1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve
  4. Sport Kleve und Goch

Fußball: Akpinar muss Startformation umbauen

Fußball : Akpinar muss Startformation umbauen

Fußball-Landesliga: Tabellenführer 1. FC Kleve gastiert morgen beim ESC Rellinghausen. Der Anstoß erfolgt um 15 Uhr.

Der Fußball-Landesligist vom Bresserberg bekommt mit jedem weiteren Spiel festeren Boden unter die Füße. Zwei Spiele sind vorbei und jedesmal brachten die Rot-Blauen die maximal mögliche Ausbeute nach Hause. Auf der Asche in Schwafheim ließ der 1. FC Kleve kaum etwas zu und gewann mit 3:0. Drei Tage später beim Abendspiel am vergangenen Mittwoch bauten die Akpinar-Schützlinge ihren Erfolgsweg weiter aus. Leidtragender waren die Sportfreunde aus Hamborn, die sich bei der 1:4-Niederlage noch gut bedient fühlen mussten. Unter dem Strich macht das für den 1. FC Kleve sechs Punkte bei 7:1-Toren. Den Lohn dafür dürfen sich die Schwanenstädter in der Tabelle ansehen: Platz eins, mit dem um einen Hauch besseren Torverhältnis gegenüber dem punktgleichen, ebenfalls überzeugend in die Saison gestarteten VfL Rhede. Eine feine Momentaufnahme - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Getrübt wurde der Klever Sieg am Mittwochabend durch die schwere Armverletzung von Mittelstürmer Jannis Altgen, der gerade dabei war, sich seinen Platz innerhalb des schnellen Klever Umschaltspiels zu sichern. Untersuchungen und die Behandlung im Klever Krankenhaus noch am gleichen Abend brachten die Erkenntnis, dass nichts gebrochen ist, aber der unter Narkose eingerenkte Ellenbogen sofort wieder aus dem Gelenk sprang. Eine MRT-Untersuchung am Montag soll Klarheit darüber bringen, in welcher Weise das Ellenbogen-Gelenk nach dem Sturz gegen die Stadionbande in Mitleidenschaft gezogen wurde. "Die Ärzte sprechen von einer bis zu zwölf Wochen langen Pause", berichtet Akpinar, der viel unternimmt, um seinen verständlicherweise total frustrierten Spieler aufzurichten. Akpinar habe Altgen gesagt, nach der Genesung "machen wir da weiter, wo du heute aufhören musstest". Der FC-Coach wisse aus eigener Erfahrung, dass Verletzungen immer ungelegen kämen, man aber nach verständlicher Enttäuschung irgendwann wieder nach vorne gucken müsse. "Dabei werden wir Jannis helfen - und anschließend werden wir wieder viel Freude an ihm haben", sagt Akpinar, der sich nicht erst jetzt fürsorglich um den talentierten Angreifer kümmert. Der hatte mit seinem Wechsel an den Bresserberg viel Mut bewiesen, nach einer starken Saison an der Seite von Niklas Hegmans die vertraute Umgebung beim FC Aldekerk zu verlassen und ohne sein offensives Pendant eine neue Herausforderung in einer höheren Spielklasse zu suchen.

  • Lokalsport : Akpinar bleibt bescheiden
  • Meistertorte gebührt Akpinar
  • Lokalsport : 1. FC Kleve trifft auf den Favoritenschreck

Am Sonntag als Gast des ESC Rellinghausen ist der 1. FC Kleve demnach gezwungen, seine Sturmspitze gegenüber den beiden Auftaktspielen neu zu besetzen. Alternativen sollten mit Robin Deckers, Otman Maehouat und Jan-Luca Geurtz zu Genüge vorhanden sein. Doch das könnte nicht die einzige Position innerhalb der bisherigen Klever Startformation sein, die im dritten Saisonspiel anders aussehen könnte.

So hat Rechtsverteidiger Martin Tekaat, der gegen Hamborn zur Halbzeit mit einem Ziehen im Oberschenkel Lukas Ehrhardt Platz machen musste, bereits signalisiert, dass es bis morgen wohl nicht reichen werde. Ähnliches gilt für Tim Haal, der als Torschütze und mit einem überzeugenden Gegenpressing im zentralen Mittelfeld in den bisherigen Begegnungen überzeugt hat. Auch er räumte am Mittwoch nach einem Ziehen im Leistenbereich das Feld. "Im Hinblick auf einen Einsatz am Sonntag könnte das eng werden", spekuliert Akpinar.

Man darf gespannt sein, wie der Klever Landesligist die personellen Rückschläge gegen Rellinghausen wegstecken wird. Der morgige Gastgeber ist mit einem 4:1-Erfolg gegen Klosterhardt in die Saison gestartet, anschließend gab es ein 3:3-Unentschieden beim FSV Duisburg, nachdem man zur Halbzeit noch 3:0 führte. An Hand der Ergebnisse erhalte man einen Eindruck, wo die gegnerischen Stärken liegen, sagt Akpinar, der daraus viel Arbeit für seine Abwehr ableitet. Doch lange braucht der FC-Coach nicht, um den Blick wieder auf sein Team zu richten. "Meine Mannschaft ist aber auch richtig gut. Wir nehmen die Stärken des Gegners wahr, begegnen ihnen auch mit dem nötigen Respekt, doch gucken in erster Linie auf uns und werden versuchen, unser Spiel durchzubringen."

(RP)