Fußball: Am Ende eines windigen Spiels bleibt für die Viktoria ein Punkt

Fußball : Am Ende eines windigen Spiels bleibt für die Viktoria ein Punkt

Fußball-Landesliga: Die Mannschaft von Trainer Andreas Voss kam auf der Platzanlage an der Römerstraße zu einem torlosen Remis.

Das 0:0-Endergebnis zwischen dem SV Straelen und der Gocher Viktoria hätte wohl auch so mancher Tototipper auf dem Zettel gehabt, trafen doch gestern an der Römerstraße zwei in den letzten Wochen wenig erfolgsverwöhnte Teams aus der unteren Tabellenhälfte aufeinander, die derzeit nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen. Letztlich durften beide Kontrahenten einen kleinen Teilerfolg für sich verbuchen, bauten aber ihre Serien von Spielen ohne Sieg aus und versäumten jeweils den großen Befreiungsschlag.

Die Weberstädter durften zuletzt Ende September einen dreifachen Punktgewinn bejubeln, der SV Straelen ist sogar noch eine Woche länger sieglos. Das Warten geht also für beide weiter. Immerhin konnten sich die Gocher für die herben Schlappen gegen Homberg (0:6) und im Testspiel gegen Hamborn (0:5) rehabilitieren und wahren mit drei Zählern Rückstand den Anschluss an das rettende Ufer. Entsprechend konnte Coach Andreas Voss dem erkämpften Punkt viel Positives abgewinnen: "Aufgrund der Ausgangssituation war es ein schwieriges Spiel, aber die Jungs haben das sehr gut gemacht. Im Gegensatz zu dem Homberg-Spiel sind wir als Team wieder sehr präsent von der ersten Minute an aufgetreten. Mit etwas Glück wäre auch mehr drin gewesen. Ein Tor hätte uns sehr gut getan", sprach er auch den Makel an diesem vom Winde verwehten Nachmittag an - in der Offensive hakt es weiter bei den Schwarz-Roten, die nun bereits seit fünf Partien ohne eigenen Treffer sind.

Viele Tormöglichkeiten eröffneten sich gestern bei schwierigen Rahmenbedingungen keinem der beiden Teams. Die letzten Wochen hatten sichtbar Spuren hinterlassen, so dass das Zweikampfverhalten und die defensive Absicherung im Vordergrund standen. In Durchgang Eins verbuchte Goch mit dem Wind im Rücken leichte Vorteile, machte aber wenig daraus. Allein Lukas Ernesti prüfte Marian Gbur aus der Distanz; der tückische Flatterball von Tim Janz flog knapp über das Straelener Tor (40.). Der gastgebende SVS versuchte es mal durch Lukas Nabbefeld, aber auch dessen Schuss war sichere Beute für Raven Olschewski.

Nach dem Wechsel hatten die Gastgeber Windunterstützung und kamen zur besten Gelegenheit in der 51. Spielminute, doch Olschewski entschied das Duell gegen den freigespielten Andreas Schulz für sich. Die Viktoria verhielt sich nicht ungeschickt, brachte die zwei, drei sich bietenden Situationen im Strafraum aber nicht zu einem gefährlichen Abschluss, so dass man sich am Ende mit dem torlosen Remis begnügen musste. Auch bei den Feldverweisen trennte man sich Unentschieden. Auf Gocher Seite kassierte Marcel Sura eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit Gelb-Rot. Das sollte aber nicht der einzige Platzverweis in der gestrigen Partie gewesen sein. Sebastian Kaczmarek, der vor zwei Jahren für eine Saison beim 1. FC Kleve gespielt hatte und von daher im Klever Land kein Unbekannter ist, handelte sich auf Seiten der Grün-Gelben in der Nachspielzeit noch den Roten Karton wegen Spielerbeleidigung ein (90+1.).

Viktoria Goch: Olschewski - Tenbruck, Tassenaar, Janz, Sura, Gatermann, Ernesti, Brajic (87. Bodden), Boyacilar (60.Benning), Hermens, Kitzig.

(RP)
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