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Der SV Hö.-Nie. ist in die Saison gestartet

Fußball : Kucze: „Wollen eklig zu bespielen sein“

Hö.-Nie. ist am Donnerstag in die Sommervorbereitung gestartet. Neun Neuzugänge gehören zum 20 Mann starken Kader für die kommende Landesligasaison. Erstes Testspiel: Samstag (16 Uhr) beim PSV Wesel-Lackhausen.

18 Spieler begrüßte Trainer Thomas von Kuczkowski am Donnerstagabend zum Trainingsauftakt der Spielvereinigung Hönnepel-Niedermörmter. Ein ansehnlicher Einstand des neuen Bullen-Kaders, der aktuell 20 Akteure zählt.

Passen mussten zum Vorbereitungsstart am Donnerstag lediglich Edin Husic, der noch in seiner Heimat Bosnien weilt, und Simon Roemgens, der berufsbedingt erst ab dem 1. September voll bei den Schwarz-Gelben einsteigen kann.

„Die Beteiligung ist überragend“, sagt Georg Kreß, sportlicher Leiter der Schwarz-Gelben, als er am Donnerstag das Training beobachtet. Coach Thomas von Kuczkowski leitet da gerade ein Trainingsspiel auf Kleinfeld – letzte Gelegenheit für die Spieler, beim Vorbereitungsauftakt eine Empfehlung abzugeben.0:0 steht es beim Seitenwechsel. „Typisch“, sagt Kreß, „selbst beim Training schießt Hö.-Nie. kein Tor.“ Der sportliche Leiter macht einen optimistischen Eindruck. Gut sei die Mischung aus frischem Blut und Spielern aus dem alten Kader, sagt er. „Aus den 20 Einzelspielern wird Thomas in den nächsten Wochen eine Einheit machen.“

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Wenig später ist das erste Training beendet. Gutgelaunt schreitet David Gehle vom Platz, einer der Neuzugänge der Schwarz-Gelben. „Intensiv“ sei die erste Einheit gewesen, sagt der 28-jährige Stürmer, „es hat Spaß gemacht. Die Truppe ist super, alle sind motiviert.“

Auch Ahmed Miri ist optimistisch. Das 19-jährige Jungtalent kommt vom 1. FC Kleve und ist im zentralen Mittelfeld zuhause. „Ich sehe sehr viel Potenzial in der Mannschaft“, so Miris erster Eindruck nach 90 Minuten Training an der Düffelsmühle. Motiviert sei das Team – wie auch er selbst: „Ich möchte alles geben und mit meiner Leistung zum Klassenerhalt beitragen.“ Wenig Schwierigkeiten bei der Eingewöhnung hatte am Donnerstag auch Neuzugang Luca Thuyl – nicht zuletzt, weil er bereits zum Stammpersonal von Hö.-Nie. gehörte: In der Oberligasaison 16/17 absolvierte er 31 Spiele im Trikot der Schwarz-Gelben. Danach ging Thuyl in die USA, wo er Collegefußball spielte. „Das Niveau dort ist ungefähr vergleichbar mit der Oberliga“, sagt der 22-Jährige.

„Nun wieder in Hö.-Nie. zu sein, fühlt sich sehr gut an“, sagt Thuyl. Zwar hatte er auch andere Angebote. „Aber ich fühle mich hier zuhause. Ich habe Freunde hier, und ich halte sehr viel vom Trainerteam.“ Man merke, dass die Verantwortlichen sich Gedanken gemacht haben, sagt Thuyl – „und ich hoffe, dass wir hier gemeinsam wieder was auf die Beine stellen können.“

Trainer Thomas von Kuczkowski bemerkte die Euphorie seiner Schützlinge beim Trainingsauftakt, machte aber auch auf die Herausforderungen der Vorbereitung aufmerksam: „Beim ersten Training ist jeder euphorisch. Aber der Charakter zeigt sich in ein paar Wochen, wenn die Beine schwer sind oder man im Testspiel auf der Bank sitzt.“

Die nötige Zähigkeit dafür habe Hö.-Nie. in der vergangenen Saison bewiesen, so der Coach: „Da sind wir auf der Felge gefahren und haben trotzdem am Ende den Klassenerhalt geschafft.“ Die Erfahrungen, das Glücksgefühl daraus wolle man mit in die neue Saison mitnehmen – wenn’s nach dem Trainer geht, „gerne auch mal in eine langweilige Saison, in der wir früh nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben.“ Die Gegner sollen es jedenfalls nicht einfach haben: „Wir wollen eklig zu bespielen sein“, kündigt der Trainer der Schwarz-Gelben an.

Pünktlich zum Vorbereitungsauftakt bekam die Mannschaft am Donnerstag einheitliche Trainingskleidung. In den kommenden Wochen und Monaten ist das Ziel, aus der optischen Einheit auch eine sportliche zu machen. Den ersten sportlichen Testkick absolvieren die Schwarz-Gelben am Samstag (16 Uhr) beim Ligakonkurrenten Postsport und Spielverein Wesel-Lackhausen.