Basketball im Kreis Kleve Ersatzgeschwächter TV Goch überrascht

Goch/Kleve · Der Oberligist setzt sich mit nur sechs Akteuren beim Spitzenreiter durch. Landesligist VfL Merkur Kleve kassiert eine unglückliche Niederlage.

 Die Basketballer gingen zum letzten Mal vor der Osterpause auf Korbjagd.

Die Basketballer gingen zum letzten Mal vor der Osterpause auf Korbjagd.

Foto: dpa/Lukas Schulze

Der TV Goch musste ein weiteres Spiel in der Relegationsrunde der Basketball-Oberliga stark ersatzgeschwächt bestreiten. Trotzdem war die Mannschaft wieder erfolgreich – diesmal gegen den Tabellenführer. Der Neuling behielt mit nur sechs Akteuren überraschend beim Spitzenreiter HSV Solingen-Gräfrath I mit 79:74 (41:32) die Oberhand.

Im ersten Spielabschnitt sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie, in der sich kein Team einen größeren Vorsprung verschaffen konnte. Den Gästen, die konstant mit einer Ball-Raum-Verteidigung agierten, gelang es Mitte des zweiten Viertels erstmals, den Vorsprung auf elf Punkte auszubauen. Beim Seitenwechsel lagen sie mit 41:32 vorn.

Nach der Pause verlief die Partie weiter relativ ausgeglichen. Der TV Goch ging mit einer 60:49-Führung in das letzte Viertel. Dort konnte der Tabellenführer seinen Rückstand zwar Punkt um Punkt verringern. Doch der Außenseiter behielt, angeführt von Malte Thimm und dem trotz Knieproblemen wieder eingesetzten Tim Rählert, die Nerven und brachten den Vorsprung routiniert über die Zeit. „Wir haben uns das Leben im letzten Viertel durch einige leichtfertige Ballverluste noch einmal unnötig schwer gemacht, am Ende aber verdient gewonnen“, sagte Interims-Kapitän Johannes Pieger.

TV Goch: Thimm (21), Strodt (11), Rählert (21), Pieger (6), Sanchez (17), Geck (3).

Eine bittere Niederlage musste der VfL Merkur Kleve in der Relegationsrunde der Landesliga hinnehmen. Trotz einer guten Leistung unterlag das Schlusslicht beim HSV Solingen-Gräfrath II mit 71:81 (38:47). Dem VfL, ebenfalls nur mit sechs Spielern angereist, gelang ein guter Start. Er führte nach dem ersten Viertel mit 21:18. Der Gegner nutzte dann im zweiten Abschnitt eine Schwächephase der Klever aus und ging mit 13 Punkten in Führung.

Den Vorsprung baute der Gastgeber nach dem Wechsel auf 63:46 aus, ehe der VfL die Partie mit 19 Zählern in Folge zwischenzeitlich drehte. Doch dann schwanden die Kräfte. Und in Henk Marquard, der 21 Punkte erzielte, schied eine Stütze des Teams wegen des Erreichens der Foulhöchstgrenze aus. „Das war erneut in Sachen Einstellung und Moral eine tolle Leistung. Allerdings war der Kader zu dünn und von der Körpergröße zu klein besetzt, um für eine Überraschung sorgen zu können“, sagte VfL-Coach Ralf Daute.

VfL Merkur Kleve: Marquard (21), Jacobs (7), Niemeier (7), Hans (2), M. Daute (10), Kalkes (24)

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort