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Der 1. FC Kleve schlägt Westfalia Gemen und Genc Osman

Fußball : Noch ohne "Triene": FC in Frühform

Der 1. FC Kleve schlägt die Landesligisten Westfalia Gemen und Genc Osman im Testkick deutlich.

Es war ein weiter Weg, den der 1. FC Kleve am Samstagmittag zurücklegte. Und das für ein Testspiel. Die Rot-Blauen von Trainer Umut Akpinar gastierten beim Landesligisten Westfalia Gemen in Borken. Mit 4:0 gingen die Klever als Sieger vom Platz. „Es hat heute wirklich gut funktioniert. Die Jungs haben nach einer harten Woche, in der wir jeden Tag trainiert haben, die von mir gesetzten Schwerpunkte gegen die Müdigkeit sehr gut umgesetzt“, sagt Akpinar. Der Übungsleiter habe, so erklärt er es, die Möglichkeit gehabt, einige „Dinge auszuprobieren“. So ließ er erneut Neuzugänge starten: Leslie Rume in der Innenverteidigung, Kai Robin Schneider als rechter, Nils Hermsen als linker Verteidiger. Zudem erhielt Angreifer Ali Hassan Hommoud das Startelfmandat.

Schon nach vier Minuten inszenierte Niklas Klein-Wiele einen blitzschnellen Angriff über die linke Seite. Der 25-Jährige legte quer auf Mike Terfloth, der den Ball annahm und im vollen Sprint an Gemens Torhüter vorbei einschob. Insbesondere im ersten Durchgang zeigte sich der Klassenunterschied zwischen den Mannschaften. Klein-Wiele spielte für den Oberligisten stark auf, und hatte nach 24 Minuten erneut ein gutes Auge für seinen von der Außenbahn eingelaufenen Mitspieler. Kai Robin Schneider aber verpasste das Gehäuse knapp. Kurz vor dem Seitenwechsel sorgte dann Spielführer Fabio Forster für die Entscheidung, als er aus der zweiten Reihe eiskalt abschloss. Weitere Großchancen nutzten die Klever nicht.

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In der Kabine stellte Akpinar auf einer Position um, nahm Leslie Rume vom Feld und brachte Nachwuchsakteur Nathnael Scheffler in die Begegnung. Tim Haal rückte in die zentrale Verteidigung, präsentierte sich in den Anfangsminuten jedoch ungewöhnlich nervös. So tauchte ein Westfalia-Akteur wenige Augenblicke nach Wiederanpfiff vor FC-Schlussmann Ahmet Taner auf, er aber behielt die Nerven. Doch die Hausherren wurden immer stärker und drückten auf den Anschlusstreffer. Nach einer Stunde wackelte das Klever Außennetz, kurz darauf hielt erneut Taner sehenswert. Während das Spielniveau zunehmend abebbte, hatte Forster noch einen weiteren Schuss aus dem Nichts parat - Gemens Schlussmann war chancenlos. „Zum Ende hat man die Müdigkeit ein wenig gesehen. Doch auch da waren wir gewillt, ein sauberes Passspiel zu zeigen und die Laufwege zu gehen. Das war in Ordnung“, sagt Akpinar. Wenige Zeigerumdrehungen vor Schluss trug sich zudem noch Ali Hassan Hammoud in die Torschützenliste ein, ebenfalls mit einem satten Schuss von der Strafraumkante. Der Neuzugang aus Klosterhardt präsentierte sich bisher in allen Freundschaftspielen als vielversprechende Alternative im Sturm. Auch, weil Königstransfer Andre Trienenjost (er kam vom SV Sonsbeck) noch im Urlaub weilt. „Er wird Ende der nächsten Woche zu uns stoßen“, sagt Umut Akpinar.

Aufstellung 1. FC Kleve: Taner - Hermsen, Rume, Dragovic, Schneider - Haal, Forster, Klein-Wiele, Terfloth - Hühner, Hammoud

Tags darauf testete die Bresserberg-Auswahl gegen den Duisburger Verein Genc Osman. Forster und Kollegen überzeugten gegen den Landesligisten weiter, insbesondere in der ersten Halbzeit. Nedzad Dragovic war nach 15 Minuten vom Punkt erfolgreich, erneut Hammoud (20.) und Mike Terfloth (28.) trafen zudem beim 3:0-Sieg vor heimischem Publikum.

Aufstellung 1. FC Kleve: Taner - Hermsen, van Brakel, Dragovic, Scheffler - Forster, Haal, Terfloth, Klein-Wiele - Hammoud, Hühner