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Lokalsport: Bastian Grütter lässt Kleve jubeln

Lokalsport : Bastian Grütter lässt Kleve jubeln

Fußball-Landesliga-Schlusslicht Budberg unterliegt erst durch ein Tor in der Nachspielzeit. Rot für Akpinar.

Auf dem roten Rasen in Budberg lief gestern Nachmittag bereits die vierte Minute der Nachspielzeit, als der 1. FC Kleve der drohenden Blamage in buchstäblich letzter Sekunde doch noch entgehen konnte. Nach einer Ecke des nach der Pause eingewechselten Simon Olfen war der Ball über Raphael Camara vor die Füße von Bastian Grütter gefallen. Der Blondschopf beförderte das Leder aus Nahdistanz in die Maschen und löste mit seinem 1:0-Siegtreffer bei seinen Teamkollegen wahre Jubelstürme aus.

FC-Trainer Thomas von Kuczkowski hatte im Vorfeld seine Schützlinge davor gewarnt, das noch sieglose Landesliga-Schlusslicht zu unterschätzen. Tatsächlich hatten die Platzherren die Klever mit einem massiven Deckungsverband lange in Schach gehalten und waren dem überraschenden Punktgewinn ganz nah. Doch nach dem Schlusspfiff standen die abgeschlagenen Budberger wieder mit leeren Händen da. "Meine Mannschaft hat alles gegeben. Hut ab vor dieser Leistung. Wir müssen das Positive in den Vordergrund stellen", sagte Trainer Peter Scheuren. Seine Defensivvorgaben setzten seine Schützlinge lange Zeit gut um. Die Klever hatten vor dem Seitenwechsel nur eine gefährliche Chance, als Niklas Klein-Wiele mit einem strammen Schuss Keeper Torben Pousen zu einer Parade aufforderte (36.). Auf der anderen Seite hatte Jens Wardemann die Führung auf dem Kopf (30.) und Barth auf dem Fuß (43.). Die Hausherren hatten nach 45 Minuten ihr Etappenziel erreicht, in dem sie keinen Gegentreffer zuließen. Der haushohe Favorit aus der Schwanenstadt hatte sichtlich Probleme auf dem schwer zu bespielenden Ascheplatz.

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Auch nach dem Seitenwechsel stand der SVB tief. Über Konter sollten Nadelstiche gesetzt werden. Die Scheuren-Elf kam durch Tim Beerenberg, Tim Böttcher sowie Benny Franke zu Möglichkeiten. Zumeist waren die Budberger jedoch darin eingespannt, ein Klever Tor zu verhindern. Mitte der zweiten Hälfte wurde der Spitzenreiter immer stärker. In der Schlussphase sahen die Zuschauer eine "Abwehrschlacht", wie es der Budberger Trainer später treffend beschrieb. Einmal reagierte Pousen glänzend, als Pascal Hühner vor ihm auftauchte (75.). Das 0:1 löste bei den Hausherren kollektives Entsetzen aus. Nicht so bei Thomas von Kuczkowski: "Das war kein Fußball für Feinschmecker. Wegen unserer Energieleistung haben wir glücklich, aber verdient gewonnen. Budberg hat nicht wie ein Tabellenletzter gespielt."

1. FC Kleve: Minas - Camara, Braun, Akpinar, te Laak - Grütter, Forster - Dogu (46. Olfen), Klein-Wiele, Hühner - Bodden (75. Piffko)

(RP)