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DFB streicht Auswahl-Trainern im Fußball-Kreis Kleve-Geldern das Honorar

Fußball : DFB streicht den Auswahltrainern das Honorar

Der größte und reichste Einzel-Sportverband hat die Zahlungen an die Übungsleiter, die sich um das Stützpunkt-Training für den Nachwuchs kümmern, zum 1. Mai eingestellt. Trainiert wird im Moment zwar nicht. Deshalb haben sich die Übungsleiter zuletzt um die Pflege der Datenbanken von Spielern gekümmert.

Für die Trainer der Jugend-Auswahl des Fußball-Kreises Kleve-Geldern kam diese Nachricht unerwartet: Ab dem 1. Mai erhalten sie aufgrund der Corona-Krise keine Honorare mehr vom Deutschen Fußball-Bund (DFB), dem größten und reichsten Einzel-Sportverband der Welt. „Das war für uns sehr überraschend“, sagt Übungsleiter Danny Thönes.

Zum Hintergrund: Montagabends trainieren die besten Nachwuchskicker des Fußball-Kreises Kleve-Geldern auf der Sportanlage des GSV Geldern unter der Leitung von Danny Thönes, Ferhat Ökce und Dominik Huißmann. Seit Anfang März ruht der Trainingsbetrieb nun bereits. „Wir haben zuletzt eigentlich immer positive Signale vom DFB bekommen, dass alles wie gewohnt weitergeht, bis der Spielbetrieb wieder normal anläuft“, sagt Thönes. So habe man sich während der Corona-Pause etwa verstärkt um die Pflege von Datenbanken über Spieler gekümmert.

Eine Vollzeit-Beschäftigung sei das Engagement als Auswahltrainer nicht, erklärt Thönes. „Wie viel Zeit dieser Job kostet, hängt davon ab, wie ernst man ihn nimmt. Wir nehmen ihn bei uns im Kreis sehr ernst“, sagt der 38-Jährige, der viele Jahre lang für die Jugend-Teams des SV Straelen an der Seitenlinie stand.

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Zu den Trainingseinheiten am Montagabend würde eine intensive Vor- und Nachbereitung zählen, des Weiteren beschäftige man sich am Wochenende viel mit der Sichtung junger Kicker. Zudem bemühe man sich um einen engen Austausch mit Spielern und deren Klubs. Freigestellt worden sei das Trainer-Trio zwar nicht, allerdings empfange man vorerst keine Entschädigung mehr. „Wie es weitergeht, ist aktuell gar nicht abzuschätzen“, sagt Danny Thönes.