Fußball : Der Höhenflug des KSV

Der Kevelaerer SV wird in der nächsten Saison in der Bezirksliga spielen. Nachdem der Verein im vergangenen Jahr von der B- in die A-Liga aufstieg, folgte jetzt der nächste Schritt in eine bessere Zukunft.

Nach sechs Jahren kehrt der Kevelaerer SV in die Bezirksliga zurück. In der Saison 2011/12 musste die Mannschaft den Gang in die Kreisliga antreten. Nun gelang der Mannschaft um Trainer Ferhat Ökce sogar der zweite Aufstieg in Folge, nachdem das Team am Ende der Spielzeit 2016/17 als Meister in die Kreisliga A aufgestiegen war.

Und die Serie der Marienstädter in dieser Spielzeit ist beeindruckend. Als Liganeuling musste sich die Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf nur Sturm Wissel und Auwel-Holt geschlagen geben. Hinzu kommen vier Partien, in denen man sich mit einem Remis vom Gegner trennte.

Riesengroß war der Jubel nach dem erlösenden 3:1-Auswärtserfolg im Derby bei Union Wetten, der dem KSV den Aufstieg bescherte. Die T-Shirts mit dem Logo "Nie mehr achte Liga" und ein Transparent mit der Aufschrift "Aufsteiger" wurden ausgepackt, zudem gab es das eine oder andere Kaltgetränk. "Toll war auch, dass zahlreiche Fans den Weg nach Wetten gefunden und uns, wie eigentlich während der gesamten Spielzeit, toll unterstützt haben", freute sich KSV-Kapitän Dennis Hermens, der schon von Kindesbeinen an das Trikot der Blau-Gelben trägt.

"Das mit dem zweiten Aufstieg in Folge können wir eigentlich noch gar nicht richtig fassen und realisieren. Es ist aber schon toll, dass die Unterstützung des Gesamtvereins nun zu so einem Ergebnis geführt hat."

Seitdem Trainer Ferhat Ökce mit Beginn der Saison 2015/16 wieder die sportliche Verantwortung beim Kevelaerer SV trägt, ist es mit der Mannschaft kontinuierlich bergauf gegangen. "Der Verein hat sich seinerzeit für einen Umbruch entschieden. Und diesen durfte ich als verantwortlicher Trainer mit einleiten. Es ging zunächst darum, die Mannschaft zu verjüngen, dem eigenen Nachwuchs zu zeigen, dass es in Kevelaer auch eine Perspektive gibt, und die Mannschaft zu etablieren", blickt der Coach auf sein erstes Jahr bei den Marienstädtern zurück.

Team und Mannschaft zogen mit. Auch die taktischen Neuerungen, die Ökce einführte, wurden akzeptiert. Am Ende stand die Mannschaft auf Platz vier. "Im Jahr darauf haben wir uns punktuell nochmals verstärken können, und die Mannschaft ist weiter zusammengewachsen. Nicht nur auf, sondern auch neben dem Fußballplatz", freut sich der Coach über die Entwicklung.

In der Spielzeit 2016/17 dann feierte der KSV die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Kreisliga A. "Nach der Vorbereitung habe ich schon gesehen, dass das Team über ein sehr gutes Potential verfügt." Und dies rief der Aufsteiger auch von Beginn an auf dem Feld ab. "Uns kam zugute, dass wir als Aufsteiger noch unbekannt waren und in den ersten Partien die Gegner noch versucht haben, spielerisch gegenzuhalten. Doch dann standen wir plötzlich oben in der Tabelle, der Respekt uns gegenüber wuchs und auch die taktische Grundeinstellung der Gegner, die nun viel defensiver auftraten. Aber auch das hat die Mannschaft hervorragend gelöst", freut sich der Coach über die Kontinuität seines Teams.

"Auch die Verpflichtung von Sandro Scuderi als Sportlichen Leiter hat uns allen nochmals einen Schub gegeben. Er hat mir sehr viel Organisatorisches abgenommen und mir dazu mehr Freiräume für die Trainingsarbeit ermöglicht", blickt Ökce auf den gelungenen Coup des Vereins zurück.

"Hier beim KSV ist wirklich etwas Tolles entstanden, und wir denken, dass wir auf unserem Weg auch noch nicht zu Ende sind. Die neue Liga bietet neue Herausforderungen, denen wir uns natürlich stellen werden. Ich denke aber, dass wir dort nicht antreten werden, um gegen den Abstieg zu spielen", gibt sich Kevelaers Trainer zuversichtlich - aufgrund der erfreulichen Entwicklung des Vereins wohl auch zurecht.

(RP)
Mehr von RP ONLINE