Fußball : Der FC und das Saisonfinale in Harmonie

Fußball-Oberliga: 1. FC Kleve - SpVg Schonnebeck (Samstag, 17 Uhr). Zu ungewohnter Zeit werden viele Klever Akteure verabschiedet. Gute Erinnerungen haben die Rot-Blauen an das Hinspiel.

Ab Samstagabend gegen 18:45 Uhr ist Schluss. Dann ist die erste Oberliga-Spielzeit des 1. FC Kleve seit 2008 passé. Die Rückkehr in die fünfthöchste Spielklasse war von Erfolg gekrönt: Mit 45 Punkten ist nicht nur der anvisierte Klassenverbleib perfekt, die Rot-Blauen haben sich auch im Tabellenmittelfeld etabliert. „Wir blicken auf eine tolle Saison zurück. Natürlich war es auch körperlich und geistig schlauchend, daher freuen wir uns auf Erholung und die neue Saison“, sagt FC-Trainer Umut Akpinar.

Es wartet nun die Spielvereinigung aus Essen-Schonnebeck. Und das an einem ungewöhnlichen Datum. Kickt der FC sonst sonntags ab 15 Uhr, ertönt der Anpfiff am Bresserberg nun schon am Samstag um 17 Uhr. Der Grund: Die Rot-Blauen wollen ihre Abgänge würdig verabschieden. Allen voran auch die Stürmer Jannis Altgen und Jan-Luca Geurtz. Sie sollen letztmalig vom Klever Publikum beklatscht werden. Am Sonntag wäre das nicht möglich gewesen, da sie dann bei der Zweitvertretung im dramatischen Saisonfinale gegen Rindern aushelfen. Im Gegenzug könnte Nachwuchsakteur Ahmed Miri, der im Sommer zum SV Hö.-Nie. wechselt, unter Akpinar aushelfen.

Auch zum Schlussspurt begleitet den Übungsleiter das Verletzungspech. Linksverteidiger Fatih Duran fiel zuletzt wegen Fieber aus, Niklas Klein-Wiele ist beruflich verhindert, hinter dem Einsatz von Innenverteidiger Sebastian van Brakel stehen weiterhin Fragezeichen. Nun hat das Aufgebot des Fusionsklubs die Chance, für eine ausgeglichene Bilanz zu sorgen. Aktuell nämlich stehen 13 Siege, 14 Niederlagen und sechs Unentschieden zu Buche.

Ein Erfolg zum Abschluss wäre für die Moral wohltuend. „Ich erwarte von den Jungs eine starke Leistung und dass wir unseren Plan genauso durchsetzen wie zuletzt“, sagt Akpinar. Tatsächlich war die Form des Aufsteigers zuletzt gut. Gegen Meerbusch und Velbert setzte es dreifache Punkterfolge, gegen Monheim belohnten sich die Schwanenstädter trotz guter Leistung nicht. 1:3 war der Endstand. „In Monheim haben wir uns mit eigenen Fehlern selbst bestraft“, sagt Akpinar. Er warnt vor einem zu laksen Abschluss: „Schonnebeck kommt nicht umsonst, es geht noch immer um Punkte.“

Dennoch gilt es festzuhalten, dass auch Essen-Schonnebeck sich des Klassenerhalt schon sicher sein kann. Der Ruhrpottklub hat wie der FC 45 Punkte, allerdings eine deutlich schlechtereTordifferenz. Es schien lange, als würde die Elf von Trainer Dirk Tönnies eine solide Saison ohne die Klasse für ganz oben, aber eben auch frei von Existenz-Sorgen in der unteren Tabellenregion spielen würde. Ein zwischenzeitlicher Leistungseinbruch mit fünf Niederlagen in Serie aber sorgte für Anspannung in Essen. Mit zwei Siegen gegen Germania Ratingen (3:0) und den FSV Duisburg (4:0) entledigten sich die Grün-Weißen dieser.

Besonders gute Erinnerungen hat Akpinar an das Hinspiel, als sein Team mit 2:1 gewann. „Das war eine sehr intensive Partie. So erwarte ich sie jetzt auch. Wir haben damals wohl eine der besten Saisonleistungen gezeigt“, sagt er. Eine solche wolle seine Mannschaft nun wiederholen.  „Wir haben unglaublich treue Fans, die uns auch auswärts immer sensationell unterstützen. Das ist immer wieder sensationell. Daher wollen wir nun nochmal etwas zurückgeben“, sagt Akpinar.