Top-Stürmer fiel lange aus Danny Rankl kann wieder für den 1. FC Kleve auflaufen

Kleve · Der 34-Jährige ist nach langer Verletzungspause in den Kader des Fußball-Oberligisten zurückgekehrt. Der Routinier ist in der Offensive schmerzlich vermisst worden. Am Samstag empfangen er und seine Teamkollegen den SC St. Tönis.

Danny Rankl (links) stürmt endlich wieder für den Oberligisten 1. FC Kleve. Der Routinier fiel seit Saisonbeginn verletzt aus, nun kann Trainer Umut Akpinar wieder auf seine Torgefahr setzen.

Danny Rankl (links) stürmt endlich wieder für den Oberligisten 1. FC Kleve. Der Routinier fiel seit Saisonbeginn verletzt aus, nun kann Trainer Umut Akpinar wieder auf seine Torgefahr setzen.

Foto: Heiko van der Velden

Die Anhänger des Fußball-Oberligisten 1. FC Kleve waren am Mittwoch heilfroh, als sie vor der Pokalpartie gegen den Ligakonkurrenten ETB Schwarz-Weiß Essen, die trotz ansehnlicher Leistung mit 0:1 verloren ging, auf den Aufstellungsbogen schauten. Da tauchte in den Reihen der Rot-Blauen endlich wieder der Name Danny Rankl auf, der zuvor wochenlang wegen einer Schulterverletzung ausgefallen war. In dieser Saison hatte der 34-Jährige zuvor noch keine Minute gespielt.

Knapp 60 Minuten stand Rankl auf dem Rasen, ehe Luca Thuyl für ihn in die Partie kam. Ein Tor gelang dem Stürmer nicht, doch er hielt die Bälle gut fest und war im gegnerischen Strafraum präsent. „Ich bin sehr froh, nach solch einer langen Verletzung wieder dabei zu sein. Es hat sich wieder top angefühlt, auf dem Platz zu stehen“, sagt Rankl, der weite Teile der Sommervorbereitung noch absolviert hatte. „Es war eine komplizierte Verletzung in der Schulter, die viel Ruhe beansprucht hat. Jetzt muss ich schnellstmöglich wieder fit werden“, so der Routinier, der die ewige Torschützenliste der Oberliga Niederrhein anführt. Im Sommer 2021 war er vom Ligakonkurrenten VfB Homberg an den Bresserberg gewechselt, in der vergangenen Saison traf er 15 Mal.

Auch Kleves Trainer Umut Akpinar ist heilfroh über die Rückkehr seines Stürmers. „Danny ist unheimlich wichtig für unsere Mannschaft, nicht ohne Grund ist er Top-Torjäger der Oberliga. Wir waren froh, dass er am Mittwoch schon wieder über 60 Minuten durchgehalten hat“, sagt Akpinar, dessen Mannschaft derzeit auf Tabellenplatz fünf steht. In den vergangenen Monaten wurde der Offensivakteur schmerzlich vermisst. Vor allem dann, wenn sich Pascal Hühner, Elidon Bilali oder Frederik Meurs auf der Außenbahn durchsetzten und Abnehmer für Flanken suchten.

Klar sei aber auch, dass Rankl noch nicht bei 100 Prozent ist, so Akpinar. Und es steht auch noch nicht fest, ob der Ex-Regionalliga-Kicker auch am Samstag wieder in der Startelf stehen wird, wenn es ab 16 Uhr daheim gegen den Tabellenletzten SC St. Tönis 1911/20 geht. „Es gibt einige Spieler mit Wehwehchen. Wir müssen kurz vor dem Spiel schauen, wer einsatzbereit ist“, sagt Akpinar. Im Pokalduell hatte der Trainer auf gleich mehrere Akteure gesetzt, die sonst nur wenige Einsatzminuten erhalten. Dennoch zeigten die Rot-Blauen eine solide Vorstellung.

„Wir haben die Breite im Kader ausgenutzt. Und wir haben auch noch einmal deutlich gesehen, dass die Jungs, die reingekommen sind, eine hohe Qualität haben“, sagt Akpinar. Bitter ist, dass der 1. FC Kleve wie berichtet monatelang auf Kreativakteur Niklas Klein-Wiele verzichten muss, der bald aufgrund eines Meniskus-Durchrisses operiert werden muss.

Dass der nächste Gegner am Tabellenende steht, ist für Umut Akpinar irrelevant. „Wir schätzen den Gegner nicht aufgrund von Punktzahl oder Tabellenstand ein. Da lassen wir uns nicht täuschen. Häufig stimmte die Leistung bei St. Tönis, auch wenn sie keine Punkte geholt haben“, sagt Kleves Trainer. „Eigentlich müssten sie deutlich mehr Punkte auf dem Konto haben.“ Zuletzt mussten sich die Tönisvorster im Niederrheinpokal deutlich mit 0:5 dem Drittligisten Rot-Weiss Essen geschlagen geben.

Gegen die hochkarätig besetzten Mannschaften vom KFC Uerdingen und dem TVD Velbert habe der SC St. Tönis seine Qualität unter Beweis gestellt. „Du schlägst nicht einfach so den KFC Uerdingen, und du holst auch nicht einfach so einen Punkt gegen den TVD Velbert. Diese Mannschaft darf man auf keinen Fall unterschätzen“, sagt Akpinar. Daher habe man sich sehr akribisch auf den Kontrahenten vorbereitet. „Wir wollen unbedingt drei Punkte holen, dafür müssen wir aber 100 Prozent geben.“