Fußball-Höhepunkte im Kreis Kleve Diese Spiele sollten Sie im Blick haben

Zwei Neulinge mit schwarzen Serien, ein Nachbarschaftsduell im Zeichen des Abstiegskampfes und ein Top-Spiel: Auf den Fußball-Pätzen im Kreis Kleve gehen am Wochenende wieder einige interessante Partien über die Bühne.

Auswärts konnte Alemannia Pfalzdorf bislang in schöner Regelmäßigkeit jubeln, auf eigenem Platz noch nicht einmal.

Auswärts konnte Alemannia Pfalzdorf bislang in schöner Regelmäßigkeit jubeln, auf eigenem Platz noch nicht einmal.

Foto: Norbert Prümen

Alemannia Pfalzdorf - Kevelaerer SV (Sonntag, 15.30 Uhr) Das Duell der Neulinge in der Gruppe vier der Fußball-Bezirksliga ist, wie es nicht anders zu erwarten war, ein Schlüsselspiel im Abstiegskampf. Beide Teams schleppen schwarze Serien als schwere Hypothek mit sich herum. Die Alemannia hat in sechs Heimpartien noch keinen Punkt geholt, nur zwei Treffer erzielt und bereits 15 Tore kassiert. Trotzdem steht der Aufsteiger auf dem rettenden zwölften Platz, weil er mit elf Punkten in sechs Begegnungen die viertbeste Auswärtsmannschaft in der Klasse ist. Der Kevelaerer SV ist mittlerweile seit acht Partien ohne Sieg und schwächelte zuletzt erheblich bei der Defensivarbeit. Sicher ist: Eine schwarze Serie wird am Sonntag auf jeden Fall enden. Und sicher ist auch, dass nur ein Sieg den beiden Mannschaften im Abstiegskampf weiterhilft.

TSV Weeze - DJK Twisteden (Sonntag, 14.30 Uhr) So langsam wird es richtig eng im Kampf um den Klassenerhalt in der Gruppe vier der Bezirksliga für den TSV Weeze. Und die Mannschaft kann nicht immer darauf setzen, dass ihr, wie in der vergangenen Saison, eine Aufholjagd mit Last-Minute-Rettung gilt. Eine Bilanz mit nur sieben Punkten aus zwölf Partien ist auch wahrlich nicht dazu angebracht, solche Husarenstücke als eine Selbstverständlichkeit anzusehen. Fakt ist: Der TSV muss punkten. Und das gegen einen Gegner, der wie selbstverständlich aktuell das Beste aus seinen Möglichkeiten macht. Die DJK Twisteden kann auf ein funktionierendes Team setzen, in dem es kameradschaftlich stimmt. Der Lohn ist ein Platz im gesicherten Mittelfeld.

SV Haldern - SV Vrasselt (Sonntag, 15.30 Uhr) Durch die 0:2-Niederlage beim SuS Dinslaken 09 ist der SV Haldern in der Gruppe sechs der Bezirksliga auf einen Abstiegsrang abgerutscht. Doch trotz der prekären Lage bewies der Klub Haltung und trennte sich von Angreifer Ferhat Güngör. In sportlicher Hinsicht ist das zweifelsohne ein großer Verlust. Immerhin hatte Güngör bislang schon fünf Treffer erzielt. Doch nach zwei Roten Karten gab es keinen anderen Weg als die Trennung mehr. Aber auch ohne den Angreifer geht das Team von Trainer Christian Böing als Favorit ins Duell der Nachbarn gegen den SV Vrasselt. Der Gast ist eigentlich schon hoffnungslos abgeschlagen das Schlusslicht der Liga. Erst vier Zähler hat der SVV in zwölf Partien geholt, stattliche elf Punkte ist er von einem Nicht-Abstiegsplatz entfernt. Da fällt es schwer, optimistisch zu sein, dass die Rettung gelingen könnte.

Uedemer SV – SV Nütterden (Sonntag, 14.45 Uhr) Der Uedemer SV ist auf dem Weg zurück in die Bezirksliga. Der Gastgeber ist seit Sonntag alleiniger Tabellenführer in der Kreisliga A Kleve/Geldern und hat bereits sieben Zähler Vorsprung auf den Nicht-Aufstiegsplatz drei. Einzig der SV Sevelen scheint mit der Mannschaft von Trainer Martin Würzler mithalten zu können. Das Selbstbewusstsein beim USV ist groß, die letzten sechs Spiele wurde alle gewonnen. Dem SV Nütterden fehlt dagegen derzeit ein wenig die Konstanz. Dennoch darf das Team auf keinen Fall unterschätzt werden. Zumal Trainer Joachim Böhmer den Uedemer SV zuletzt beobachtet hat und bestimmt registriert haben wird, wo der Ligaprimus eventuell verwundbar sein könnte.

SV Herongen – Sportfreunde Broek­huysen II (Sonntag, 14.30 Uhr) Beide Teams belegen derzeit einen Abstiegsplatz wobei der Gastgeber aktuell 13 Punkte, die Sportfreunde dagegen erst acht Zähler auf dem Konto haben. Für den Gastgeber ist ein Erfolg Pflicht, wenn er das rettende Ufer, das schon fünf Punkte enfernt ist, im Auge behalten will. Und für die Sportfreunde Broekhuysen II zählt erst recht nur ein Erfolg, wenn die Mannschaft nicht schon nach der Hälfte der Saison die Gewissheit haben will, dass sie konkret in die Planungen für die Kreisliga B einsteigen kann.

Viktoria Goch II - TSV Wachtendonk-Wankum II (Sonntag, 14.30 Uhr) Die Top-Partie in der Gruppe zwei der Kreisliga B Kleve/Geldern geht in Goch über die Bühne. Der Tabellenvierte Viktoria II erwartet den ungeschlagenen Spitzenreiter TSV Wachtendonk-Wankum II. Das Team von Trainer Ernes Tiganj hat 21 Punkte auf dem Konto und damit sieben Zähler weniger als die Gäste. Die Kontrahenten verpassten jeweils in der Vorsaison knapp den Aufstieg in die A-Liga und wollen das Versäumte in dieser Spielzeit unbedingt nachholen. Die Viktoria war dafür sogar extra in die Gruppe zwei gewechselt, weil sie sich hier bessere Chancen auf den Sprung ins Kreisliga-Oberhaus ausrechnete. Jetzt ist der Gastgeber zum Siegen verdammt. Bei einer Niederlage würde der Rückstand auf zehn Punkte wachsen. Und der wäre bei der Konstanz, mit der das zweite Team des TSV Wa.-Wa. aktuell seine Aufgaben löst, kaum aufzuholen.