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Fußball: Aufsteiger Pfalzdorf mischt die Liga auf

Fußball : Aufsteiger Pfalzdorf mischt die Liga auf

In der vergangenen Saison machte der VfB Alemannia Pfalzdorf den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt. In der höheren Liga hat sich der offensivstarke Aufsteiger schnell zurechtgefunden: Die Mannschaft überwintert auf dem vierten Platz.

Wenn man Peter Franke, den Spielertrainer des Bezirksligisten VfB Alemannia Pfalzdorf, nach sportlichen Zielen fragt, dann nennt er selten konkrete Zahlen. Attraktiven Offensivfußball wolle er mit seiner Pfalzdorfer Truppe bieten, eine Mindestplatzierung erfährt man von dem Coach jedoch nicht. Der Trainerstab der Pfalzdorfer — das sind neben Peter Franke Co-Trainer Stefan Eikemper, Co-Spielertrainer Christian Offermanns und Torwart-Trainer Uli Kropmanns — will den Druck auf die Mannschaft möglichst gering halten. Eine erfolgreiche Strategie, denn obwohl man von Franke keine Wunschzahlen erfährt, so sprechen die realen Zahlen doch für das Team: Ende Mai vergangenen Jahres führte der Spielertrainer seine Mannschaft in die Bezirksliga, als Aufsteiger überwintern die Pfälzer dort nun auf dem vierten Rang.

"Mit der Hinrunde können wir als Aufsteiger durchaus zufrieden sein", sagt Franke. "Aufgrund des Verletzungspechs mussten wir aber leider gebeutelt in viele Partien gehen. Ranft, Janßen, Szostok, Denissen, Kamps und andere wichtige Spieler fehlten teilweise über lange Zeiträume, deswegen kam selten ein richtiger Konkurrenzkampf in der Mannschaft auf", so der Coach. Trotz vieler Ausfälle — die Bilanz des Aufsteigers kann sich sehen lassen: Acht Siege fuhr die Franke-Elf in 16 Partien ein, bei sechs Unentschieden und nur zwei Niederlagen in der gesamten Hinrunde. 30 Punkte haben die Pfälzer auf ihrem Konto, nur Tabellenführer SF Broekhuysen (39 Punkte), SV Straelen II (35 Punkte) und der SV Hönnepel-Niedermörmter II (32 Punkte) waren erfolgreicher.

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"Die Tabelle spiegelt sehr gut den Ist-Zustand der Hinrunde wider, wie ich finde. Broekhuysen, Hö.-Nie. und Straelen sind die Mannschaften, die in der Hinrunde besser waren als wir und die sich sehr stark präsentiert haben", sagt Franke. Am 23. Februar startet die Alemannia in die Rückrunde, dann steht das Rückspiel zu Gast beim SV Siegfried Materborn an.

"Gegen Materborn haben wir noch was gutzumachen, da sind wir in der Pflicht", sagt Franke. Grund für die Extra-Motivation: Materborn ist für die erste der beiden Pfalzdorfer Niederlagen verantwortlich, gleich am ersten Spieltag in Pfalzdorf, vor zahlreichen, größtenteils heimischen Zuschauern.

Aber nicht nur beim Derby, sondern immer, wenn die Alemannia ein Heimspiel hat, dann ist der Wall an der Seitenlinie des Hauptplatzes mit Zuschauern gefüllt, die die Bezirksliga-Elf anfeuern und mitfiebern, teilweise fahren auch zu Auswärtsspielen ganze Busse voller VfB-Anhänger mit. Die für Bezirksliga-Verhältnisse außerordentlich hohe Zuschauerzahl, auch sie trägt zu der positiven Stimmung in Pfalzdorf bei.

Konkrete Zielsetzungen hört man aus Pfalzdorf freilich auch für die Rückrunde nicht: Guten, ansehnlichen Fußball wollen sie in der Rückrunde spielen. Vor einer Woche ist die Mannschaft in die Vorbereitung gestartet. "Das wird eine harte Vorbereitung", kündigt Franke an, derzeit arbeite man vor allem im Kraft- und Ausdauerbereich, auch um mit körperlicher Fitness weiteren Verletzungen vorzubeugen.

ersonelle Veränderungen gibt es zur Rückrunde kaum: Einzig Marco Szostok verlässt die Mannschaft studienbedingt, Zugänge gibt es keine. Das erste Testspiel steht für die Pfälzer am Sonntag an: Um 12 Uhr trifft die Franke-Elf auf dem Kunstrasen von Viktoria Goch auf DJK Twisteden.

(RP)