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Alemannia Pfalzdorf freut sich auf die Herausforderung Bezirksliga

Fußball : Die Mannschaft mit dem langen Atem hat noch einiges vor

Alemannia Pfalzdorf ruht sich nicht auf dem Aufstieg in die Bezirksliga aus. Trainer Thomas Erkens sieht sein junges Team in einem Prozess.

In einem Herzschlagfinale sicherte sich der VfB Alemannia Pfalzdorf den erhofften und begehrten zweiten Aufstiegsplatz in der Fußball-Kreisliga A Kleve/Geldern. Während der Mitfavorit SV Sevelen durch ein Unentschieden gegen die SG Kessel/Ho.-Ha. auch seinen zweiten Matchball nicht hatte verwandeln können, siegten die Alemannen beim TSV Nieukerk und zogen damit in der Tabelle an Sevelen vorbei. „Mission Aufstieg 2022 erfüllt – Am Ende kackt die Ente“ war groß auf den T-Shirts der Pfalzdorfer zu lesen.

Das Team um Trainer Thomas Erkens und seinen Assistenten Jürgen Zeegers hatte einen langen Atem. Denn trotz des beeindruckenden 5:2-Erfolgs im Heimspiel gegen den SV Sevelen gab es bereits am dritten Spieltag der Aufstiegsrunde einen herben Dämpfer für die Mannschaft. In Vernum ging die Partie mit 1:3 verloren. Und nur drei Wochen später gab es im Rückspiel gegen Sevelen eine weitere Niederlage. Nach dem 0:3 im Auswärtsspiel sah man bei zahlreichen Spielern hängende Köpfe.

„Danach mussten wir Aufbauarbeit leisten“, sagt Thomas Erkens im Rückblick. „Aber wir Trainer haben nicht gezweifelt und diese Einstellung auch der Mannschaft vermitteln können“, so der Übungsleiter. Tatsächlich gewann Pfalzdorf die letzten vier Spiele und belohnte sich am Ende für eine konstant gute Leistung über beide Runden hinweg mit Platz zwei und der Rückkehr nach fünf Jahren in die Bezirksliga.

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„Ich bin nicht nur mit dem Ergebnis in der Tabelle zufrieden. Sondern die Entwicklung der gesamten Mannschaft und einzelner Spieler zeigt, dass wir nicht stagnieren, sondern dass es immer weiter nach vorne geht. Und dies wollen wir dann auch im kommenden Jahr unter Beweis stellen.“ Natürlich könne das Saisonziel für einen Aufsteiger nur Klassenerhalt lauten. Man müsse sich der Aufgabe als Kollektiv stellen und einen weiteren Schritt in der Entwicklung machen. „Wir sind zu einer starken Einheit herangewachsen. Mit diesem Pfund wollen wir auch in der Bezirksliga wuchern“, so Erkens.

Natürlich sei der Unterschied zwischen A-Liga und der höheren Spielklasse groß, aber das Team sei bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen. Personell werden die Alemannen dabei in erster Linie auf den Kader setzen, der den Aufstieg geschafft hat. Allerdings wird Stephan Gregor dann nicht mehr mit von der Partie sein. Der Routinier erklärte nach dem Aufstieg das Ende seiner Laufbahn. „Er wird uns menschlich und spielerisch fehlen. Aber auch diesen Abgang müssen wir als Team kompensieren. Ich denke, wir haben das Zeug dazu.“

Natürlich wird auch in Pfalzdorf die Leistung der Mannschaft in der kommenden Saison an den erzielten Punkten gemessen. Doch weiß man dort auch, dass sich die junge Mannschaft mit sehr vielen Akteuren aus den eigenen Reihen immer noch in einer Entwicklung befindet. Und dieser Prozess hat am Gocher Berg eine größere Bedeutung, als der aktuelle Tabellenplatz.