Lokalsport: Der Rot-Blaue Erfolgsexpress rollt weiter

Lokalsport : Der Rot-Blaue Erfolgsexpress rollt weiter

Fußball-Landesliga, Gruppe 2: VfL Rhede - 1. FC Kleve 0:6 (0:4). Nach dem Erfolg beim VfL ist der 1. FC Kleve seit zehn Spielen ungeschlagen. Der Tabellen-13. war schon nach einer Viertelstunde abgemeldet.

Der Fußball kann so schön, so einfach sein. Das würden die Protagonisten des 1. FC aktuell wohl kollektiv unterschreiben. Während andere Teams nämlich nervenaufreibend um den Aufstieg oder gegen den Abstieg kämpfen, sind die Rot-Blauen längst Meister und kombinieren den Gegner von Sieg zu Sieg schwindelig. So auch beim 6:0-Erfolg in Rhede.

Mit zwei Änderungen schickte FC-Trainer Umut Akpinar seine Elf auf den Rasen: Lukas Ehrhardt nahm die Position von Simon Berressen ein, für den angeschlagenen Mike Terfloth durfte Niklas Klein-Wiele ran. Von Beginn an waren die Schwanenstädter präsent und pressten den Gastgeber tief in die eigene Hälfte. Schon nach zwei Spielminuten wusste Pascal Hühner den gegnerischen Schlussmann zu überwinden. Ein langer Ball fand den Fuß von Ehrhardt, der direkt auf Hühner querlegte. Aus zwanzig Metern vollendete der Angreifer in den Winkel. Doch auch danach fanden die Schwarz-Weißen nicht in die Partie. Es waren 14 Minuten gespielt, als Tim Haal einen Traumpass in die Schnittstelle auf Levon Kürkciyan spielte, der den Torwart umkurvte, allerdings einen Haken zu viel schlug und daher den Ball nicht in die Maschen versenkte.

Zielstrebiger zeigte sich kurz danach erneut Hühner, der eine Hereingabe von Kürkciyan mit der Brust annahm und den Ball flach ins lange Eck einschob. In der Folgeminute mussten überforderte Münsterländer zusehen, wie der Toptorschütze der Bresserberg-Elf nach einem Pass von Haal unbedrängt auf den Keeper zulief. Kürkciyan traf im Zuge dessen zum 22. Mal in dieser Spielzeit. Dass allerdings auch der VfL einen echten Knipser in seinen Reihen hat, erfuhr Ahmet Taner, der in der 27. Minute zwei Mal herausragend gegen Simon Lechtenberg parierte. Ein Weitschuss von Fabio Forster (35.) und eine Schusschance von Rhede (37.) blieben ohne Torerfolg. Das vierte Tor schoss Akpinars Team noch vor dem Seitenwechsel. Nach einem Angriff über die rechte Seite legte Kürkciyan den Ball auf Fabio Forster zurück. Der Spielführer markierte aus der zweiten Reihe die verdiente Spielentscheidung. Doch auch nach der Pause blieb Kleve am Drücker. Mit Wiederanpfiff leitete Sebastian van Brakel mit einem langen Ball auf Ehrhardt einen blitzschnellen Angriff ein. Der Linksverteidiger flankte maßgenau auf Jannis Altgen, der den Ball nur noch über die Linie spitzeln musste. Euphorisiert markierte das Klever Eigengewächs Ehrhardt nach einem starken Spiel in der 49. Minute sogar noch selber einen Treffer. Damit war der Kantersieg perfekt. Zwar blieb der 1. FC in der Folge noch immer die dominante Elf, nennenswerte Großchancen aber spielten auch sie nicht mehr heraus. Einziger Wermutstropfen war die verletzungsbedingte Auswechselung von Jannis Altgen, für den Terfloth ins Spiel kam.

"Das war ein richtig starkes Spiel von uns. Von der ersten bis zur letzten Minute haben wir unseren Plan durchgezogen. Ich bin heute sehr stolz auf meine Mannschaft", sagt Akpinar. "Es ist dieser unnachgiebige Charakter, der das Team in dieser Saison ausmacht", fügt der Aufstiegs-Übungsleiter an. Mit dem vierten Sieg in Folge beträgt der Vorsprung auf Duisburg mittlerweile 15 Punkte, die im spannenden Rennen um den Aufstieg noch immer Niederwenigern und Scherpenberg im Nacken haben. Für Kleve ist die Spannung dagegen raus.

(RP)
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