg weist gar eine ganz besondere Statistik auf: In der Rückrunde netzte er in nur einem Spiel ein; gegen Klosterhardt nämlich gleich vier Mal. Der 26-jährige scheint für die ganz besonderen Auftritte gemacht. Der Viererpack nämlich gelang ihm schon am ersten Spieltag, drei Mal schnürte er zudem einen Hattrick, der mitverantwortlich dafür war, dass sich Rhede als 11. im Mittelfeld der Tabelle befindet und mit dem Abstiegskampf wenig zu tun hatte.

Personell wird Akpinars Team ähnlich aufgestellt sein wie in den vergangenen Wochen. Einige seiner Spieler werden erneut die zweite Mannschaft unterstützen. Ein Fragezeichen aber steht hinter dem Einsatz von Mike Terfloth, der in Duisburg umknickte und dessen Knöchel nun angeschwollen ist.

Ansonsten ist die Situation beim zukünftigen Oberligisten weiterhin prächtig, weshalb Sportchef Georg Kreß dankbar ist: "Diese Mannschaft hat eine klasse Saison gespielt. Aber ohne die tolle Arbeit des Vorstandes um Christoph Thyssen und Lukas Verlage, des Verwaltungsrates und ohne die vielen Sponsoren und Ehrenamtlichen in unserem Verein wäre der Aufstieg unmöglich gewesen." Auch der Jugendabteilung, die unter anderem Spieler wie Fabio Forster, Niklas Klein-Wiele, Martin Tekaat, Lukas Ehrhardt und Simon Berressen hervorgebracht hat, gebühre große Anerkennung. "Man muss zudem hervorheben, dass wir auch wenige Verletzte über die Spielzeit hinweg hatten. Das liegt vor allem an unserem Physiotherapeuten Uli van Baal. Für mich persönlich spielt auch Hans Noy eine wichtige Rolle, der an der sportlichen Ausrichtung des Vereins großen Anteil hat", sagt Georg Kreß.

(RP)