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Die 21. Auflage des Radrennens ums Tönnissen-Center steht bevor

Radsport : Radprofi Marcel Sieberg gastiert in Kleve

Am Sonntag ist es so weit: Das 21. Klever Radrennen rund um das Tönnissen Center lockt namhafte Sportler in die Schwanenstadt. Doch auch die Breitensportler sollen geworben werden. Zudem gibt es ein großes Rahmenprogramm.

Ein Blick auf die Wettervorhersage für den kommenden Sonntag dürfte für Rudi Tönnissen und Kollegen – Stand jetzt – ernüchternd ausfallen. Der Grund: Aktuell melden führende Meteorologen eine nicht unerhebliche Niederschlags-Wahrscheinlichkeit. Bei einem Radrennen wäre Regen ein Problem, auf nasser Straße müssten Radsportler eher die Bremse betätigen. Für Tönnissens Radrenngemeinschaft Kleverland ist der bevorstehende Sonntag ein wichtiger Tag. Dann nämlich, bei der 21. Auflage des Radrennens rund um das Tönnissen-Center, gastieren erneut eine Vielzahl namhafter Sportler in der Schwanenstadt. „Hier geht es um Ehrgeiz, Disziplin und professionelles Rennradfahren. Da geht Radsportlern das Herz auf, aber auch Nicht-Radfahrer sind immer absolut begeistert von dieser sportlichen Leistung“, sagt Hans-Peter Roeloffs, erster Vorsitzender der Radrenngemeinschaft Kleverland. Ihm zu Folge gehe es am Wochenende um Bestzeiten und um den Preis für den beliebtesten Fahrer des Rennens. Auf beide Preise dürfte Marcel Sieberg Anspruch erheben.

Der 37-Jährige war schon im vergangenen Jahr bei Rudi Tönnissen zu Gast, nun ist er erneut angemeldet. Der aus Catrop-Ruaxel stammende Athlet gehört insbesondere in der Anfahrt und im Sprint zur Weltelite. Jahrelang fuhr er für das berüchtigte Tour-de-France-Team Columbia. Sieberg wechselte zusammen mit André Greipel zur Saison 2011 zum belgischen Radsportteam Omega Pharma-Lotto und übernahm dort eine zentrale Rolle bei der Sprintvorbereitung des mehrfachen Tour de France-Etappensiegers. Schon im vergangenen Jahr war er unter den Radsportbegeisterten Kleves beliebter Ansprechpartner für Fotos und Autogramme. „Wir freuen uns riesig, dass das Klever Radrennen auch bei den Profis nach wie vor hoch im Kurs steht“, erklärt Rudi Tönnissen. Ab 15.50 Uhr gehen die besten Radler auf die 70 Kilometer lange Strecke.

Die breite Masse der Rennradfahrer geht ab 11 Uhr an den Start. Die mit Abstand kürzeste Strecke misst gerade einmal 200 Meter und richtet sich an die jüngsten Nachwuchssportler. Dort fällt der Startschuss um 14.30 Uhr. Für diesen zeichnet im Zuge der diesjährigen Auflage Rolf Laubisch, Eigentümer des Opel-Autohauses Wemmer&Janssen verantwortlich. Um 15 Uhr gehen auch die E-Bike Fahrer über zehn Kilometer auf die Strecke. Ein Angebot, das im vergangenen Jahr erstmals bei der RRG auf dem Programm stand.

Zudem gastiert der Radsport-Verband Nordrhein-Westfalen nun mit dem sogenannten „Erster-Schritt-Cup“ in der Schwanenstadt. Mitmachen dürfen alle Jungen und Mädchen der Jahrgänge 2007 bis 2010 sowie 2011 bis 2014 auf einer vier oder sechs Kilometer langen Strecke. Das Erste-Schritt-Rennen der jüngeren Radfahrer beginnt um 14.45 Uhr und wird auf einer Strecke von zwei Kilometern ausgetragen. Alle Räder, vom Rennrad oder Mountainbike bis zum Schulfahrrad, sind zugelassen. „Sie müssen lediglich verkehrssicher sein und das Tragen eines Fahrradhelmes ist Pflicht“, sagt Corny Aben von der Radrenngemeinschaft Kleverland. Kleve ist nach Dinslaken, Hamminkeln und Bocholt die vierte und letzte Station der Tour. Besonders stolz sei Veranstalter Rudi Tönnissen auch auf das umfassende Rahmenprogramm im Zuge des Radrennens. So wird erneut ein Trödelmarkt organisiert, für Kinder gibt es ein Kinderschminken. „Wir sind uns sicher, sowohl für Sportler, als auch für Fans wieder ein spannendes Angebot geschaffen zu haben“, sagt Tönnissen. Noch sind Anmeldungen fürs Radrennen möglich: Lizenzfahrer können sich im Internet unter www.rad-net.de melden, Hobbyfahrer per E-Mail an anmeldung@rrg-kleverland.de oder am Sonntag vor Ort am Tönnissen-Center.