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Budenzauber: Die 32. Hallenkreismeisterschaft steht bevor

32. Hallenkreismeisterschaft : Budenzauber elektrisiert die Bollwerk-Halle

Am Wochenende steigt in Geldern die Fußball-Hallenkreismeisterschaft. Zur Gretchenfrage avanciert zusehends das Regelwerk. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Die niederrheinische Fußballszene ruht. Die Mannschaften befinden sich seit Wochen in der winterlichen Pause. Zwischen Kranenburg und Wachtendonk gibt es kaum Trainingsbetrieb, geschweige denn offizielle Partien. Mit wenigen Ausnahmen: So steigt morgen das 31. Hallenturnier des SV Donsbrüggen um den Klever Flockdruck-Cup (wir berichteten ausführlich), zudem stehen in Geldern die 32. Hallenkreismeisterschaften auf dem Programm. Um 14 Uhr geht es los. Wir beantworten die wichtigsten Fragen dazu.

Die Fußball-Hallenkreismeisterschaft – was ist das? Bei den Hallenkreismeisterschaften treten üblicherweise die acht besten Freiluftsaison-Teams des Fußballkreises aufeinander. Und das unter besonderen Vorzeichen: Beim Budenzauber ist das Feld deutlich keiner, die Bande Mitspieler, die Fans deutlich näher am Geschehen. Für die Ausrichtung zeichnet der Kreisliga-A-Klub GSV Geldern verantwortlich. Erwartet werden knapp 200 Zuschauer.

Welche Mannschaften haben sich angemeldet? Angeführt wird das Feld von zwei prominenten Oberliga-Vereinen: dem 1. FC Kleve und dem SV Straelen. Dazu gesellen sich die Bezirksligisten SV Walbeck, Sportfreunde Broekhuysen, FC Aldekerk sowie der TSV Wachtendonk-Wankum. Das Feld wird komplettiert von den A-Ligisten SV Rindern und GSV Geldern.

Welche Vereine haben abgesagt? Die beiden Landesligisten des Kreis Kleve sind nicht mit von der Partie. Besonders bitter dabei: Die SGE Bedburg-Hau nimmt nicht teil. Dabei präsentierte die Mannschaft von Übungsleiter Sebastian Kaul im vergangenen Jahr noch anspruchsvollen Hallenfußball. Schlussendlich landeten die Grün-Schwarzen auf Rang fünf. Auch der SV Hö.-Nie. glänzt durch Abwesenheit. Der schwarz-gelbe Landesligist hat die Einladung ausgeschlagen. Dem Vernehmen nach haben beide Aufgebote Sorge, Spieler könnten sich beim Hallenkick verletzen. Insbesondere der SV Hö.-Nie. gilt traditionell als personell mäßig aufgestellt. Auch Viktoria Goch hat abgewunken.

Wer ist in der Bollwerk-Halle favorisiert? Aller Voraussicht nach die Sportfreunde Broekhuysen. Schon im Vorjahr stand der Bezirksligist um Spielertrainer Sebastian Clarke und Kapitän Christoph Elspaß im Endspiel und unterlag dort nur knapp dem SV Straelen. Broekhuysen stellte im gesamten Turnierverlauf eindrucksvoll unter Beweis, höchst sehenswerten Fußball spielen zu können. Die Grün-Gelben traten damals, zumindest in Teilen, mit Kickern der Erstvertretung an, die in der Regionalliga spielte. Straelen reist nun ausschließlich mit der zweiten Mannschaft an, die sich bisher in der Bezirksliga nicht mit Ruhm bekleckert und Tabellenschlusslicht ist.

Wer ist die Wundertüte des Turniers? Das dürfte der 1. FC Kleve sein. Der Grund: Bis Redaktionsschluss scheint noch völlig unklar, wer für die Rot-Blauen in Geldern aufläuft. Auch, wer die Mannschaft begleitet, steht noch in den Sternen. Aller Voraussicht nach aber dürften sich Lars van Rens und Artur Stupp dieser Aufgabe annehmen. „Wir wollen mit einigen Spielern der ersten Mannschaft kommen, allerdings haben mich nun kurzfristig Absagen erreicht“, sagt van Rens. So meldete sich unter anderem Mittelfeldspieler Luca Plum erkrankt ab. Zudem würden sich einige Kicker im Urlaub befinden. „Aber klar ist auch: Wenn wir nach Geldern fahren, wollen wir gewinnen. Sonst könnte man gleich zu Hause bleiben“, sagt van Rens.

Wird in Geldern schon nach Futsal-Regeln gespielt? Nein, es bleibt alles beim Alten. Der Verband wirkt seit Jahren darauf hin, bei den Hallenkreismeisterschaften bisher jedoch vergebens. Zu den Futsal-Regeln würden etwa die Nettospielzeit, Auslinien auf beiden Seiten und ein leichterer Ball gehören. Zumindest das Spielgerät kommt nun auch in Geldern zum Einsatz. „Ich weiß gar nicht, ob die Futsal-Regeln bei der Größe der Bollwerk-Halle angewandt werden könnten. Das müsste man mal mit der Stadt abklären. Noch gab es dafür aber keine Notwendigkeit“, sagt Chef-Organisator Hartmut Könner.

Wie groß ist die Vorfreude beim Veranstalter? Riesig, wie Hartmut Könner unserer Redaktion erklärt: „Für unseren Verein ist das immer der Höhepunkt des Jahres. Die GSV-Aktiven sind motiviert, sich teuer zu verkaufen. Außerdem sind wir uns sicher, dass die Stimmung in der Halle wieder eine ganz heiße sein wird.“