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Auch Mehrheit der Fußball-Landesligisten für einen Saisonabbruch

Videokonferenzen des Fußball-Verbandes Niederrhein : Fast alle Landesligisten für Saisonabbruch

Bei der Konferenz mit dem Verband plädierten 33 von 35 Vereinen für ein vorzeitiges Ende der Spielzeit. Auch die SGE Bedburg-Hau und die SV Hönnepel-Niedermörmter sind dafür. Sie sprachen sich auch dafür aus, dass es mehr Aufsteiger und keine Absteiger gibt.

Auch die Vereine der beiden Gruppen in der Fußball-Landesliga haben sich am Mittwochabend in einer Videokonferenz mit Vertretern des Verbandes Niederrhein (FVN) mit  deutlicher Mehrheit dafür ausgesprochen, die seit Mitte März wegen des Corona-Virus ausgesetzte Saison abzubrechen. In der Gruppe zwei, in der die SGE Bedburg-Hau und die SV Hönnepel-Niedermörmter spielen, plädierten 16 der 18 Klubs dafür, in der Gruppe eins sogar alle 17 Vereine, die teilnahmen.

Vorsitzender Björn Mende, der den Tabellenfünften SGE Bedburg-Hau bei der Videokonferenz vertrat, brachte die Stimmung auf den Punkt, die bei den meisten Klubs herrscht. „Wir möchten jetzt relativ schnell wissen, woran wir sind, damit wir auch planen können. Es ist unbefriedigend, wenn man sich nur von Erlass zu Erlass der Regierung hangelt“, sagte Mende. So sieht es auch Sven Schützek, Coach der auf einem Abstiegsplatz stehenden SV Hönnepel-Niedermörmter. „Wir möchten nicht noch acht Wochen mit der Ungewissheit leben, wie es weitergeht“, sagte Schützek.

Er hatte in der Videokonferenz noch einmal dafür plädiert, bei einem Saisonabbruch mehr Teams aus der Landes- und Bezirksliga aufsteigen und keine Mannschaften absteigen zu lassen. Dies könne dadurch abgefangen werden, dass in der nächsten Spielzeit eine dritte Landesliga-Gruppe eingeführt wird. „Mein Fair-Play-Gedanke verbietet es einfach, dass eine Mannschaft absteigen müsste, aber bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die Saison gewertet wird, weniger Spiele als die Konkurrenz ausgetragen hat. Und da ist für mich egal, dass dies auf mein Team zutreffen würde“, so Schützek.

Die SGE Bedburg-Hau ist ebenfalls dafür, dass mehr Mannschaften den Sprung in die höhere Klasse schaffen und kein Team eine Liga runter muss. „Wir sind zwar in der glücklichen Lage, dass wir uns aufgrund unseres Tabellenstands nicht mit der Auf- und Abstiegsfrage beschäftigen müssen. Trotzdem wäre es auch für uns die beste Alternative, kein Team absteigen und mehr Mannschaften aufsteigen zu lassen. Wobei ich nicht glaube, dass es eine Lösung geben wird, die allen gerecht wird. Der Verband befindet sich da in einer sehr schweren Situation“, so Mende.

Der FVN setzte seine Videokonferenzen am Donnerstagabend mit den Vereinen der Bezirksliga fort. Er will möglichst viele Klubs anhören, ehe er eine Entscheidung trifft.