Aufsteiger SG Kessel/Ho.-Ha. will auf einem Platz im oberen Bereich landen.

Fußball : Mit Gelassenheit in die Saison

Mit der SG SpVgg. Kessel / Ho.-Ha. geht ein ambitionierter Aufsteiger in der Kreisliga A an den Start. Das Trainerduo Derksen / Berendsen sieht keinen Grund, sich mit dem Thema Abstiegskampf zu beschäftigen.

An Selbstbewusstsein fehlt es A-Liga-Neuling SG Kessel/ Ho.-Ha. wohl definitiv nicht. Als beinahe ungeschlagener Meister der Kreisliga B, Gruppe 2 war der Aufstieg bereits mehrere Spiele vor Saisonende unter Dach und Fach. An den letzten beiden Spieltagen setzte es die einzigen beiden Niederlagen der Saison. Trotzdem standen am Ende sieben Punkte mehr als bei Vizemeister TSV Weeze II auf der Habenseite. Und selbst mit Blick auf die nun kommenden Gegner, eine Spielklasse höher, denkt das Trainerduo, bestehend aus Geert Derksen und Nico Berendsen – die beiden teilen sich den Cheftrainer-Posten – nicht daran klein bei zu geben, im Gegenteil. „Wir wollen unter die ersten drei bis fünf kommen“, lässt Berendsen keinen Zweifel am Ehrgeiz seiner Truppe aufkommen. Welche Kontrahenten da kommen, ist ihm egal. „Für mich gibt es keine besonderen Gegner, ich freue mich auf keinen speziell.“

Manch einer würde an dieser Stelle vielleicht von Größenwahn sprechen und erst einmal anraten, kleinere Brötchen zu backen. Jedoch bewiesen die beiden Niederländer in der Vergangenheit, dass sie scheinbar Spezialisten darin sind, eine schier unvorstellbare Zielsetzung zu erfüllen. Und auch in den vergangenen Jahren hat es zumeist immer einen Aufsteiger gegeben, der die obere Tabellenhälfte der A-Liga aufgemischt hat. Die Spielgemeinschaft wäre nicht der erste. „Als wir in der vergangenen Saison von Anfang an von unserem Ziel gesprochen haben, Meister zu werden, haben einige erstaunt geguckt und wiederum andere bestimmt gedacht, die sind bekloppt“, schmunzelt Derksen rückblickend. Nichtsdestotrotz habe man nicht damit gerechnet, wenn jedoch gehofft, dass es letztendlich gar so gut laufen würde, fügt Berendsen an. „Ungeschlagen war dann leider nicht mehr drin, die Luft war raus.“ Eine Marschroute für die bevorstehende Herausforderung in der Kreisliga A geben die beiden nicht preis, Teamgeist und Offensivkraft seien allerdings zu Genüge vorhanden. Mehr wolle man zu diesem Zeitpunkt noch nicht offenbaren, sind sich die beiden einig. Einen kleinen Scherz kann sich Berendsen allerdings nicht verkneifen. „Hinter der Theke sind sie stark“, sagt er.

Nach der Meisterschaft, die man traditionell mit einer Planwagenfahrt zelebrierte, musste man einige altersbedingte Abgänge verzeichnen. Aufgestockt wurde vereinsintern mit A-Jugendlichen und Spielern aus der Reserveelf. In der Saisonvorbereitung spielte man bis zu diesem Zeitpunkt nur gegen die Reserve des TSV Weeze, mit der man auch in der vergangenen Spielzeit um den Titel konkurrierte. Dabei zog man mit 0:3 den kürzeren. Den Grund für die vergleichsweise geringe Anzahl an Testspielen liefert das Trainerteam gleich mit. „Grundsätzlich arbeiten wir lieber auf dem Trainingsplatz“, sagt Berendsen. „Bei den Spielen fehlen meist zu viele.“ Das sieht auch sein Partner so. „Das Mannschaftstraining liefert mehr Erkenntnisse und wir können besser eingreifen“, sagt er.

In der A-Liga bietet sich am Samstag sofort eine Chance, die eigenen Ambitionen zu untermauern. Dort ist Aufstiegsaspirant Alemannia Pfalzdorf der erste Gegner.

Auf dem Mannschaftsfoto fehlten: Dominik Tünnißen, Felix Jürgens, Michael Auclair, Nils Blasberg, Philip Peters, Philipp Alexander, Ramon Rickes, Thomas Boekholt.

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