Volleyball: Bedburg-Haus Damen setzen Siegesserie fort

Volleyball : Bedburg-Haus Damen setzen Siegesserie fort

Volleyball: Haus Herren rutschen auf Verbandsliga-Relegationsplatz ab. Satzausgleich tat Gocher Seele gut.

Verbandsliga-Herren: TuS 08 Lintorf - SV Bedburg-Hau 3:1 (25:17, 20:25, 25:22, 25:13). Nach der Vier-Satz-Niederlage am Netz von Verbandsliga-Aufsteiger Lintorf ist die Sechs aus Bedburg-Hau auf den Relegationsplatz abgerutscht. Das Team um Mittelblocker „Katze“ Bours findet sich damit zwei Spieltage vor Ende der ersten Halbserie auf dem Tabellenplatz wieder, den man schon am Ende der vorigen Spielzeit inne hatte.

Angesichts der Tatsache, dass Hau Anfang April das Relegationsduell mit Lintorf 3:2 gewonnen hatte, rechnete sich die SVB-Sechs nun auch im Meisterschaftsduell Chancen aus. Mit einer 5:3-Führung eröffnete Hau die Partie, offenbarte dann aber am Netz und im Feld Schwächen. „Wir haben im Block nicht gut gestanden und die Bälle aus der Annahme und Abwehr heraus kamen nicht gut nach vorne,“ sagte Angreifer Reinders. Daher war es für Alexander Pötzsch, der im Zuspiel den im Urlaub befindlichen Niklas Groß als Spielmacher vertreten musste, oft schwierig, effektive Angriffszüge zu inszenieren. Im Gegensatz dazu glänzte Lintorfs Spielmacher mit viel Variabilität und Präzision in seinen Pässen. Diesen Vorteil und Haus Defizite nutzte Lintorf zu einem klaren 25:17 und zur 1:0-Satzführung.

Mit dem Tausch der Außenangreiferpositionen zwischen Felix Ruland und Thomas Holtermann zum Start von Satz zwei reagierte Hau auf die aufgetretenen Blockdefizite. Das zahlte sich aus. Von Beginn an gelang es knappe Führungen zu behaupten. Kurz vor dem Satzfinale lief Haus Spiel dann fast perfekt. „Von 19:18 bis 25:20 passte bei uns alles. Unser Block stand gut und die Angriffe kamen“, hielt Reinders zu Haus bester Phase im Spielverlauf fest.

Der Glauben, beim TuS etwas holen zu können, war wieder da und wurde zunächst auch nicht durch einen 0:5-Rückstand anfangs von Satz drei erschüttert. Bei 19:19 war der klare Rückstand aufgeholt, ehe sich in den nächsten Ballwechseln der einfach nur solider und weniger Fehler produzierende TuS wieder absetzen konnte. „Es war zu wenig, dass wir dann bis zum 22:25 nur noch drei Punkte gemacht haben“, klagte Reinders.

Zum dann folgenden, enttäuschenden Auftreten der SVB-Sechs im dritten Durchgang wollte Haus erfahrener Diagonalangreifer dann nicht mehr viel sagen. Der knappe Verlust des dritten Durchgangs und das Verpassen einer möglichen 2:1-Satzführung zeigte Wirkung. Frust machte sich breit und bei Hau war in Satz vier schnell die Luft heraus. Das resultierte in einem deutlichen 13:25 zum 1:3 und Hau musste froh sein, dass der Auswärtsauftritt in Lintfort nicht noch mit der Höchststrafe eines einstelligen Satzverlustes endete.

SVB: Pötzsch, Reinders, Bours, Ulrich, Holtermann, Ruland, Ebben.

Bezirksliga-Damen: SV Bedburg-Hau - MTV Krefeld 3:0 (25:21, 25:10, 25:12). Bis zur Mitte des Auftaktsatzes plätscherte die Partie zwischen Gastgeber Hau und dem Bezirksliga-Vorletzten Krefeld ohne größere Höhepunkte vor sich hin. Haus zuletzt mit ihrem Team dreimal in Folge siegreiche Spielertrainerin Petra Stock erklärte dazu: „Wir haben anfangs nicht mehr als nötig getan und erst mal geguckt, was der Gegner so macht und kann.“ Nach Gleichständen von 7:7 und 12:12 wurde der SVB-Sechs spätesten bei 13:17-Rückstand klar, dass am Aufschlag. im Feld und Angriff mehr getan werden musste. Zug um Zug wurde der MTV massiver unter Druck gesetzt und die Aktionen der Gäste wurden fehlerhafter. Nach starken Szenen Nika Messings - darunter zwei Aufschlagasse - hatte Hau bei 19:19 seinen Rückstand aufgeholt und war dann nicht nur auf Kurs zur 1:0-Satzführung sondern auch auf dem Weg zum vierten Sieg in Serie. Auf das unnötigerweise knappe 25:21 zum 1:0 folgten mit 25:10 und 25:12 zwei wesentlich glattere Satzgewinne zum 3:0. Krefeld fand nun etwa bei Aufschlägen von Verena Ebben in der Annahme oder gegen Angriffe von Nadine Golibrzuch und Nika Messing im Block und in der Abwehr kaum noch gute Lösungen. Spielstände zuerst von 9:2 und dann 18:7 im zweiten Satz sowie 12:7, 18:10 und dann 20:12 in dritten Satz beweisen auch zahlenmäßig die spielerische Dominanz der Stockhorst-Sechs. Mit dem vierten Sieg in Folge bleibt Hau dem Spitzentrio mit MTV Union Hamborn, Moerser SC und TV Sevelen weiter auf den Fersen.

SVB: Stockhorst, Kühn, Messing, Golibrzuch, Pohl, Ebben, Garbelmann,

Bezirksliga-Damen: VT Kempen - 1.VBC Goch 3:2 (15:25, 25:21, 25:21, 24:26, 15:12: Gegen den Tabellennachbarn Kempen gelang der VBC-Sechs in der Halle am Weißen Tor ein viel versprechender Start. Dirigiert von der erfahrenen Zuspielerin Carla Müller setzte sich das junge VBC-Team im Auftaktsatz ab 9:9 zur Freude von VBC-Coach Moritz Müller zielstrebig vom Gegner ab. Auf Kurs zum 25:15 spornte Gochs Trainer nach guten Szenen im Angriff und am Aufschlag sein Team an: „Mehr davon“ Weiter so!“ Die zwei nächsten Sätzen aber zeigten, dass spielerische Konstanz noch keine feste Größe im Gocher Team ist. Es zeigte sich, als Gegner Kempen in Durchgang zwei und drei besser zu seinem Siel fand, und das VBC-Team anders als im ersten Satz stärker unter Druck gesetzt wurde. Bis 21:21 waren beide Kontrahenten in Satz zwei meist auf Augenhöhe. Dann gab der VBC bis zum 21:25 und 1:1 vier Punkte in Folge ab und ähnlich lief Satz drei ab. Bis 8:8 lagen beide Teams gleich auf. Dann war Kempen 17:12 vorn, Goch nach guten Szenen Hannah Bovets bei 17:17 aber wieder auf gleicher Höhe. Doch mit Eigenfehlern in der Endphase des Satzes brachte sich der Tabellenfünfte aus der Weberstadt um den Lohn der Aufholjagd und in seiner Auszeit bei 1:6 anfangs von Satz vier wurde VBC-Coach Müller laut und energisch. Es half! Der VBC besann sich seiner Stärken. Er drehte auf, war schließlich 19:15 und 24:21 vorn, um danach bei 24:24 auch noch das Glück des Tüchtigen zu erzwingen. Das knappe 26:24 zum 2:2 tat der Gocher Seele gut. Das echte „happy end“ blieb dem VBC-Team mit einem 12:15 zum 2:3 im Tie-Break aber versagt. Ein 1:5-Rückstand anfangs des Entscheidungssatzes war dann doch eine zu große Hypothek.

VBC: Müller, Peters, Joosten, Hoffmann, Bovet, Zeich, Krauß, M. Rühl, Böhnke.