Fußball : Chancentod und Sozialfall

Wer keine Tore schießt, kann auch nicht gewinnen. Diese Weisheit ist vermutlich so alt wie das Fußballspiel selbst. Für den sorgengeplagten 1. FC Kleve ist dieser Spruch in der laufenden Oberligasaison aktueller denn je. 17 Treffer in 15 Begegnungen - das sagt eigentlich alles über den Zustand der Offensivabteilung am Bresserberg. Ob „Chancentod“ Oktay Güney, Sören Seidel, der trotz seines gestrigen Tores viel zu selten erfolgreich abschließt oder aber Luciano Velardi, der vom Publikumsliebling zum fußballerischen Sozialfall abgestiegen ist - den mittlerweile arg reduzierten Ansprüchen werden die einstigen Goalgetter dennoch kaum mehr gerecht. Da ist guter Rat gefragt, zumal die Hintermannschaft immer wieder durch individuelle Fehler für Verwirrung in den eigenen Reihen sorgt. Gestern war es Patrick Behrendt, der nach desaströsen Patzern zur Pause in der Kabine bleiben durfte.

In der weiterhin prekären Situation ist es wenig hilfreich, wenn sich urplötzlich wie Kai aus der Kiste ein Bezirksliga-Trainer selbst ins Gespräch bringt oder vielleicht doch - von wem auch immer - angesprochen worden ist. Für Klaus Berge wird die Arbeit mit der Mannschaft so bestimmt nicht leichter. Allerdings muss sich der Coach auch am Erfolg messen lassen. Und der bleibt in dieser Saison bislang weitgehend aus.

(RP)