Acht Zugänge im Kader des SV Hönnepel-Niedermörmter.

Fußball-Landesliga : SV Hö.-Nie.: Neue Spieler für das alte Ziel

Die Spielvereinigung startet in ihre dritte Landesligasaison infolge. Acht Akteure stoßen zum Kader. Es geht wieder um den Klassenerhalt.

Die Spielvereinigung Hönnepel-Niedermörmter hat in den vergangenen beiden Jahren für Abstiegskrimis gesorgt: Zweimal wendeten die Schwarz-Gelben den Landesligaabstieg jeweils erst am letzten Spieltag ab. Nun soll es in ruhigere Fahrwasser gehen.

Trainer: Thomas von Kuczkowski führt die Schwarz-Gelben in die neue Saison. Der 47-Jährige löste im Januar 2019 den langjährigen Cheftrainer Georg Mewes ab. An „Kuczes“ Seite steht als Co- und Torwarttrainer Gerd Wirtz. Sportlicher Leiter ist Georg Kreß, zudem gehören Betreuer Theo van Dick und Physiotherapeutin Anna van Heek zum Stab.

Kader: Die Planung des Kaders für die neue Saison gehört zu den ersten Aufgaben, die Georg Kreß seit April dieses Jahres als neuer sportlicher Leiter in Angriff genommen hat. Zusammen mit dem Trainer schmiedete er einen Kader, der nun 21 Mann zählt. Acht davon sind Neuzugänge beziehungsweise Rückkehrer. Dienstälteste des Kaders sind Prince Kimbakidila (63 Ligaeinsätze), Marcel Schütze (55 Einsätze) und Peter Mayr (49 Einsätze). Gemeinsam bestritt das Trio nun schon zwei harte Abstiegskämpfe infolge für Hö.-Nie., die jeweils erst am letzten Spieltag mit dem Klassenerhalt endeten.

„Mit der Qualität des Kaders bin ich zufrieden, mit der Quantität nicht vollkommen“, sagt Trainer von Kuczkowski. Zwei oder drei zusätzliche Spieler wären vermutlich hilfreich gewesen, so der Coach – „aber wir hatten nicht die Zeit. Außerdem standen wir schon mit eineinhalb Beinen in der Bezirksliga, was die Sache nicht einfacher gemacht hat. Wenn ich das berücksichtige, bin ich insgesamt sehr zufrieden.“

Zu den Hochkarätern unter den Neuzugängen zählt Luca Thuyl, der in der Saison 16/17 auf 31 Oberligaeinsätze für Hö.-Nie. kam. Nun, nach seiner Rückkehr aus den USA, streift er das schwarz-gelbe Trikot wieder über. „Man sieht seine Qualität bei jeder Einheit“, sagt Trainer Thomas von Kuczkowski. Aufgefallen sei auch beispielsweise Islam Akrab, der von der SGE Bedburg-Hau kommt. „Aber ich verspreche mir von allen neuen Spielern, dass sie in der Saison wichtig sein können – was nicht heißt, dass jeder gesetzt ist“, betont der Übungsleiter.

Vorbereitung: Die Vorbereitung hätten seine Jungs trotz vieler heißer Julitage im Großen und Ganzen gut durchgezogen, so der Trainer. „Leider haben wir aber wieder das Pech, dass ein paar Spieler verletzt sind“, sagt von Kuczkowski. Die dünne Reservebank der Bullen fiel beim knappen Pokalerfolg gegen die SG Keeken/Schanz (3:2) auf. Wenngleich das Pokalspiel nicht zufriedenstellend gewesen sei, so habe seine Mannschaft in der Vorbereitung doch einige vielversprechende Spiele gezeigt, sagt der Coach – gegen Wiemelhausen (3:1) etwa, gegen den 1. FC Bocholt (1:2), oder jüngst gegen Hamborn 07 (2:2).

Mit einer körperlich guten Fitness komme seine Mannschaft aus der Vorbereitung, sagt von Kuczkowski: „Die Jungs waren mit Gerd Wirtz laufen. Und jeder, der Mal mit Gerd Wirtz laufen war, weiß, was das heißt.“ Neben der Ausdauer standen unter anderem Taktik und Technik auf dem Programm. „Wir haben versucht, alles maximal abzudecken. Aber im Amateurbereich kannst du nicht alles zu 100 Prozent machen“, sagt „Kucze“. Abgeschlossen sei die Entwicklung zum ersten Spieltag jedenfalls nicht.

Ziele und Favoriten: Das Saisonziel definiert der Trainer klar: Klassenerhalt. „Von mir aus schon nach der Hinrunde“, so der Coach. Anspruch sei es einerseits, demütig in die Saison zu gehen – aber auch, den Klassenerhalt früher in trockene Tücher zu bringen, als in der vergangenen Spielzeit.

Zu den Favoriten der Landesliga-Gruppe 2 zählt Thomas von Kuczkowski die vielgenannten SC Kapellen, 1. FC Mönchengladbach und Teutonia St. Tönis. „Und ich habe da auch Scherpenberg mit auf dem Zettel“, so der Hö.-Nie.-Coach.

RP-Prognose: Zweimal infolge hat die SV Hö.-Nie. den Abstieg in die Bezirksliga nun denkbar knapp abwenden können. In beiden Spielzeiten gab es Unruhe im Verein – zuletzt Anfang April, als Guido Lohmann und Kato Sürün nach drei Monaten als sportlicher Leiter beziehungsweise Teammanager zurücktraten. Sieben Spieler verließen infolge die Mannschaft.

Oder auch in den beiden Jahren davor, als die Reserve jeweils aus dem Spielbetrieb ausschied, weil nicht mehr genügend Spieler zur Verfügung standen. Oder als sich bei der Jahreshauptversammlung des Vereins keine Kandidaten für die Vorstandsposten fanden. „Sowas sitzt natürlich auch in den Köpfen der Spieler“, stellte der damalige Trainer Georg Mewes fest.

Trotz unruhiger Jahre hat Hö.-Nie. es geschafft, den Vereinsbetrieb fortzuführen und in der Landesliga zu verbleiben. Bleibt es in der nächsten Saison ruhig an der Düffelsmühle, so spricht vieles dafür, dass der Klassenerhalt diesmal früher erreicht wird.