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Fußball: Akpinars Wechsel führen zu zwei Toren

Fußball : Akpinars Wechsel führen zu zwei Toren

Fußball-Landesliga: Tabellenführer 1. FC Kleve kam als Gast der Spielvereinigung Sterkrade-Nord über ein Remis nicht hinaus. Der Endstand des Spiels lautete 3:3 (1:2). Zweimal liefen die Rot-Blauen einem Rückstand hinterher.

Nach vier Spielen ohne Punktverlust hat es nun auch den 1. FC Kleve erwischt. Im Oberhausener Stadtteil Schmachtendorf musste sich die Mannschaft von Trainer Umut Akpinar gegen die Spvgg. Sterkrade-Nord mit einem 3:3-Unentschieden begnügen. Zweimal in diesem Duell liefen die Rot-Blauen gegen einen spielerisch wie kämpferisch überzeugenden Gegner einem Rückstand hinter.

Beim Seitenwechsel konnte der 1. FC Kleve, der bis dahin vielfach neben der durch die Gastgeber intonierten Musik herlief, froh darüber sein, nur 1:2 hinten zu liegen. Markus Kowalczyk, Trainer der Nordler, bemängelte, dass seine Mannschaft in der ersten Halbzeit nicht mehr aus ihren Möglichkeiten gemacht habe. "Da hätten wir den Sack schon zumachen können", meinte der Übungsleiter, der einen weiteren Grund für das Remis in der schlechten Leistung des Schiedsrichters sah, den er als "12. Mann der Klever" bezeichnete.

FC-Abwehrchef Nedzad Dragovic hatte in der siebten Spielminute einen umstrittenen Handelfmeter zur Klever Führung eingelocht. Lange Freude hatten die Rot-Blauen daran aber nicht. Denn noch in der gleichen Minute überwand Außenverteidiger Oguzhan Cuhaci bei einem seiner Vorstöße FC-Keeper Raven Olschewski, der den mit einer Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen ausgefallenen Ahmet Taner vertrat.

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"Meine Mannschaft bekam bis zur Pause keinen Zugriff auf das Spiel", kritisierte Trainer Akpinar den Fußball seiner Elf, die offensichtlich über das Auftreten und Pressing der Sterkrader überrascht schien. Auf der anderen Seite überließen die Klever dem Gegner auch zu viele Räume und durften sich deshalb nicht darüber wundern, dass einer der zahlreichen Angriffe der Nordler drei Minuten vor dem Seitenwechsel zum 1:2-Rückstand einschlug. Ein Angriff über die rechte Seite konnte nicht unterbunden werden, die Flanke fand im Klever Abwehrzentrum Tom Mattern, der den Ball unbedrängt in die Maschen des Klever Tores köpfte.

Nach der Pause legten die FC-Kicker den Hebel um. Sie besetzten die Räume besser und nahmen die Zweikämpfe beherzter an. Zudem operierten sie anders als noch in der ersten Halbzeit nicht ausschließlich mit langen Beinen, sondern versuchten ihre Offensivaktionen mit Tempo und spielerischen Mitteln vorzutragen. Die erste Belohnung dafür gab es in der 55. Minute, als der zur Pause eingewechselte Pascal Hühner einen in die Schnittstelle der Abwehr geschlagenen Ball aufnahm und ihn in die Mitte legte. Dort kam er auf Umwegen zu Levon Kürkciyan, der das Spielgerät zum 2:2 über die Linie beförderte. Doch Kleve konnte nicht nachfassen. Das lag auch an den über die Außen vorgetragenen Offensivaktionen der Nordler, die die Klever Abwehr häufig vor Probleme stellte. Auch schalteten die Gastgeber bei den zweiten Bällen schneller. So auch in der 70. Minute, als es abermals der Sterkrader Tom Mattern war, der eine Flanke zur 3:2-Führung seiner Mannschaft verwertete.

"Wir benötigten danach etwas Zeit, um dem Spiel wieder den Stempel aufzudrücken", sagte FC-Trainer Akpinar, der sich aber von dem Willen seiner Spieler beeindruckt zeigte, die drohende Niederlage unter allen Umständen abwenden zu wollen. In der 76. Minute gelang Mike Terfloth nach einer Ballstafette über Niklas Klein-Wiele und den Sekunden vorher erst eingewechselten Lukas Ehrhardt der verdiente 3:3-Ausgleichstreffer.

In der Schlussviertelstunde hatten beide Mannschaften erstklassige Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entschieden. Die größere Anzahl lag beim 1. FC Kleve. Von daher darf sich Trainer Akpinar über zwei verlorene Punkte ärgern, freuen jedoch sollte er sich darüber, dass die nicht überzeugende Leistung seiner Mannschaft im ersten Durchgang keinen deutlicheren Flurschaden hinterlassen hat.

(RP)