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Andre Trienenjost vom 1. FC Kleve kämpft für sein Comeback.

Fußball : Andre Trienenjost kämpft für sein Comeback beim 1. FC Kleve

Der Stürmer des Oberligisten musste zuletzt wieder einen Rückschlag verkraften. Doch er gibt nicht auf . Seinen Vertrag beim 1. FC Kleve würde er gerne verlängern.

Wie strapaziös der Heilungsprozess nach einer schweren Verletzung für einen Sportler sein kann, weiß Andre Trienenjost nur allzu gut. Der Spieler des Oberligisten 1. FC Kleve ist seit anderthalb Jahren drauf und dran, wieder schmerzfrei Fußball spielen zu können. Doch immer wieder wurde der Leistungsträger zurückgeworfen. „Mit Blick auf meine Verletzung ist es so weit, so gut. Optimal ist es aber auch noch nicht“, sagt Trienenjost, der schon in der Vergangenheit mehrfach schwere Blessuren erlitt. Der 31-jährige Angreifer riss sich im September 2019 den Innenmeniskus im rechten Knie. Zwischenzeitlich war die Operationsnaht gerissen, eine Rückkehr rückte immer wieder in weite Ferne. Doch mit ambulanter Physiotherapie kämpfte sich Andre Trienenjost langsam zurück.

Mitte Oktober vergangenen Jahres dann feierte der Routinier in der Klever Getec-Arena sein Comeback. Für wenige Minuten wurde er im Heimspiel gegen TVD Velbert, das der 1. FC Kleve mit 3:0 gewann, eingewechselt. Die Fans jubelten euphorisch – immerhin gilt Andre Trienenjost als Publikumsliebling.

Es schien, als sei der Ex-Akteur des SV Sonsbeck und der SV Hönnepel-Niedermörmter bereits wieder fester Bestandteil des Teams von Trainer Umut Akpinar zu sein. Doch erneut musste er zuletzt Rückschläge hinnehmen. „Bei einer Streckübung, mit die schlimmste Übung für den Meniskus, spürte ich plötzlich wieder einen Schmerz. Ich bekam ein dickes Knie“, sagt Trienenjost. Dabei hatte er sein Knie dieser Prüfung in den vergangenen anderthalb Jahren immer wieder unterzogen – und zwar stets häufiger schmerzfrei.

„Es gibt also weiter Höhen und Tiefen. Mittlerweile gehe ich aber wieder joggen. Ich bin auch weiterhin mit Vorsicht zuversichtlich, dass ich wieder angreifen kann. Mit Vorsicht deshalb, weil ich in den vergangenen anderthalb Jahren so viele Rückschläge erlitten habe“, sagt Trienenjost. Der robuste Stürmer gehört zu den wenigen Leistungsträgern, die ihren Vertrag am Bresserberg noch nicht verlängert haben. Dabei hat der 1. FC Kleve, der in der aktuell unterbrochenen Saison auf Tabellenplatz fünf steht, zuletzt bereits signalisiert, an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert zu sein. Verwunderlich dürfte das nicht sein. Immerhin bewies der 31-Jährige zu Beginn seiner Debütsaison 2019/2020, wie torgefährlich er ist: In acht Partien traf er sechs Mal. Doch dann verletzte er sich.

„Ich sehe überhaupt keinen Grund, zu wechseln. Der Verein, das Umfeld und der Trainer sind sehr gut. Von Anfang an habe ich mich in Kleve sehr wohl gefühlt. Die Arbeit mit der Mannschaft macht Spaß. Aber ich habe auch schon die Sorge gehabt, ob es das gewesen sein könnte. Wenn ich nicht fit werden sollte, stellt sich irgendwann die Frage, ob man nicht die Karriere beendet. Aber das müssen wir abwarten, daran denke ich jetzt noch nicht. Klar ist: Wenn es für mich weiter geht, dann will ich beim 1. FC Kleve bleiben“, sagt Andre Trienenjost.