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Volleyball: Aus Gennep zum Erstligisten Peelpush Meijel

Volleyball : Aus Gennep zum Erstligisten Peelpush Meijel

Kurz hinter Venlo sind gleich zwei niederländische Erstligisten beheimatet - der VC Peelpush Meijel und der VC Weert.

In der Volleyball-Bundesliga der Frauen hat es sich bei Trainern und Managern längst herumgesprochen, dass in den benachbarten Niederlanden Spielerinnen mit großem Leistungsvermögen zu finden sind.

In der deutschen Eliteliga gibt es kaum eine Stammformation ohne Akteure aus dem Nachbarland. Dementsprechend groß ist jenseits der Grenze das Interesse an der Bundesliga. So sprach zuletzt die Zeitung "Volleybalkrant" mit Blick auf die Partien USC Münster gegen Halbzeitmeister Schweriner SC und Alemannia Aachen gegen MTV Stuttgart von "twee Nederlandse onderonsjes" (zwei niederländische Duelle unter sich).

Keineswegs zu Unrecht, da wie beim Dresdener SC auch in Münster und Schwerin je drei Holländerinnen zum Kader gehören. Zudem zählt die für Stuttgart angreifende ehemalige Weerterin Deborah von Daelen ebenso wie Lonneke Sloetjes in Münster zu den besten Punktsammlerinnen der Bundesliga.

Die Volleyball-Fans im Kreis Kleve müssen jedoch nicht so weit fahren, um guten Erstliga-Volleyball geboten zu bekommen. Denn bereits kurz hinter der niederländischen Grenze nahe Venlo ist der Volleyball-Erstligist VC Peelpush Meijel zu Hause, der in dieser Saison eine gelungene Europapokal-Premiere feierte.

Nur wenige Kilometer weiter findet sich ein weiterer Erstligist: Vizemeister Irmato VC Weert. Die Weerterinnen spielen wieder eine starke Saison und stehen erneut auf Platz zwei der Tabelle. Als Erste in dieser Saison gelang es den Weerterinnen Meister Sliedrecht Sport zu besiegen, der momentan auch wieder die Ehrendivision anführt. In den kommenden Wochen stehen nun jenseits der Maas reihenweise Spitzenspiele und Derbys (siehe Infokasten) an.

Nach Weert mit den niederländischen Nationalspielerinnen Yvon Belien und Angelique Vergeer in seinem Team fordert demnächst auch der VC Peelpush Spitzenreiter Sliedrecht heraus. Einen besonderen sportlichen Reiz haben zudem die dicht aufeinanderfolgenden Limburger Derbys in Pokal und Meisterschaft.

Doch insgesamt gibt es kaum Berührungspunkte zwischen der deutschen und niederländischen Volleyball-Szene. Bedburg-Haus Hauptangreifer Tobias Moerkerk schlug eine Zeit lang in Sambeek auf. Das Duo Stefan Herzberg und Thomas Tönnissen aus Kleves aufgelöstem Regionalliga-Team spielte in Dinxperlo und Ex-Merkurianer Marko Stockhorst ist mittlerweile schon länger Trainer in Gennep. Doch ansonsten sind in der Grenzregion sportliche Abstecher von Fans, Spielern und Trainern von Deutschland nach Holland und umgekehrt eher die Ausnahme als die Regel.

"Es ist schade, dass man trotz der räumlichen Nähe wenig über die nahe Volleyball-Szene jenseits der Grenze weiß", sagt Inge Poels, Pressesprecherin bei Peelpush Meijel, das eine andere sportliche Philosophie vertritt als der Lokalrivale Weert.

Der Vizemeister setzt auf Spielerinnen von außen, Meijel mit seinem aufstrebenden Team auf Nachwuchsarbeit und Kräfte aus der Region.

Das niederländische Peelpush-Quartett mit Eline Gommans, Lynn Blenckers, Zuspielerin Esther Cramer und Libera Louise Cramer gehört dem niederländischen Jugend-Nationalkader an. Mittelblockerin Blenckers schlug anfangs erst in Sambeek und dann bei Activia St.Anthonis auf. Das Angreiferduo Shannon Gerhardt und Steffie Janshen griff in der Vergangenheit für den Zweitligisten Flamingos '56 Gennep an.

(RP/rl)