Fußball : Der dreifache Sowislo

NRW-Liga: Der 1. FC Kleve präsentierte sich gegen die Hammer Spielvereinigung in Spiellaune. Hochverdienter 4:0-Heimsieg. Koep setzte den Schlusspunkt.

"Ja, ist denn schon Weihnachten", werden sich manche der gut 450 Zuschauer gefragt haben, die gestern in der Volksbank-Arena eine frühzeitige Bescherung der besonderen Art erlebten. Ein blendend aufgelegter 1. FC Kleve schoss die Hammer Spielvereinigung mit 4:0 vom Bresserberg. Da wurde manchem trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt richtig warm ums Herz.

Kleve war vom Anpfiff weg die spielbestimmende Mannschaft und drängte Hamm die meiste Zeit in die Statistenrolle. Buttgereit versuchte es aus 16 Metern (15.), Akpinar jagte das Leder ebenfalls neben den Pfosten (17.). Nach Fehler von Hamms Torwart Nowak wurde Klimczoks Kopfball von Thiele auf der Linie geklärt (23.). Kleves Druck wurde stärker, der Führungstreffer war nur eine Frage der Zeit. Einer tollen Kombination entsprang das 1:0 für die Rot-Blauen. Sowislo bediente Klimczok, der servierte das Leder maßgerecht und Sowislo gelang der umjubelte erste Streich (40.). Gefeiert wurde an der Seitenlinie mit Teamarzt Dr. Klaus Derksen, dessen vor wenigen Tagen geborener Tochter Matilda der Treffer gewidmet wurde.

Klimczoks Freistoß aus gut und gerne 35 Metern lenkte Keeper Nowak so gerade noch um den Pfosten (43.). Dem 2:0, erzielt von Ercan Sendag, verweigerte der ansonsten umsichtig agierende Schiedsrichter Hoff die Anerkennung, weil er Nowaks Patzer im Fünfmeterraum als Torwartbehinderung interpretierte. Eine tolle Aktion vom überragenden Marius Sowislo stellte kurz nach der Pause die Weichen endgültig auf Sieg. Der pfeilschnelle Ex-Münsteraner lief auf und davon - 2:0 (48.). Pech für den agilen Benedikt Koep, dass der Ball vom Innenpfosten wieder ins Feld sprang (52.).

Hamm hatte über 90 Minuten nur zwei nennenswerte Aktionen. Zum einen rettete FC-Schlussmann Dominik Schütz mit einer Glanzparade gegen Balep Heteke (63.), dann verpassten gleich drei Gästespieler freistehend den Anschlusstreffer (66.). Damit hatte die Spielvereinigung ihr Pulver verschossen. Für Gesprächsstoff sorgte der eingewechselte Kevin Lanzendörfer, der ganze zwei Minuten mitwirkte. Nach einer Abseitsentscheidung drosch er zunächst das Leder weg (Gelbe Karte), seine anschließenden Kommentare quittierte der Unparteiische mit Gelb-Rot (69.). Kleve gab in Überzahl noch mal Gas. Klimczoks Flanke legte Koep uneigennützig für Sowislo auf, der sich mit seinem dritten Treffer bedankte (83.).

Und Koep wurde für seine Vorarbeit wenig später belohnt, indem ihm per Kopf - natürlich auf Klimczok-Flanke - der 4:0-Endstand gelang (84.).

Hier geht es zur Bilderstrecke: Kader 1. FC Kleve, NRW-Liga 2009/2010

(RP)
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