Lokalsport: Beendet Goch schwarze Serie?

Lokalsport : Beendet Goch schwarze Serie?

Heute Abend stehen sich um 19.30 Uhr der 1. FC Kleve und die Viktoria aus der Weberstadt in der Volksbank-Arena am Bresserberg gegenüber. Im Spiel der Gegensätze trifft jugendlicher Elan auf Routine.

Auch wenn sowohl in Kleve als auch in Goch die ganz großen Fußballzeiten höchstens noch an diversen Kneipentresen aufleben, so ist doch das Duell zwischen den Rot-Blauen aus der Schwanenstadt und den Schwarz-Roten aus der Weberstadt immer wieder eine ganz besondere Partie. Heute Abend ab 19.30 Uhr wird es nicht anders sein, wenn in der Volksbank-Arena jugendlicher Elan auf Routine trifft.

FC Kleves Kapitän Umut Akpinar setzt zum Höhenflug an. Szene vom letzten Derby im Gocher Hubert-Houben-Stadion. Foto: Stade

"Goch ist eine echt gute Truppe und im Gegensatz zu uns eingespielt", lobt Kleves Trainer Thomas von Kuczkowski, zuvor auch einige Jahre Coach beim Lokalrivalen, den Gegner, der erfahrene Kräfte in seinen Reihen hat. Im Gegensatz dazu bietet "Kucze" heute Abend wieder "eine super junge Truppe" auf.

Viktoria Gochs Trainer Manfred Tebeck. Foto: Stade

Bis zu acht Kicker sind unter 21 Jahre alt. Bedauerlich für die Platzherren, dass gleich fünf Akteure, darunter vier Stammkräfte, verletzungsbedingt ausfallen: Pascal Hühner (Sprunggelenkverletzung), Lukas Nabbefeld (Fußprellung), Timo Stock (Knochenabsplitterung), Simon Olfen (Mittelfuß gebrochen) und Luis Landers (Hand gebrochen). "Wir wollen uns dennoch nicht verstecken", kündigt von Kuczkowski eine offensive Ausrichtung an, ohne allerdings ins offene Messer zu laufen. Wer die vakanten Positionen besetzen wird, ließ der FC-Trainer gestern noch offen. Oliver Burke aus der Bezirksliga-Reserve könnte ebenso zum Zuge kommen wie Lars Derksen.

Die Gocher Viktoria hat für das Lokalduell mit Mittelfeldorganisator Tim Janz (Zerrung) voraussichtlich einen prominenten Ausfall zu verkraften. "Bei ihm sieht es eher nicht so gut aus. Die Zeit bis Freitagabend scheint zu knapp zu sein", spricht Viktoria-Trainer Manfred Tebeck von einem Wackelkandidaten.

Unabhängig von Janz´ Einsatzfähigkeit blickt er aber nicht zuletzt dank dreier Siege in Serie äußerst optimistisch auf das Duell in der Schwanenstadt: "Wir freuen uns darauf, uns mit einer spielstarken Mannschaft unter Flutlicht und vor einer größeren Kulisse messen zu können. Wir fahren nach Kleve um dort zu gewinnen. Die Klever sind einfach mal reif", hofft er, dass seine Schützlinge am heutigen Abend die Negativserie gegen den Lokalkonkurrenten endlich knacken können. In den bisherigen sechs Duellen gegen den Fusionsklub gelang den Schwarz-Roten nämlich nicht nur kein Sieg, sondern erst gar kein eigener Treffer.

Dafür sieht Tebeck die Zeit nun aber gekommen. Seine Hoffnungen ruhen unter anderem auf Torjäger Dennis Hommers, dem beim 3:1 in Praest wenn auch vom Strafstoßpunkt der ersehnte erste Saisontreffer gelang. "Das sollte ihm Auftrieb geben. Im Training hat er auch einen sehr guten Eindruck gemacht", erklärt Tebeck.

Um gegen die Klever heute Abend zu bestehen, wird nicht nur ein starker Dennis Hommers, sondern eine höchst konzentrierte Teamleistung erforderlich sein, schließlich erwartet Tebeck ein Duell auf Augenhöhe: "Gegenüber der Leistung in Praest müssen wir uns steigern. Aber wir haben auch noch Luft nach oben."

(RP/rl)
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