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Lokalsport: Concordia Goch ist neuer Stadtmeister

Lokalsport : Concordia Goch ist neuer Stadtmeister

Im einem packenden Finale setzte sich der A-Ligist im Neunmeterschießen mit 11:10 gegen Viktoria Goch durch.

Wenn in den Fußballligen der Ball in der Winterpause ruht, wenn sich Tau auf die Rasenplätze legt, dann werden die Hallenschuhe wieder ausgepackt und heiß gelaufen. Die Stadtmeisterschaft in Goch nimmt dabei eine ganz traditionelle Rolle ein - so wurde sie am Samstag bereits zum 26. Mal veranstaltet. Wer rund um die Dreifachturnhalle der Gesamtschule einen Parkplatz finden konnte und wer sich einen der begehrten Sitzplätze ergattern konnte, der sollte sich wahrlich glücklich schätzen. 400 Zuschauer staunten über tollte Tore, spektakuläre Spiele und den Überraschungs-Stadtmeister Concordia Goch.

 Riesenfreude beim neuen Gocher Hallenfußball-Stadtmeister Concordia Goch.
Riesenfreude beim neuen Gocher Hallenfußball-Stadtmeister Concordia Goch. Foto: G. Evers

In Gruppe eins setzten sich der TSV Weeze (sieben Punkte) und Viktoria Goch II (sechs Punkte), welches letztjährig noch den Titel holen konnte, durch. Bezirksligist Pfalzdorf musste früher als erwartet die Segel streichen. Die Halbfinals wurden komplettiert durch die Sieger aus der zweiten Gruppe, Viktoria Goch (neun Punkte) und Concordia Goch (sechs Punkte). Das Vorrundenspiel gegen Viktoria wurde aus Sicht der Concordia noch sang- und klanglos mit 0:4 verloren. Dass sich das Blatt im späteren Finale drehen würde, konnte zu diesem Zeitpunkt wohl keiner ahnen. Im ersten K.O.-Spiel hatte das Team von Spielertrainer Stephan Gregor gegen den TSV Weeze die Nase vorn. Nach 15 gespielten Minuten hieß es 3:0. Erfolgreich waren Kai Esser, Rene Schneider und Suljemani, nach einer klasse Kurzpass-Kombination. Der Finalgegner für Concordia Goch wurde im zweiten Halbfinale zwischen Viktoria I und Viktoria II ermittelt. Ein vereinsinternes Kräftemessen vom Feinsten, was 2013 noch die Finalpartie war (3:5). Tiganj brachte die Zweitmannschaft in Führung, die allerdings durch Kurikcyan egalisiert wurde. Danach kam die Reserve gehörig unter die Räder. Technisch hochwertig tankte sich erneut Kurikcyan durch die Abwehrreihe und schloss mittels eines kuriosen Billard-Tores erfolgreich ab. Anschließend sorgten Gatermann, Osman-Reinkens, Kitzig und Maaßen Schlag auf Schlag für den deutlichen 6:1-Sieg.

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Der dritte Platz wurde unmittelbar vom Neunmeterpunkt ermittelt. Auch hier zog die Viktoria-Reserve den Kürzeren und musste sich mit 4:5 gegen Weeze geschlagen geben. Im Finale kam es also zum erneuten Aufeinandertreffen zwischen Viktoria und Concordia. Gochs Bürgermeister Karl-Heinz Otto sprach vor der Partie von einem "Traumfinale". Und in der Tat: Das Stadtderby bot wirklich alles. Tore, Tricks und Emotionen. Mit einem satten Schuss ins lange Eck ließ Andre Küppers die Concordia-Anhänger auf der Tribüne jubeln. Kurze Zeit später erhöhte Timmy Arndt nach einer Ecke auf 2:0. Viktoria steckte den Kopf allerdings nicht in den Sand, Kevin Kitzig verkürzte aus kurzer Distanz auf 1:2. Es blieb sowohl für Spieler als auch Zuschauer keine Zeit zum Verschnaufen. Postwendend stellte Kim Bottyan den alten Abstand wieder her, Maaßen sorgte nach einem indirekten Freistoß für den Anschlusstreffer. In Hälfte zwei erzwang der Landesligist den 3:3-Ausgleich durch Jan-Luca Geurtz. Einschüchtern ließen sich die "Concordianer" trotzdem nicht. Nach dem 4:3 von Frederik Benning wähnte man sich möglicherweise schon als Sieger, allerdings erstickte Maaßen mit seinem Treffer kurz vor dem Ende alle Hoffnungen im Keim. Die Derby-Rivalität blitzte das ein oder andere mal auf - beide Teams schenkten sich nichts. So ging es ins Neunmeterschießen, wo schlussendlich Kurikcyan Nerven zeigte und an Torwart Stefan Jansen scheiterte. Der Jubel auf Seiten der Sieger kannte keine Grenzen. Coach Stephan Gregor: "Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft. Die Niederlage gegen Viktoria in der Vorrunde kam vielleicht zum richtigen Zeitpunkt. Dadurch konnten wir den Hebel noch umlegen. Den Pokal sehen wir als Motivation in der Rückrunde weiter hart zu arbeiten. Oberste Priorität hat der Klassenerhalt. Wenn es mehr wird, auch gut."

Doch auch am Rande der Bande gab es Interessantes zu vermelden. Die Trainersuche beim Veranstalterteam Viktoria Goch, wo Coach Manfred Tebeck nach Saisonende aufhört, ist weit vorangeschritten. Dazu Jürgen de Mür, Vorsitzender des Viktoria-Fördervereins: "Noch sind wir nicht so weit, dass wir etwas lancieren können. Allerdings sind die Verhandlungen sehr weit vorangeschritten. Der Kandidat hat uns bereits zugesagt, jetzt muss nur noch der Vorstand den Entschluss absegnen. Dann hoffe ich, dass wir in der nächsten Woche die Entscheidung verkünden können." Erwähnenswert: Da der Verein 2012 stolze 100 Jahre alt geworden ist, wurde von Bürgermeister Karl-Heinz Otto nachträglich eine Plakette des Bundespräsidenten sowie eine Urkunde überreicht.

(RP)