Bitteres Aus kurz vor dem Wettkampf Corona stoppt Kleves Ironman Frank Dombek auf Hawaii

Kleve · Der 55-Jährige muss seinen Start bei der Weltmeisterschaft absagen. Warum die Tage auf der Pazifikinsel trotzdem unvergesslich für ihn bleiben werden.

 Frank Dombek hatte sich intensiv auf die WM vorbereitet.

Frank Dombek hatte sich intensiv auf die WM vorbereitet.

Foto: Frank Dombek

Was für ein Pech für Frank Dombek! Der Traum des Klever Triathleten vom ersten Start beim legendären Ironman auf Hawaii ist quasi auf der Zielgerade geplatzt. Eine Corona-Infektion verhindert, dass der 55-Jährige am Samstag bei einem der weltweit anspruchsvollsten Ausdauer-Wettkämpfe ins Rennen gehen kann. „Das ist natürlich extrem bitter“, sagt Frank Dombek, der vor einigen Wochen beim Ironman-Wettbewerb im dänischen Kopenhagen als Vierter in seiner Altersklasse das Hawaii-Ticket gelöst und damit sein großes Ziel für diese Saison erreicht hatte.

Der Angestellte der Stadtverwaltung in Kleve war schon Ende September nach Hawaii geflogen, um bestens vorbereitet für die Weltmeisterschaft über die Langdistanz (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, 42,2 Kilometer Laufen) zu sein. „Ich benötige ein paar Tage Zeit, um mich zu akklimatisieren und an die Bedingungen zu gewöhnen. Und ich möchte natürlich auch etwas von der Insel sehen“, so Frank Dombek. Er hatte monatelang ein enormes Trainingspensum absolviert, um bei der Weltmeisterschaft auf der Inselgruppe im Pazifischen Ozean ein gutes Resultat zu erzielen. Der Klever, der 2007 mit dem Triathlonsport begonnen hatte, wollte unter der Elf-Stunden-Marke bleiben.

Frank Dombek möchte am Samstag, wenn bei der Weltmeisterschaft die Entscheidung bei den Profi-Männern und in seiner Altersklasse 55 bis 59 Jahre fällt, aber auf jeden Fall an der Strecke sein. Seine Tochter Eva, die am Donnerstag angereist ist und ihren Vater eigentlich beim Wettkampf unterstützen wollte, wird dabei sein.

„Mir geht es schon wieder besser. Ich werde deshalb mit meiner Tochter hier auf Hawaii sicherlich noch eine tolle Zeit haben. Wenn ich den Wettkampf am Streckenrand verfolge, werde ich wahrscheinlich ab und zu eine Träne verdrücken. Doch die Zeit hier auf der wunderschönen Insel und das Leben in der Ironman-Community werden trotzdem unvergesslich für mich bleiben“, sagt Frank Dombek.

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