Am Bresserberg alles auf Anfang

In der Volksbank-Arena wird in der neuen Saison Landesliga-Fußball präsentiert. Der Trainer des 1. FC Kleve, Sebastian Kaul, setzt auf eine Mischung aus Zugängen, Kickern aus der Reserve und Rückkehrern. Am Freitag, 26. August kommt es um 19.30 Uhr zum Lokalderby gegen Viktoria Goch.

Als vor elf Jahren der Sportclub 1863 Kleve und der VfB 03 Lohengrin zum 1. FC Kleve fusionierten, da starteten die Rot-Blauen in der Landesliga, schafften es binnen weniger Jahre über Verbands- und Oberliga bis hinauf in die Regionalliga. Es folgte bekanntlich der finanzielle Kollaps. Verbindlichkeiten in Höhe von vier Millionen Euro trieben den Klub in die Insolvenz, der sportliche Niedergang war nicht zu vermeiden. So heißt es also in der neuen Saison 2011/2012: Alles auf Anfang!

 Sebastian Kaul, Trainer des 1. FC Kleve.
Sebastian Kaul, Trainer des 1. FC Kleve. Foto: G. Evers

"Müssen uns nicht verstecken"

Einige bekannte Gesichter findet man freilich noch im aktuellen Landesliga-Kader, eine Mischung aus letztjähriger Reserve, einigen Rückkehrern und wenigen Zugängen. "Wir wollen ehrlichen, attraktiven Fußball bieten", sagt Thomas von Kuczkowski.

Der frühere Gocher Viktoria-Coach hat als Koordinator Seniorenfußball maßgeblich an der Zusammenstellung des kleinen, aber feinen Kaders — 15 Feldspieler und zwei Torhüter — mitgearbeitet. In der Vorbereitung gab es fünf Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage. "Die Ergebnisse sind zweitrangig", sagt FC-Trainer Sebastian Kaul.

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Der 31-Jährige kennt sich bestens aus in der Landesliga, geht nun ins dritte Trainerjahr. Der vorläufige Ausfall des gesperrten Ercan Sendag bereitet ihm etwas Kopfzerbrechen. Am 4-2-3-1-System will er aber festhalten. Durchaus möglich, dass Thomas Karcz vorläufig im defensiven Mittelfeld ran muss.

Überhaupt ist die Hintermannschaft sicher das Prunkstück der Rot-Blauen, vor allem die Innenverteidigung mit Timo Stock und Marco Köster sowie die "Sechser" Umut Akpinar und Ercan Sendag, beide mit Regionalliga-Erfahrung. FC-Urgestein Akpinar, seit der Fusion ununterbrochen in der ersten Mannschaft am Ball, ist auch Kapitän.

Die Wunschformation stand Sebastian Kaul in der Vorbereitung kaum zur Verfügung, Verletzungen und Urlaub machten ihm einen Strich durch die Rechnung. "Wir brauchen noch etwas Zeit, um uns zu finden", sagt Kaul, betont aber gleichzeitig: "Wir müssen uns vor keiner Mannschaft in der Liga verstecken. Es muss möglich sein, oben mitzuspielen."

Dabei mithelfen sollen auch die Neuen wie Christian Giersch, Paul Herbst, Sven Otto oder Poli Minas. Thomas von Kuczkowski freut sich, dass in Peter Kaul, Michael Henle, Wolfgang Charly Brodam, Torwarttrainer Jürgen Schrievers und Physiotherapeut Uli van Baal ein engagierter Betreuerstab gefunden werden konnte. "Da muss man den Hut vor ziehen", sagt Kaul.

Insbesondere in der heimischen Volksbank-Arena sollen die Leute mit Emotionen und Leidenschaft begeistert werden. "Zur Rückrunde wollen wir noch alle Möglichkeiten haben", betont von Kuczkowski. Übrigens: Das mit Spannung erwartete Derby gegen Viktoria Goch wird am Freitag, 26. August, um 19.30 Uhr angepfiffen.

(RP)